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Von der Juni-Flut und künstlichen Korallenriffen

Von der Juni-Flut und künstlichen Korallenriffen

Sie haben beide etwas mit Wasser zu tun, die ersten Preisträger-Filme der 17. Eilenburger Amateurfilmtage (Eilaf). Dabei hätten die Szenarien wohl unterschiedlicher nicht sein können.

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Die Jury-Mitglieder Gerd Spindler und Kristina Gehrt überreichen den zweiten Eilaf-Preis 2013 an Peter Paschke (von links).

Quelle: Rainer Flöter

Eilenburg. Ging es doch einmal um das Hochwasser, das im Juni die Region heimsuchte, und im anderen Fall um die Rückkehr der Natur auf künstlich angelegte Korallenriffe.

18 Videos waren insgesamt für die Eilenburger Amateurfilmtage eingereicht worden, der kürzeste gerade mit zweieinhalb, die längsten mit 20 Minuten Dauer, der zulässigen Maximalzeit. Nachdem die vierköpfige Jury am Sonnabend insgesamt 225 Minuten Videofilm in der Station der Amateurfilmer sichtete und diskutierte, wurden sie am Sonntag in derselben Reihenfolge dem Publikum im Bürgerhaus vorgeführt. Den Zuschauern gefielen die beeindruckenden Unterwasser-Aufnahmen von Peter Paschke am besten. Seine Aufnahmen von der unglaublichen Vielfalt der Farben und Formen der Meerestiere, die oft genug wie Fabelwesen durch die blauen Tiefen schwimmen, nahmen den Betrachter immer wieder von neuem gefangen. Der Eilenburger, der bereits seit Jahren die Unterwasserwelt in südlichen Gefilden erkundet, konnte somit auch noch den Publikumspreis einheimsen.

Fast unaufgeregt und trotzdem dramatisch erzählte indessen Eckhard Bussian, wie das Wasser erst in Rinnsalen und schließlich in Strömen seinen Wohnort Löbnitz überflutete. Er begleitete Einwohner, die noch in Booten der Wasserwehr zu ihren Häusern gebracht wurden, um die Schäden anzusehen, und später die Aufräumarbeiten, findet zum Schluss sogar noch romantische Naturbilder: Lässt Schwäne mit Jungen auf dem Wasser ihre Bahnen ziehen. Seinen ersten Preis konnte er am Sonntag nicht entgegennehmen - er war im Urlaub. Und machte möglicherweise schon Aufnahmen für einen weiteren Wettbewerbsbeitrag.

Denn Reiseimpressionen nahmen erneut einen breiten Raum ein bei den Eilaf. So hatte Gerhard Lenke zum Beispiel gleich zwei Touren verwertet. Er ließ an einer Bahnreise nach Brüssel und London teilhaben. Dem Film war die Begeisterung des Eisenbahnfans anzusehen. Selbst Animations-Sequenzen, wie die von der Durchquerung des Euro-Tunnels unter dem Ärmelkanal, fehlten nicht. Der Streifen lebte auch von den authentischen Kommentaren des Autoren mit typisch Eilenburger Touch. Gleiches galt für die Fahrt nach Frankreich zum Klosterberg Mont Saint Michel und den Austernzüchtern. Da hatte sich Karlheinz Bernert seinem Thema auf andere Weise genähert. Sein Video von den Inseln im Ärmelkanal erinnerte fast an Werbefilme, die Tourismusverbände herausgeben. Er hatte es ebenfalls nicht allein dabei belassen. Ein weiterer Streifen des Eilenburgers führte weniger bekannte Sehenswürdigkeiten Islands vor.

Jutta Kowitz, Vorsitzende der Amateurfilmer, ließ hinter die Kulissen eines holländischen Frühlingsblüten-Umzugs blicken, steuerte eine weitere Arbeit mit Eindrücken vom traditionellen Brot backen bei. Der älteste Teilnehmer Gerhard Tiegel, der auf über 90 Lebensjahre zurückblickt, war erneut mit dem Fahrrad aus Bad Düben zu den Eilaf gekommen, um zu sehen, wie sein Film über die Krönung einer Heidekönigin aufgenommen wurde.

Andere zeigten, wie sie der Klang der Deutschen Tourenwagen Masters faszinierte, wie viel Action beim Landsknechte-Spektakel zum Peter und Paul-Fest in Delitzsch zu erleben ist, welche Menschenmassen zum Hoffest in Wöllmen zusammenkommen oder was sie im Sportverein erlebten. Selbst Märchen und Cowboy-Geschichten wurden erzählt. Der Döbernitzer Achim Frisch wiederum hatte eine junge Reiterin und ihr Pferd bei Ausritten in Göritz begleitet und dafür den dritten Preis erhalten. "Es ist immer wieder erstaunlich, was die einzelnen aus ihren Erlebnissen machen", bewunderte Jury-Mitglied Gerd Spindler, der selbst bereits seit 1975 bei der Amateurfilmgemeinschaft, die das Eilaf-Festival alle zwei Jahre veranstaltet, mitwirkt, einmal mehr das Spektrum der eingereichten Arbeiten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.11.2013
Liesaus, Heike

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