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Wechsel an der Spitze des Eilenburger DRK

Nachfolger Wechsel an der Spitze des Eilenburger DRK

Tobias Hentschel wird ab 1. April Geschäftsführer beim Kreisverband Eilenburg des Deutschen Roten Kreuzes und damit Nachfolgerin von Karin Schreiber. Die 63-Jährige geht in den Ruhestand. Hentschel war bis vor Kurzem Leiter der Rettungswache.

Karin Schreiber übergibt die Geschäftsführung an Tobias Hentschel.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. „Das Schönste am DRK ist, dass man Menschen helfen, dass man sie begleiten kann, von der Kinderkrippe bis ins hohe Alter“, sagt Karin Schreiber. Sie muss es wissen, sie ist Geschäftsführerin beim Kreisverband Eilenburg des Deutschen Roten Kreuzes. Aber nur noch in dieser Woche. Geplanter Wechsel an der Spitze: Ab 1. April ist Tobias Hentschel Geschäftsführer der Organisation, deren Geschicke Karin Schreiber bisher verwaltete. Die 63-Jährige geht in den Ruhestand. Bis vor Kurzem war Hentschel Leiter der Rettungswache, die nun von Matthias Pannier geführt wird.

Obwohl die Noch-Amtsinhaberin und ihren Nachfolger 17 Lebensjahre trennen, betrachten beide die Ereignisse um die Muldeflut 2002 als die einschneidenden in den vergangenen Jahren: die Kindertagesstätte Schwalbennest, das Pflegeheim in der Walter-Stöcker-Straße, die Geschäftsstelle selbst mit der Rettungswache in der Bernhardistraße befanden sich im überfluteten Gebiet, mussten anschließend saniert werden. Die Rettungswache wurde im Jahr 2005 in den hochwassersicheren Stadtteil Berg an die Klinik des Kreiskrankenhauses verlegt. „In dieser Zeit flossen viele Fördermittel und Spenden des DRK. Außerdem waren wir Koordinationsstelle für die Spendenverteilung an die Bevölkerung, da ging es jeweils ebenfalls um Tausende“, erinnert sich Karin Schreiber.

Neue Strukturen

Noch um einiges weiter zurück liegen die Ereignisse nach der Wiedervereinigung. Damals waren die Sparten vom Blutspende- bis zum Rettungsdienst in den neun Strukturen unterm Dach des DRK erst wieder neu aufzubauen. Der Bereich Jugendarbeit kam dazu. Auch die Kräfte, die damals in großem Umfang über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) beschäftigt wurden, waren zu verwalten. „Es wurden deshalb mehr Leute in der Verwaltung gebraucht“, erzählt Karin Schreiber. So kam die Betriebswirtin zum DRK. Wo sie seit 2008 auch im Vorstand mitarbeitete. Am 1. Januar 2011 wurde sie Geschäftsführerin. „Zudem spielt das Ehrenamt bei uns eine große Rolle: Wasserwacht, Jugend-Rotkreuz, die Katastrophenschutzeinheit mit dem Kreisauskunftsbüro.“ Auch für alle freiwilligen Helfer soll Infrastruktur und Ausrüstung beschafft und vorgehalten werden. Unterm Dach der Geschäftsstelle ist zudem die Anlaufstelle zu finden, wo Kleider-Spenden abgegeben werden können und sich Bedürftige mit Secondhand-Sachen versorgen können.

Bestehendes bewahren

Tobias Hentschel (46) hatte bereits vor der Wiedervereinigung 1989 als Rettungssanitäter angefangen. Das Vorbild seines Vaters, der bereits im Rettungsdienst arbeitete und später als Vorgänger von Karin Schreiber der Verbands-Geschäftsführer war, wirkte offenbar. Aber erst einmal hatte er die Lehre als Instandhaltungsmechaniker im Eilenburger Chemiewerk absolviert. „Das ging nicht anders. Rettungssanitäter war damals kein anerkannter Berufsabschluss“, erklärt Tobias Hentschel, der seit 1998 Leiter der Rettungswache war. „Wichtig ist nun, dass das Bestehende gut erhalten wird. Dafür haben wir auch unser Qualitätsmanagement“, schätzt Karin Schreiber für die Zukunft ein. Ihr Nachfolger stimmt zu: „Und es wird immer schwieriger sein, motivierte Fachkräfte zu finden. Denn damit haben wir jetzt schon zu kämpfen.“

Von Heike Liesaus

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