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Eilenburg Vieweg oder Märtz? Doberschütz wählt am Sonntag einen neuen Bürgermeister
Region Eilenburg Vieweg oder Märtz? Doberschütz wählt am Sonntag einen neuen Bürgermeister
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09:00 11.03.2017
In der Gemeinde Doberschütz wird am 12. März 2017 ein neuer Bürgermeister gewählt. Quelle: Wolfgang Sens
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Doberschütz

Mit Spannung wird an diesem Sonntag der Ausgang der Bürgermeister-Wahl in der 4057-Seelen-Gemeinde Doberschütz erwartet. Setzt sich Amtsinhaber Roland Märtz (57, CDU) ein weiteres Mal durch oder zieht der politische Newcomer Sebastian Vieweg (31, parteilos) ins Gemeindeamt?

Märtz: „Ich will unterschiedliche Interessen vertreten“

Für Märtz ist es die sechste Bürgermeister-Wahl. „Es macht mir nach wie vor einfach Spaß, Menschen zusammenzuführen, um das Dorf zu gestalten“, erklärte der Bürgermeister, der den Sonntag im Kreis der Familie verbringen wird. Der 57-jährige Wöllnauer will in den nächsten sieben Jahren das zu Ende bringen, was mit der Vereinbarung der sechs 1996 zu Doberschütz zusammengeführten Dörfer begann. Möblitz und Battaune stehen da noch auf der Agenda. Sein Ziel für die Gemeinde: Den Vereinen auch weiterhin die kommunalen Objekte kostenfrei zur Verfügung stellen wie bisher. „Alle haben davon profitiert, die Feuerwehren, die Sportvereine oder die Ganztagsangebote unserer Schule, weil hier auch die zwischenmenschlichen Beziehungen gepflegt und gefestigt werden“, sagte Märtz, der 1990 seine politische Laufbahn als Bürgermeister für Wöllnau begann. Sein Credo: „Ich möchte die unterschiedlichen Interessen vertreten und versuchen, diese auch zusammenzubringen. Ich stehe dazu, ich vertrete nicht einzelne Gruppen.“ Märtz ist in zweiter Ehe verheiratet und Vater dreier Kinder. Am Sonntagabend wird es eine Wahlparty im Gemeindeamt geben. „Entweder wir feiern meinen Sieg oder meinen Abschied“, so Märtz.

Vieweg: „Ich will die Gemeinde fit machen für die Zukunft“

Sebastian Vieweg, der derzeit als Projektmanager in der Baubranche tätig ist, will als Bürgermeister auf mehr Bürgernähe setzen und ist überzeugt, dass die an der B 87 und S-Bahn gelegene Gemeinde für weit mehr Leute Heimat sein könnte. Richtschnur soll ein Gemeindeentwicklungsplan sein. Daneben nennt er aber auch den Erhalt der derzeitigen Kinder-Betreuungsangebote und den Fortbestand der Schule und die Schaffung eines Seniorenbeirates als programmatische Schwerpunkte. „Die Bürger mit ihren Ideen und Anregungen müssen frühzeitig in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Ich will die Gemeinde fit machen für die Zukunft“, sagte der 31-Jährige, der aus Sprotta stammt, derzeit in Leipzig lebt, aber künftig mit seiner Freundin in der Gemeinde leben will. Den Wahlsonntag wird er mit der Familie verbringen.

Acht Wahllokale sind in der Zeit von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Die meisten potenziellen Wähler hat Doberschütz mit 819, knapp dahinter liegen Sprotta-Siedlung mit 689 und Mörtitz mit 621. Das kleinste Walllokal hat Mölbitz, wo 137 Bürger ihre Stimme abgeben können. Barrierefrei sind übrigens drei Wahllokale: die Grundschule in Doberschütz, die Kindertagesstätte in Sprotta und die Begegnungsstätte in Paschwitz. Gemeindewahlleiter Rainer Klewe rechnet mit einem Wahlergebnis am Sonntagabend gegen 19 Uhr.

Von Nico Fliegner und Ilka Fischer

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