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Eilenburg Wahlforum im Haus VI: Jugend zeigt Eilenburgs OB-Kandidaten die kalte Schulter
Region Eilenburg Wahlforum im Haus VI: Jugend zeigt Eilenburgs OB-Kandidaten die kalte Schulter
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00:17 26.05.2015
Quelle: lox
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Eilenburg

Die Zahl der Gäste war überschaubar, auch ihr Alter lag zumeist weit über der Jugendgrenze. Die Moderatoren jedoch zeigten sich bestens vorbereitet, hakten unverdrossen nach.

Was heißt es zum Beispiel, wenn Steffi Schober, die für die CDU antritt, mehr "Miteinander" will? Wie will Jürgen Clauß, Kandidat der Linken, seine sozialen Forderungen finanzieren? Einig waren sich die Bewerber in vielen Dingen: bei der Forderung nach mehr Bürgernähe und darüber, dass Wirtschaft letztlich Grundlage des Lebens in der Stadt sei. Aber die Moderatoren verstanden es, Unterschiede hörbar zu machen: Da zweifelte zum Beispiel Ralf Scheler, der als unabhängiger Kandidat ins Rennen geht, ob ein ausgeglichener Haushalt das A und O sei, wenn es darum ginge, vom Leipziger Speckgürtel zu profitieren und Neuansiedlungen vorzubereiten. "Die Schwarze Null im Haushalt und Investitionen schließen sich nicht aus", hielt SPD-Kandidat Torsten Pötzsch dagegen. Jugendratschef Willy Krause sprach direkt an: Es gebe doch sicher Differenzen zwischen der Wirtschaft, die Scheler, als Geschäftführer bei Schlüssel Kratzsch und ehemaliger Präsident der Leipziger Handwerkskammer vertritt, und der Linken? "Ich bin selbst Unternehmer. Aber ich weiß: Mein Geld kann ich nur einmal ausgeben", so Clauß, Inhaber von Studienkreis-Filialen.

Die Haltung gegenüber Asylkritikern war ebenso Thema wie die Unterstützung von Bildung und welche Priorität der Finanzierung von Jugendarbeit eingeräumt wird. Und natürlich wurde zur Arbeit mit dem Jugendrat nachgefragt: "Die Verwaltung sollte den Rat über aktuelle, die Jugend betreffene Angelegenheiten informieren", so Clauß. Scheler merkte an, dass der Jugendrat auch Kommunikation über Stadtpolitik in der Jugendszene anstoßen sollte. Steffi Schober stellte fest, dass der Aufgaben-Bereich des neu gegründeten Jugendrats, nachdem sie anfänglich Bedenken hatte, akzeptabel sei. Nun fehle es noch an der Umsetzung. Pötzsch war dafür, ein kleines Budget zur Verfügung zu stellen, über dessen Verwendung frei entschieden werden kann.

Die vier OBM-Kandidaten werden ab Dienstag in einer Serie in der LVZ noch einmal ausführlich vorgestellt. Am 28. Mai sind sie bei der Kreishandwerkerschaft ab 18 Uhr und beim Nordsachsen-TV-Wahlforum am 2. Juni ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus zu erleben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.05.2015
Von Heike Liesaus

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