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Eilenburg Wege-Zoff im Eilenburger Osten: Jetzt soll es einen Vor-Ort-Termin geben
Region Eilenburg Wege-Zoff im Eilenburger Osten: Jetzt soll es einen Vor-Ort-Termin geben
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09:40 09.06.2016
Den Trampelpfad an der Torgauer Straße 45 hat die Wohnungsgenossenschaft mit einer neuen Grünfläche geschlossen Quelle: Kathrin Kabelitz
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Eilenburg

Die Differenzen um neuerdings abgesperrte Wege in der Torgauer Landstraße im Eilenburger Osten, die als Abkürzung genutzt werden, haben die Bürgerfragestunde des Eilenburger Stadtrates erreicht.

Jeannette Schabehorn, Anwohnerin der Hermann-Michaelis-Straße, hatte ihren und den Ärger von Nachbarn, Umwege in Kauf nehmen zu müssen und zusätzlichen Gefahren ausgesetzt zu sein, zuerst in die Öffentlichkeit gebracht. Wiederum warf sie der Stadtverwaltung vor, Barrieren zu errichten, statt zu entfernen, „wie es die Behindertenrechtskonvention auch von Eilenburg fordert“. Andere Betroffene, auch Stadtrat Torsten Pötzsch (SPD), bezweifelten, ob die Errichtung von Zaun und inzwischen verschlossenem Tor an der Michaelis-Straße den Garagenkomplex in diesem Bereich wirklich sicherer vor Langfingern machen.

Denn die Zufahrt bleibt offen. Und auch die Umzäunung soll Schlupflöcher aufweisen. Eher würde das Sicherheitsgefühl der Garagennutzer, darunter vor allem Frauen, bei Dunkelheit und an einer verschlossenen Tür verschlechtert. Und mehr Sicherheit sei eher durch mehr Passanten gegeben, so Pötzsch.

Zweite Abkürzung wurde verbaut

Zusätzlich verbaute ein Grünflächen-Projekt im Hof der Torgauer Straße 45, mit dem der Eigentümer, die Wohnungsgenossenschaft Eilenburg (WGE), Park- und Wäschetrockenplatz für Passanten schließen wollte, eine zweite Abkürzung. Bekanntlich auf Wunsch der Bewohner. Vor dieser Baumaßnahme und der Errichtung des Dammes habe es schon einmal eine andere Variante gegeben, so ein weiterer Bürger. Und empfahl der WGE einen Blick in alte Protokolle. Thomas Meinhardt vom WGE-Vorstand verteidigte das Projekt und die Eigentümerrechte der Genossenschaft. Unterbreitete allerdings das Angebot, parallel zu den Fahrzeug-Stellplätzen einen öffentlichen Weg zu prüfen. „Da ist noch Platz.“

Ein Vorschlag, mit dem sich Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) „sehr anfreunden“ konnte. Ein Ortstermin mit allen Beteiligten sollte zeitnah vereinbart werden. Sein Verständnis galt zwar jahrzehntelangen Gewohnheiten. Er verteidigte aber auch die Aktivitäten der Stadtverwaltung und respektierte die des Nachbar-Eigentümers WGE.

Zum umstrittenen Zaun sagte er, hier solle zunächst „für eineinhalb bis einem Jahr ein Praxistest stattfinden“ und die Problematik dann noch einmal auf den Prüfstand. Dem Wunsch, in dieser Zeit das Tor im Zaun nicht zu verschließen, wurde nicht entsprochen. Wer bei Wem dafür und aus welchem Grund einen Schlüssel bekommt, werde vor Ort mit einem Plakat schon seit einiger Zeit erklärt.

Von Karin Rieck

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