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Eilenburg Vogelgrippe-Virus bei totem Schwan nahe Zschepplin festgestellt
Region Eilenburg Vogelgrippe-Virus bei totem Schwan nahe Zschepplin festgestellt
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12:51 15.12.2016
In Nordsachsen gibt es einen weiteren Vogelgrippe-Fall. Quelle: dpa
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Im Altkreis Delitzsch ist erneut die Geflügelpest ausgebrochen. Wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte, habe das Friedrich-Loeffler-Institut bei einem toten Schwan an der Kiesgrube in Zschepplin das Vogelgrippe-Virus Influenza H5 nachgewiesen – es ist der zweite Fall in Nordsachsen. Bereits im November war eine tote Stockente in Delitzsch infiziert.

Sperrbezirk eingerichtet

Die Kreisbehörde hat nunmehr einen Sperrbezirk von drei Kilometern um die Gemeinde mit den Dörfern Rödgen, Steubeln, Zschepplin und Hohenprießnitz – hier der Bereich „Zur Muldenaue“ – eingerichtet. Südlich davon wurde ein sogenanntes Beobachtungsgebiet von weiteren sieben Kilometern um den Fundort des toten Schwans ausgewiesen. Es umfasst die Ortsteile der Städte Bad Düben und Eilenburg sowie der Gemeinden Schönwölkau, Krostitz, Doberschütz, Jesewitz, Laußig, Zschepplin sowie angrenzende Gemeinden im Landkreis Leipzig.

„Wichtig ist, dass es sich um einen befallenen Wildvogel handelt und keine Geflügelbestände von Kleintierhaltern oder größere Geflügelbetsände betroffen sind“, betont Landkreis-Sprecher Peter Stracke. Vorsorglich habe der Tierseuchenstab entsprechende Maßnahmen für den Schutz getroffen. Demnach seien die Gebiete mit Hinweisschildern kenntlich gemacht und verschiedene Schutzmaßnahmen festgelegt worden.

Das müssen Geflügelhalter beachten

Während im Fall der toten Delitzscher Wildente der dortige Sperrbezirk sowie Beschränkungen bereits aufgehoben wurden, müssen Geflügelhalter in den betroffenen Dörfern der Gemeinde Zschepplin ab sofort bestimmte Regeln beachten: Sie dürfen ihre Tiere nur in geschlossenen Ställen halten oder unter einer Schutzvorrichtung, die nach oben abgedeckt ist und somit das Eindringen von Wildvögeln verhindert. Außerdem dürfen sämtliches Geflügel und auch Eier nicht verkauft beziehungsweise aus dem Sperrbezirk gebracht werden. Andererseits, so die Behörde weiter, stehe „dem Verzehr der Produkte nichts entgegen, wobei Geflügelfleisch ohnehin stets gut durchgegart werden muss“. Eine direkte Gefahr für Menschen durch den für Geflügel gefährlichen Erreger bestehe nicht. Mist, Kot und Federn aus Geflügelhaltungen im Sperrbezirk seien „ausschließlich über die Tierkörperbeseitigungsanstalt Lenz zu entsorgen“.

Leinenzwang für Hunde

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt fordert zudem die Hunde- und Katzenhalter auf, ihre Tiere von toten Vögeln und von der Ufernähe von Gewässern unbedingt fernzuhalten, um Kontakte zu vermeiden; es besteht Leinenzwang. Geflügelhalter im Landkreis Nordsachsen, die ihre Haltung noch nicht beim Veterinäramt angezeigt haben, sollten dies unverzüglich nachholen. Halter von bereits angezeigten Haltungen sind wiederum aufgefordert, die Anzahl der Tiere beim Veterinäramt zu aktualisieren.Jägern ist es indes untersagt, bis zum 15. Januar Federwild zu jagen. Tot oder krank aufgefundene Wasservögel sind der Behörde zu melden.

Bundesweit gibt es rund 600 Vogelgrippe-Fälle in 13 Bundesländern.

Von Nico Fliegner

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