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Eilenburg Warum Kristiane "Kristi" Schwarz nicht loslassen kann
Region Eilenburg Warum Kristiane "Kristi" Schwarz nicht loslassen kann
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14:24 19.05.2015
Kristiane Schwarz (rechts) gibt im Eilenburger Modehaus Fischer jetzt Stück für Stück Verantwortung an Melanie Thieme ab. Quelle: Wolfgang Sens

Zwar wurde die langjährige Eilenburger Filialleiterin jüngst bei der traditionellen Modenschau der Frühjahrs- und Sommerkollektion offiziell als Chefin und in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedet. "Zwei Tage in der Woche, dienstags und donnerstags, arbeite ich aber noch weiter. Vor allem, um mich nach wie vor um meinen Kundenstamm zu kümmern, der mir über all die Jahre ans Herz gewachsen ist und der uns treu bleiben soll. Auch der Beitrag zum Einkauf für Damenoberbekleidung in den sechs kleineren Fischer-Häusern zwischen Altenburg und Meißen macht mir viel Spaß", so die agile, attraktive Anfangsechzigerin.

Schon ihre Erscheinung verrät: Die gelernte Handelsfachwirtin versteht nicht nur was von ihrem Fach, sondern auch viel davon, wie man sich schick kleidet und seinen Typ vorteilhaft betont. "Ich bin ehrlich zu den Kunden, sage ihnen auch, was nicht zu ihnen passt, berate typgerecht." Gerade das habe ihr, so Schwarz, einen sehr guten Umsatz gebracht. "Und ich freue mich natürlich, wenn immer wieder nach mir gefragt wird." Insofern durfte sie in letzter Zeit auch immer wieder diverse Anmerkungen und die damit verbundene Überraschung, das Rentenalter sehe man ihr doch gar nicht an und dass es doch nicht sein könne, dass sie schon soweit sei, durchaus genießen.

In dieser Woche darf Kristiane Schwarz erst einmal Urlaubstage fernab der Region in der Dominikanischen Republik mit einer Freundin genießen und "alles das tun, was Frauen Spaß macht". Denn ihr Mann ist auch noch voll berufstätig, hat bislang nicht die Arbeitslücken, um mit allen Reiseplänen seiner Frau mithalten zu können. Doch er gönne ihr die Eigenständigkeit, freut sich Schwarz, die in Waldsteinberg bei Naunhof zu Hause ist und bei Fischers noch mithelfen will, so lange es die Kraft und eine gute Gesundheit gestatten.

Irgendwie ist die Fischer-Familie wohl auch so etwas wie eine Heimstatt für sie, ist aus den Worten der Modekennerin heraus zu hören. Die trotzdem lernen muss, seit Anfang März Stück für Stück Verantwortung an ihre Nachfolgerin Melanie Thieme abzugeben. Die 26-Jährige, so Schwarz, vertraue in ihrer Einarbeitungsphase durchaus auf die Erfahrungen der älteren Kollegin. "Wir kommen gut miteinander aus", lobt die Ex-Chefin. Die auch für ihre anderen fünf Kolleginnen viel Lob hat: "Alle geben sich hier viel Mühe, sind ebenfalls umsatzstark."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.04.2015
Von Karin Rieck

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