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Eilenburg Waldjugendspiele im nordsächsischen Torfhaus eröffnet
Region Eilenburg Waldjugendspiele im nordsächsischen Torfhaus eröffnet
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12:55 16.05.2018
Wettnageln in weichem und hartem Holz. Lehrmeister Philipp Henzschel zeigt den Schülern, wie das Holz beschaffen ist. Quelle: Steffen Brost
Torfhaus

In den nächsten Wochen lernen über 600 Mädchen und Jungen aus Torgau, Delitzsch, Rackwitz und Burkhartshain das Einmaleins des Waldes. Sachsenweit sind es über 6000.

Kinder in Aktion – in Torfhaus (Gemeinde Mockrehna) sind die Waldjugendspiele eröffnet worden.

Den Auftakt machte die Grundschule Am Rodelberg aus Torgau. Am Donnerstag sind die Mädchen und Jungen der Rosenwegschule Delitzsch sowie der Grundschulen Rackwitz und Burkhartshain dran. „Ein Tag im grünen Klassenzimmer Natur ist sehr spannend. Auch in diesem Jahr haben wir es trotz der vielen Sturmschäden in unseren Wäldern wieder geschafft, diese Spiele zu organisieren“, sagte Forstbezirksleiter Jan Glock.

Baumarten bestimmen

Ungeduldig warteten die Mädchen und Jungen auf die Einteilung in kleine Teams. Insgesamt zehn Gruppen machten sich auf die rund drei Kilometer lange Rundstrecke durch den Wald. Insgesamt galt es zehn Stationen zu absolvieren. So mussten Baumarten bestimmt werden, die Schüler erfuhren alles rund um den Brandschutz im Wald, woanders ging es um die Jagd, es wurden Tiere im Wildenhainer Bruch beobachtet, Holz transportiert und vieles mehr.

Schüler finden Aktionen toll

„Ich finde diese Waldjugendspiele ist eine ideale Ergänzung zum Unterricht. Mal einen Tag raus in die Natur macht den Kindern viel Spaß. Es ist ein lebendiger Unterricht“, freute sich Lehrerin Elke Trinks. Und auch die Schüler sind begeistert: „Das macht riesigen Spaß und ist nicht so langweilig wie Mathe“, sagt die neunjährige Natalie. Ein paar hundert Meter weiter erklärte Revierförster Jens Ehmisch der Gruppe „Witziger Hase“ alles rund um die Waldarbeit. „Mit Packzangen lassen sich kleinere Stämme leichter mit der Hand transportieren und ein Messschieber ermittelt den Durchmesser der Stämme.“ Um Geschwindigkeit und Wissen ging es beim Wettnageln und der Baumartenbestimmung. Hier hatte Lehrmeister Philipp Henzschel das Sagen. Geduldig erklärte der 31-Jährige die verschiedenen Gehölze.

Bis zum Mittag absolvierten die Grundschüler am Mittwoch in Torfhaus weitere Stationen wie eine Taststrecke, Zapfenzielwerfen und konnten auch ihre eigene Kreativität an einer neuen Station ausleben. „Das Gestalten eines Bilderrahmens mit Foto und Materialien aus dem Wald ist in diesem Jahr neu. Hier soll die Fantasie angeregt werden. Die Kinder haben dabei die Aufgabe, während ihres Aufenthalts im Wald Naturmaterialien zu sammeln. Diese werden anschließend pro Gruppe zu einem Bild im Bilderrahmen vereinigt und verewigt. Dazu kommt noch ein Foto und alles dürfen die Schulen als Erinnerung mitnehmen“, erklärte Saskia Petzold, Sprecherin des Forstbezirkes Taura.

Von Steffen Brost

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