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Eilenburg Vom roten Stuhl aus: Herkuleskeule schwingt Lästerkeule
Region Eilenburg Vom roten Stuhl aus: Herkuleskeule schwingt Lästerkeule
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00:29 24.06.2015
Das Quartett wartete am Abend nicht nur mit gesprochenem Wort auf , sondern lästerte spielend, tanzend und singend über die Großen der Weltpolitik. Quelle: Anke Herold
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usnahmen besetzt.

Die vier Kabarettisten der Herkuleskeule waren mit ihrem Programm "VORZURÜCKZURSEITERAN" auf der Bühne zu Gast. Singend, tanzend und spielend leicht suchten sie den Sinn im Unsinn. So hielten sie schonungslos den Akteuren der großen Politikbühne den Spiegel vors Gesicht. Kaum ein Ereignis und kaum eine Entwicklung aus der derzeitigen Weltpolitik blieb von dem Quartett unkommentiert.

Auf drei überdimensional großen roten Küchenstühlen nahmen die vier Kabarettisten auf der Bühne Platz. Einer war zu viel, deshalb musste bei der Reise nach Jerusalem ein Sitzplatz erkämpft werden. "Wer schnell den Arsch hoch bekommt, kriegt auch was er will." Das war das Fazit der ersten Spielrunde. Überspitzt, provokant und polemisch - trotz allem immer gekonnt nah, aber immer noch kurz über der Gürtellinie - hauten sich die Männer und Frauen die Wörter gegenseitig um die Ohren. Wortverdrehungen, die letztlich mit enormen Wahrheitsgehalt aufwarteten, waren die Folge.

"Alle Macht geht nicht vom Volke aus, sondern dem Volke aus!", oder "Wer entscheiden darf, steht nicht zur Wahl und wer gewählt wird, der hat nichts zu entscheiden." Das sind nur wenige Beispiele, die am Abend rhetorisch geschickt unters Publikum gemischt wurden. Mehr als nur rum meckern konnten die vier Dresdner allemal und animierten die Zuhörer zum Mitmachen und Mitsingen.

Noch vor der Pause imitierte Brigitte Heinrich Deutschlands Mutti. Die Hände unter der Brust ineinandergelegt, der Kopf leicht schräg und schon war sie perfekt, die Powerfrau des Jahres Angel Merkel. Ebenso ihr Fett weg bekam die blonde Kampfdrohne Uschi, auch als Flintenuschi dem geübten Kabarettbesucher bekannt.

Liebhaber der politischen Satire sind auch die Eilenburger Annett und Frank Heller. Gemeinsam mit dem Handwerkerstammtisch hatten sie sich auf den Weg gemacht, um Kopf -und Lachmuskulatur zu stärken. Bereut haben die Hellers den Ausflug in die Eilenburger Baderscheune nicht. "Wir sind Liebhaber des spitzfindigen und politischen Humors," bekannten beide in der Pause und freuten sich schon den zweiten Teil des Abends.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.06.2015
Anke Herold

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