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Von Resten des alten Schlosses bleibt ein Pflaster-Bild

Von Resten des alten Schlosses bleibt ein Pflaster-Bild

Zerstörungen, Umbauten, Zweifel am Wahrheitsgehalt mittelalterlicher Urkunden - Mathias Rummer vom Landesamt für Archäologie nennt dieser Tage einige Gründe dafür, weshalb es schwer ist, historische Mauern genau zu datieren.

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Archäologe Mathias Rummer und Petra Zimmermann mit der Karte, die Mauern des alten Schlosses auf dem Burgberg dokumentiert.

Quelle: Karin Rieck

Eilenburg. Der Fachmann zeigt auf einer Karte, welche Abschnitte des ehemaligen Schlosses auf dem Eilenburger Burgberg bereits vermessen und dokumentiert werden konnten. Das Kernstück: Ein Saalbau in der Front des ehemaligen Gefängnisses, das jünger ist und um 1700 errichtet wurde. Auch die noch vorhandenen Umrisse und Grundmauern des Bergfriedes, der in den 1970er-Jahren einstürzte und dessen Reste beräumt wurden, zeigten sich bei den Grabungen der vergangenen Monate für begrenzte Zeit dem fachkundigen Betrachter. Diverse Funde, beispielsweise Scherben und andere Siedlungsrückstände, würden zwar dabei helfen, so Rummer, Zeitbezüge herzustellen. Aber auch beim Sorbenturm, der als ältestes, noch vorhandenes Gebäude der Muldestadt gilt und wohl zu Beginn des 13. Jahrhunderts entstand, könne das Baujahr nicht genau beziffert werden.

Rummer hat in regelmäßigen Abständen bis zum Herbst baubegleitend ein Auge darauf, dass trotz der aktuellen Arbeiten für die Infrastruktur der neuen Herberge im alten Gefängnisgebäude vom historischen Bestand möglichst viel bewahrt wird. "Bei Bedarf wird mit den Unternehmen abgestimmt, wo Mauern für die Leitungen durchbohrt werden können", so Rummer, der sich dieser Tage wiederholt auch mit Petra Zimmermann vom Baubereich der Stadtverwaltung für Absprachen traf.

Der Baufortschritt im Umfeld des neuen Tourismusmagnetes auf dem Burgberg sei dennoch gesichert, ergänzt Petra Zimmermann. Für das erforderliche Regenrückhaltebecken musste wegen der historischen Schlossmauern, wie berichtet, ein anderer Ort gefunden werden. Sind die Erschließungsarbeiten beendet, wird der Burgberg auch künftig noch manches Geheimnisse hüten, wenn die Mauern wieder unter der Erde verschwinden. "Eine farblich gestaltete Pflasterung wird dem Besucher aber zeigen, wo sich die Mauerreste des alten Schlosses befinden", ist von Rummer und Zimmermann zu erfahren.

Die Ausschreibungen für die Gestaltung des Außengeländes der Herberge könnten Ende August, Anfang September stattfinden, blickt Zimmermann noch voraus. Über Details dazu will sie Mitte September informieren. Die Kosten müssten zudem auf den Prüfstand. "Weil die Fördermittel für das Sanierungsgebiet wohl nicht reichen werden."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.08.2015
Achim Schoenberger

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