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Eilenburg Warum ruht der Deichbau zwischen Mörtitz und Laußig?
Region Eilenburg Warum ruht der Deichbau zwischen Mörtitz und Laußig?
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05:51 06.06.2018
Der Deich zwischen Mörtitz und Laußig ist inzwischen überall so gespundet. Quelle: Thomas Jentzsch
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Mörtitz

Bei dem rund zehn Millionen Euro teuren Deich von Mörtitz über Gruna bis nach Laußig herrscht noch bis zum 16. Juli Pause. Wie Stefan Hain, Projektleiter für die zuständige Landestalsperrenverwaltung (LTV) informierte, ist bei dem im Herbst 2016 begonnenen Vorhaben der Deich auf seiner Gesamtlänge von acht Kilometern mit Spundwänden stabilisiert. Dennoch, so informierte er, werden nach der naturschutzrechtlichen Sommerpause weiterhin Baufahrzeuge nach Mörtitz rollen. „Wir müssen hier noch zwei Deichüberfahrenten herstellen, den Deichverteidigungsweg instandsetzen und an der Schadstelle bei Mörtitz noch Oberboden auftragen“, so Hain. Zum Schluss soll dann auch noch begrünt werden.

Die Anlieger zwischen Mörtitz und Laußig sind damit aber schon jetzt wieder vor einem Hochwasser geschützt, wie es statistisch alle 25 Jahre auftritt. Bei einem noch größeren Hochwasser wird der Deich zwar überströmt, bleibt aber standhaft.

Ringdeich Gruna

Ausgespart wurde bei diesem Projekt die Ortslage Gruna. Die 175 Einwohner zählende Ortschaft soll mit einem Ringdeich geschützt werden. Allerdings reichten die von der LTV vorgelegten Planungen in Sachen Naturschutz der Genehmigungsbehörde nicht aus. Sie forderte im Vorjahr weitere artspezifischen Kartierungen in diesem Bereich, die bei bestimmten Brutvögeln aber erst jetzt möglich waren. Erst nach deren Auswertung wiederum können dann die naturschutzfachlichen Unterlagen überarbeitet und neu eingereicht werden. Der Genehmigungsprozess zieht sich damit weiter hin. Ein Baubeginn vor 2020, so die ernüchternde Prognose, ist damit aus derzeitiger Sicht nicht realistisch.

Beim Fährhaus Gruna, wo die Arbeiten am dortigen Ringdeich kurz vor der Fertigstellung aus Naturschutzgründen abgebrochen werden mussten, hat sich die LTV mit der Gastronomin darauf verständigt, dass die Restarbeiten nicht sofort im Sommer, sondern erst nach der Sommerferienzeit im September erledigt werden.

Von Ilka Fischer

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