Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Wald-Tüv für die Dübener Heide: Prüfer kontrolliert Forstrevier bei Doberschütz
Region Eilenburg Wald-Tüv für die Dübener Heide: Prüfer kontrolliert Forstrevier bei Doberschütz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 13.12.2016
Niels Plusczyk, Prüfer im Auftrag des Tüv-Rheinland, die beiden Waldbarbeiter Achim Haubus und Reiner Jost sowie Forstbezirksleiter Jan Glock (von links) im Gespräch im Revier Schöneiche bei Doberschütz. Quelle: Steffen Brost
Anzeige
Doberschütz

An zwei Tagen fand jetzt im Forstbezirk Taura ein sogenanntes Vor-Ort-Audit statt. Dahinter verbirgt sich eine Prüfung durch ein unabhängiges Zertifizierungsunternehmen des Tüv Rheinland. Dabei wird kontrolliert, ob sich bei der Bewirtschaftung des Waldes an die Vorgaben und Standards des Programms For the Endorsement of Forest Certification Schemes, kurz PEFC, gehalten wird und ob diese umgesetzt werden. „Wir kontrollieren damit, ob ein Waldbesitzer weiterhin berechtigt ist, das Zertifikat PEFC zu tragen oder ob über einen Entzug nachgedacht werden muss“, erklärt Saskia Petzold, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im Forstbezirk Taura.

Prüfer im Wald bei Doberschütz

Niels Plusczyk ist Prüfer im Auftrag des Tüv Rheinland und nahm sich in diesem Jahr das 1760 Hektar große Revier Schöneiche bei Doberschütz vor. Bei Förster Andreas Hentzschel ist derzeit Holzernte. „Ich werde mir die Arbeiten anschauen und genau unter die Lupe nehmen“, so der Prüfer. Vor Ort arbeiteten Reiner Jost und Achim Haubus mit ihren schweren Waldmaschinen. Mittels Holzvollernter und Rückezug wird das Holz aus den Wäldern geholt und später zu Europaletten verarbeitet. Pluszyk kontrollierte unter anderem die Ausstattung der Fahrzeuge. „Ich schaue nach, ob beispielsweise das Notfallset gegen Ölaustritt auf den Fahrzeugen ist. Außerdem müssen sämtliche Papiere dabei sein, wo beispielsweise wichtige Dinge wie Notfallnummern bei einem Unfall stehen“, so Plusczyk weiter.

Nachhaltige Waldbewirtschaftung

Auf den Fahrzeugen von Haubus und Jost ist alles vorhanden und der Prüfer zufrieden. „Die Überprüfung der Einhaltung der Zertifizierungsvorgaben erfolgt normalerweise alle paar Jahre. Nicht so bei Sachsenforst. Hier überprüfen wir jedes Jahr aufgrund der Größe. Allerdings nehmen wir dabei nicht immer jeden Forstbezirk unter die Lupe, sondern suchen abwechselnd aus“, sagt Plusczyk weiter. Kontrolliert wird ganzheitlich. Die Prüfungen finden sowohl im Innen- als auch im Außenbereich statt. Im Innenbereich legt Plusczyk wert auf Ausschreibungen und Vergaben. Im Außenbereich kontrolliert er unter anderem die Arbeitsbedingungen der Waldarbeiter, Arbeitsschutz und -sicherheit, ob umweltverträgliche Stoffe wie Bioöl eingesetzt werden oder wie pfleglich mit den Beständen und dem Waldboden umgegangen wird.

Egal ob für Möbel, Dachstühle, Papier oder Hackschnitzel zur Wärmeerzeugung – der Rohstoff Holz wird täglich benötigt. Damit der Vorrat erhalten bleibt und das Holz nie ausgeht, betreibt Sachsenforst seit vielen Jahren eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Um die Bewirtschaftung einer öffentlichen Prüfung zu unterziehen, hat sich der Staatswald des Freistaates schon vor einigen Jahren nach PEFC zertifizieren lassen. „Den Wald-TÜV gibt es seit 1999. Er ist eines der wichtigsten Zertifizierungssystem in Deutschland. Durch unabhängige Prüfer wird die Nachhaltigkeit und die Einhaltung der vorgegebenen Standards kontrolliert. Rund zwei Drittel der deutschen Wälder sind bereits zertifiziert“, so Petzold.

Von Steffen Brost

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Gibt es Schwarzbauten am Grünen Fink? Nicht allein der Bebauungsplan für das neue Wohngebiet im Eilenburger Osten steht in der Diskussion. Tatsächlich sollen einige nach der Wende entstandene Bauten dort illegal sein.

14.12.2016

Birgit Rabe ist in Eilenburg seit über zehn Jahren im Geschichts- und Museumsverein sowie als Stadt- und Naturparkführerin aktiv. Dafür wurde sie jüngst von der sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Maria Stange, ausgezeichnet.

11.12.2016

Peter Steinberg will künftig im Eilenburger Ratskeller kochen. Er und Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) haben die Unterschriften unter den Pachtvertrag gesetzt. Ab 1. April wird es wieder gutbürgerlich unterm Rathaus.

10.12.2016
Anzeige