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Wasser steht noch bis zum Hals

Wasser steht noch bis zum Hals

Den meisten der über 300 Einwohner der beiden Dörfer Ober- und Niederglaucha in der Gemeinde Zschepplin steht das Wasser nach wie vor sprichwörtlich bis zum Hals.

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Eine liebevoll hergerichtete Tafel in Glaucha spricht für sich.

Quelle: Karin Rieck

Glaucha. Auch wenn auf den ersten Blick - von einigen Wiederaufbau-Spuren abgesehen - nicht mehr viel zu sehen ist von der Hochwasserkatastrophe, die die Orte an der B 107 zwischen Wellaune und Eilenburg nach elf Jahren Anfang Juni ein zweites Mal heimsuchte. Neben dem nahen Gruna in der Gemeinde Laußig auf der anderen Mulde-Seite traf es Glaucha in der Region mit am Schlimmsten. Wochen später spielen sich die Probleme eher hinter den Zäunen und Mauern ab. Das ergibt eine erneute Stippvisite in dieser Woche.

Seit Kurzem treffen sich Glauchaer, die über ihre Sorgen reden wollen, freitags ab 18 Uhr im Landhaus Böhm in Niederglaucha an der Ortsdurchfahrt der B 107. Die zurzeit bekanntlich keine mehr ist, weil die Straße nach der Flut repariert werden muss. Neben dem Gesprächbedarf in einer Art "Selbsthilfegruppe der Flutopfer" geht es beim Bürgertreff auch um den Erfahrungsaustausch und aktuelle Informationen. Etwa 10 bis 15 Einwohner würden die Einladung bislang annehmen. Auch Frank Pöhler, Chef des Verwaltungsverbandes Eilenburg-West, dem Zschepplin angehört, hätte sich die Sorgen bereits angehört und mitgenommen. "Es geht uns dabei nicht nur um die eigene Betroffenheit", betonen Schlossermeister Thomas Hartmann (46) und Schornsteinfegermeister Mario Gräfe (36) in Oberglaucha. Betroffen seien fast alle Glauchaer und viele Probleme zu lösen: Beispielsweise Widersprüchliches beim Hochwasserschutz, in dessen künftige Planungen die Bürger stärker einbezogen werden wollen. "Wir sorgen uns darum, dass irgendwann alles zum Alten zurückkehrt und wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden", so Hartmann. Er hat die Befindlichkeiten der Glauchaer dieser Tage außerdem Sachsens Ministerpräsident Tillich geschrieben und hofft alsbald auf Antwort. "Wir sehen eigentlich nicht ein, dass wir uns jetzt verschulden sollen, um Flutschäden zu beseitigen, die wir nicht verschuldet haben", sieht Gräfe die aktuellen staatlichen Hilfsprogramme eher skeptisch. "2002, da waren wir noch kopflos, haben aber Erfahrungen gesammelt, die jetzt vergleichsweise manches in ein anderes Licht rücken", sind sich die beiden Handwerksmeister einig. So würden bei Hilfsangeboten und Spendenbereitschaft gegenüber 2002 Welten liegen.

Mehr im Lokalteil

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.07.2013

Rieck, Karin

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