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Wann kommt der Deich? Einwohner von Hainichen bei Eilenburg bangen weiter

Hochwasserschutz Wann kommt der Deich? Einwohner von Hainichen bei Eilenburg bangen weiter

In Hainichen bei Eilenburg sorgen sich die Einwohner weiter um den Hochwasserschutz. Geplant ist ein Flügeldeich, doch noch ist nicht abzusehen, wann der kommt. Die Bürger hoffen und bangen. Und sie wundern sich, dass es in anderen Gemeinden an der Mulde viel schneller mit dem Hochwasserschutz geht.

Blick auf das Muldedorf Hainichen.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Kommt der Flügeldeich? Und wann? Die Einwohner von Hainichen bangen weiter um ihren Hochwasserschutz. „Ich halte die jetzigen Zeichen für hoffnungsvoll“, erklärte dagegen Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) in der Ortschaftsratssitzung der Ortsteile. „Ich stehe im Kontakt mit der Landestalsperrenverwaltung und mit der Landesdirektion: Die Unterlagen und Zuarbeiten von der LTV sind nun soweit erstellt und stehen kurz vorm Weiterreichen.“ Somit könnten sie von der Genehmigungsbehörde, der Landesdirektion (LD), bearbeitet werden. „Ich gehe davon aus, dass wir im Zeitplan liegen“, stellte Scheler fest. Der zuletzt avisierte Baubeginn im Jahr 2018 sei zu halten.

Baufahrzeuge rollen noch lange nicht

Der OBM bat die Anlieger erneut um Geduld, die Bearbeitung im Genehmigungsverfahren abzuwarten. Von den sechs Monaten ist gerade die Hälfte der Zeit um. Er hielt sein Versprechen, über den Gang der Dinge zu informieren. Aber es wird noch lange dauern, bis das erste Baufahrzeug für dieses Projekt anrollt. So lösten die neuesten Nachrichten bei den Hainichern keine Freude aus. Bis zum Bau-Termin kann einfach noch zu viel Wasser die Mulde hinab und im Hochwasserfall bis zu ihren Häusern fließen. Außerdem war der Start schon mehrfach verschoben worden. „Es hieß doch schon mal, dass Baubeginn gerade jetzt, Ende 2016, sein sollte“, erinnerte sich einer der Versammelten. Und andere Orte sind weiter, gerade war in der Zeitung von den Hochwasserschutzdämmen zu lesen, deren Bau in Gruna startete und bei Löbnitz vollendet wurde. „Da geht es um Kilometer. Ich kann nicht verstehen, warum es bei uns nicht weitergeht. Hier handelt es sich gerade mal um 300 Meter“, sagte eine Anwohnerin.

Die Einwohner sorgen sich vor allem um die Überflutung ihrer eigenen Häuser, die 2002 passierte und der sie 2013 nur knapp entgangen waren. „Aber trotzdem nützt doch der ganze Hochwasserschutz Eilenburgs nicht, wenn das Wasser von hier aus zurücklaufen kann“, so die Argumente. Scheler betonte erneut, dass zum einen nicht allein in Eilenburg gebaut werden könnte und dass Zeit für das Genehmigungsverfahren gebraucht wird. „Unkontrollierte Reaktionen können jetzt eher etwas kaputt machen, als der Sache dienlich sein.“

Von Heike Liesaus

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