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Eilenburg Wahlparty in Doberschütz: Süße Überraschung für Sieger Roland Märtz
Region Eilenburg Wahlparty in Doberschütz: Süße Überraschung für Sieger Roland Märtz
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08:16 14.03.2017
Roland Märtz bedankt sich bei seiner Frau isabel für die Glückwünsche und die Unterstützung. Quelle: Ilka Fischer
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Doberschütz

Ausgerechnet im Keller des Gemeindeamtes ging es für den alten und neuen Doberschützer Bürgermeister Roland Märtz (CDU) emotional hoch hinaus. Ab 18 Uhr trafen im Versammlungsraum am Sonntag zunächst immer mehr Freunde, Wegbegleiter und Familienmitglieder ein. Der 57-Jährige schenkte mit Sohn André fleißig Wasser, Sekt und Bier aus, wehrte aber zugleich vorfristige Glückwünsche ab. „Wir müssen noch das amtliche Ergebnis abwarten“, war sein Standardsatz der Stunde. 19.20 Uhr war es dann soweit und Wahlleiter Rainer Klewe verkündete: „... und damit ist Roland Märtz als Bürgermeister gewählt.“

Erleichterung bei Märtz

Diese Worte gingen gleichermaßen im tosenden Beifall und den quasi hörbar zu Boden plumpsenden Steinen der Erleichterung unter. Denn die inzwischen sechste Wahl als Bürgermeister war für Märtz alles andere als eine selbstverständliche. Früh zeichnete sich ab, dass es mit dem Einzelkandidaten Sebastian Vieweg (31, parteilos), anders als noch mit Kathrin Niedermanner, die vor sieben Jahren für die SPD 17 Prozent der Stimmen holte, einen sehr ernstzunehmenden Gegenkandidaten gab. Hinzu kam die bundespolitische Großwetterlage, die CDU-Kandidaten statt dem gewohnten Rücken- derzeit eher Gegenwind beschert. 73,43 Prozent Wahlbeteiligung und damit 15  Prozentpunkte mehr als noch vor sieben Jahren sind ein Beleg, dass dies auch die 3440 Wahlberechtigten so sahen. Es war knapp, am Ende hat es aber für Roland Märtz gereicht.

„Ein Roland Märtz wäre nicht, was er ist, wenn er nicht so viele Freunde hätte“, dankte der frisch gewählte Bürgermeister nach etlichen Umarmungen, Handschlägen und Schulterklopfern. Er hob hervor: „Der Wahlkampf ist Geschichte, wir müssen jetzt nach vorne schauen. Ich hoffe, dass ich auch die Ortsteile, die ich nicht gewinnen konnte, zu einer Gemeinde zusammenführen kann.“

Vieweg schließt erneute Kandidatur nicht aus

Sebastian Vieweg, der dem Bürgermeister noch am Sonntagabend kurz persönlich gratulierte, zeigte sich als fairer Verlierer. „Der Wahlkampf war sehr intensiv und es dauert sicher noch einige Tage, bis das Ganze gesackt ist“, so der 31-Jährige, der in seinem Job als Projektentwickler tätig bleibt. Mit Paschwitz, Mölbitz, Sprotta und Sprotta-Siedlung holte er immerhin in vier von acht Wahllokalen die Mehrheit. Dass sein Kontrahent in Doberschütz vorne liegen würde, war anzunehmen, so seine Wahlanalyse. Doch gerade in Mörtitz, wo Märtz mit knapp 68 Prozent sein bestes Ergebnis holte, hätte er einen wesentlich knapperen Ausgang erwartet. Vieweg schloss nicht aus, in sieben Jahren erneut zur Wahl um das Bürgermeisteramt anzutreten.

Glückwünsche

Ob es dann noch einmal gegen Roland Märtz geht, darauf legte sich dieser nicht fest. Er war Sonntag vollauf beschäftigt, die zahlreiche Glückwünsche entgegenzunehmen. Am lautesten waren die von René Petersohn, Wehrleiter der Feuerwehr Battaune, der mit Kameraden mit einem kräftigen Gut Wehr gratulierte und den „immer ehrlichen Umgang miteinander“ lobte. Die Glückwünsche von dem CDU-Abgeordneten in Bund und Land, Marian Wendt, Jörg Kiesewetter und Volker Tiefensee, sowie die vom Landrat Kai Emanuel (parteilos) erfolgten dann wieder in gewöhnlicher Lautstärke. „Ich freue mich, dass so viele Doberschützer gewählt haben und auch, dass wir nun mit Roland Märtz weiter so gut zusammenarbeiten können“, sagte Emanuel.

Auf Letzteres hofft auch Eilenburgs Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos). „Ich kenne so einen harten Wahlkampf ja aus eigenem Erleben. Umso schöner ist es, wenn man es geschafft hat“, sagte Scheler. Isabel Märtz, die ihren Mann sehr intensiv im Wahlkampf unterstützt hat und ihm den Abend mit selbst gemachten Pralinen versüßte, bekannte verschmitzt: „Es ist toll, dass er jetzt weiter Bürgermeister bleibt, denn zwei Steinböcke zu Hause, das geht ja nicht.“ Sein 32-jähriger Sohn Jens, frisch promovierter Mediziner, freute sich mit seinem Vater. „Sein Bürgermeistersein hat mich ja die ganze Kindheit über begleitet. Ich bin einfach stolz auf ihn.“

Von Ilka Fischer

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