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Eilenburg Von 1305 auf 2318 - das ist Teilnehmerrekord
Region Eilenburg Von 1305 auf 2318 - das ist Teilnehmerrekord
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15:19 26.02.2018
Gut angekommen: Die Volkshochschule Eilenburg ist seit vorigem Jahr im ehemaligen Gymnasium ansässig. Quelle: Heike Liesaus

In den zwölf Monaten zuvor wurden 1305 in 108 Kursen registriert. Die Volkshochschule in der Muldestadt konnte somit fast 80 Prozent mehr Teilnehmer gewinnen. Die Zahl der durchgeführten Kurse stieg nahezu um das Doppelte. Eine stolze Bilanz nach dem ersten Schuljahr, das komplett am neuen VHS-Standort im ehemaligen Gymnasium am Dr.-Külz-Ring lief. Damit hatte diese Bildungsstätte endlich eigene Räume und sie zog ins Herz der Stadt.

"Die Eilenburger nehmen uns nun viel mehr wahr", stellt Liegau fest. "Wir haben auch Laufkundschaft. Das war in der Sternwarte auf alle Fälle nicht so." In die frühere Geschäftsstelle auf dem Mansberg hatten sich nur selten Besucher verirrt, um nach Kursen zu fragen. Dort war Liegau auch der alleinige Ansprechpartner und auch nicht immer vor Ort. Nun gibt des hier die Kollegen der Kreisvolkshochschule, die ihren Sitz von Delitzsch ebenfalls nach Eilenburg verlegte und jeweils Mitarbeiterinnen, die über den Bundesfreiwilligendienst beschäftigt sind. "Es ist also in der Regel immer jemand da und ansprechbar, auch wenn Besucher außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten kommen", erklärt der pädagogische Mitarbeiter.

Viele wollen sich dann über die Angebote informieren, fragen nach, was denn so in Sachen Bewegung oder Sprachen angeboten wird. Andere haben konkrete Vorstellungen, zielen auf eine bestimmte Qualifikation ab. Und es kommen auch Hinweise. "Ein schönes Beispiel: Nach unserem Computergrundkurs regte ein Teilnehmer einen regelmäßigen Treff an. Dabei kommen nun jeweils elf Senioren zusammen, die einmal im Monat einen Dozenten konsultieren", erklärt Liegau. "Im September ist dieser Kurs wieder im Angebot."

Die Bereiche Gesundheit und Bewegung sowie Sprachen stellen den Löwenanteil im Geschehen, aber besonders erfolgreich habe sich der Fachbereich Politik und Gesellschaft entwickelt. "Der ist ja an Volkshochschulen generell eher Stiefkind", berichtet Liegau über die Erfahrungen. In Eilenburg sei es aber mit viel Aufwand gelungen, viele Interessenten für gleich mehrere Veranstaltungsreihen zu begeistern. Dazu gehören die Webinare. Vorlesungen, die von anderen Volkshochschulen live per Internet und Beamer nach Eilenburg übertragen werden, bei denen es unter anderem um den obergermanischen Limes oder das alte Sanssouci ging. Ebenso fanden die kunstgeschichtlichen Vorträge von Marianne Risch-Stolz ihre Fans, verzeichneten die Veranstaltungen des Politischen Erzählcafés hohe Besucherzahlen, als es zum Beispiel um Forschungen zu vergangenen und künftigen Hochwasserauswirkungen ging. Dabei kamen eher die älteren Semester zusammen, doch die Volkshochschule erweiterte in Eilenburg ebenfalls ihre Angebote für die jüngeren. So erforschte die Kindervolkshochschule unter dem Motto "Wie funktioniert das?" die Produktion in der Sachsenquelle-Getränkefabrik und das Handwerk des Glaskünstlers Kahlo, im kommenden Semester soll es in die Fahrradwerkstatt und zur Tierarztsprechstunde gehen. "Dance Aerobic für Kids ist ebenfalls gut gelaufen", nennt Thomas Liegau ein weiteres Beispiel. "Die tänzerische Früherziehung im ersten Lebensjahr wurde gut angenommen, die fürs zweite nicht so. Es lag möglicherweise an der Veranstaltungszeit." Der Abi-Prüfungs-Vorbereitungskurs, eine Woche in den Winterferien, habe dagegen nach langen Jahren der Ignorierung wieder Interessenten gefunden.

Nun ist längst das nächste Schuljahr vorbereitet. Das Kursheft befindet sich in der Korrektur, kann in den nächsten Tagen gedruckt und dann an die öffentlichen Einrichtungen zum Auslegen verteilt werden. Zahl der angebotenen Kurse: knapp 300. Nicht alle werden stattfinden, das richtet sich nach der Nachfrage. Es muss jeweils eine Mindestteilnehmerzahl zusammenkommen. Deshalb ist es immer wichtig, sich rechtzeitig anzumelden. Für andere Lehrgänge wiederum ist das deshalb angesagt, weil sonst möglicherweise kein Platz mehr frei ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2014
Liesaus, Heike

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