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Wehe, wenn sie losgelassen: So feiern Nordsachsens Frauen Weiberfastnacht

Partyspaß Wehe, wenn sie losgelassen: So feiern Nordsachsens Frauen Weiberfastnacht

In Bad Düben, Eilenburg, Delitzsch und Dahlen feierten die Frauen am Donnerstag Weiberfastnacht. Natürlich durften auch Männer dabei sein – als Bestandteil des Showprogramms. Wir haben die Feten besucht und präsentieren das weibische Treiben.

Knackige Polizisten verzaubern die Frauenwelt beim HKV in Bad Düben, der im Heide Spa feierte.

Quelle: Heike Nyari

Nordsachsen. Alle Macht den Weibern hieß es am Donnerstagabend im Bürgerhaus Eilenburg. „Die Weiber aus dem Sachsenland sind die Besten, das ist bekannt. Die Deppen bleiben heut zu Haus, die Sau, die lassen wir jetzt raus“, ruft Uschi (Peter Murch) von der Bühne in den voll besetzten Saal hinein. Komplett durchkostümiert und gemäß dem Motto „Weit vor unserer Zeit“ hatten sich die Damen in die Gewänder von Urmensch, Römerin und Co. geworfen. „Die Stimmung im Saal ist zum Weiberfasching immer die Beste“, freut sich die Piratin Roland Maurer vom Karnevalsclub. Für diesen Tag lässt sich der ECC immer ein spezielles Programm für die ausnahmslos weiblichen Gäste einfallen. Die Muldestädter Faschingsfreunde hatten sich für die holde Weiblichkeit Andreas Gabalier (Felix Meyer) und Tina Turner (Mike Erler) auf die Bühne geholt. Axel Sylvester mimte Heidi Klum und sorgte in gewohnter Weise für ausreichend Spektakel. Schnell hatten Jury und Publikum das nächste Top-Moppel ausgemacht. Mit Hilfe kreativer Performance und besonderer Ausstrahlung schafften es Raphaela ( Ralf Hempel) und Maike (Mike Tiegel) zum Gewinner des Wettbewerbes. Im Friseurladen der alten Weiber ging die Sketchpost ebenso ab wie bei Hugo und seiner Frau beim Kuscheln, Knutschen und Knabbern. Das bunte Programm sorgte für ausgelassene Stimmung, jede Menge dollen Witz, bei dem die Männerwelt selbstverständlich herhalten musste. Am Ende gab es Standing Ovations für die Muldestädter Jecken.

Saal in Dahlen brummt

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So feierten die Frauen in Bad Düben, Dahlen, Delitzsch und Eilenburg die Weiberfastnacht.

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Der Weiberfasching des Dahlener Carneval Clubs ist die vorletzte Abendveranstaltung der Saison. Der Saal ist fast voll und die Moderatorinnen Jana Dugas und Steffi Arnold bringen ihr Publikum schnell auf Betriebstemperatur. Das müssen sie nicht allein mit ihrem Wortwitz schaffen, denn der DCC hat ein Programm mit vielen Hinguckern vorbereitet. So zeigt sich ein Teil des Elferrates sportlich voll auf der Höhe: Erst wirbeln sie als Hexen auf dem Besen über den Saal, um nach der Musik Kittelschürzen und Hakennasen fallen zu lassen und im darunter getragenen Outfit zu Michael Jacksons „Thriller“ noch zwei Runden zu tanzen – die reguläre und die vehement geforderte Zugabe.

Stehvermögen anderer Art stellt ein Narr mit blonder Perücke und hochhackigen Schuhen unter Beweis. Als Helene Fischer steht er an der Hand von Florian Silbereisen in der Endrunde der „Let´s Dance“-Parodie. Es ist also, wie es sich zum Weiberfasching gehört: Die Herren aus dem Verein verwöhnen die Frauen. Dermaßen gut gelaunt lassen diese sich dann nicht lange bitten, wenn der DJ zwischen den Programmteilen zur Tanzrunde auflegt. Da bleibt fast niemand sitzen. Etwas, was man nur in Dahlen beim Karneval sehen kann, sind Kostümwechsel. Zum Weiber­fasching waren frühere Heide­königinnen auf dem Saal, zum Beispiel hinter dem Tresen und als Prinzessin Ellen I.

Atemlos geht in Bad Düben zu

Mit der 17. Weiberfastnacht nahm der Kurstädtische Hammermühler Karnevalsverein seine Gäste mit auf hohe See und der Saal verwandelte sich Dank Top-Deko und Beleuchtung in ein wundersames Kreuzfahrtschiff. Was es an Bord alles zu entdecken und zu erleben gab, spiegelte sich in den stimmungsvollen Darbietungen auf der Bühne wider.

Und immer wieder tobte der Saal, denn die weiblichen Fans schwappten von einer Woge in die nächste. Mit viel Applaus und stehenden Ovationen honorierten sie viele Stücke wie „Atemlos“ von Putzfrau Luise Hirschfelder. Kaum eine Nummer kam ohne Zugabe vom Platz. Eine Steigerung war kaum möglich, wollte man fast meinen. Doch, als dann die Saaltür aufging und zehn Polizisten einmarschierten, gab es kein Halten mehr. Die Verkleidung, das smarte Lächeln und der Sexy-Hüftschwung waren einfach nicht zu toppen.

Doch Weiberfastnacht lebt nicht allein vom Männerballett. Fantastische Showtänze, von Zuckerpuppen, Funken, Piratinnen und Matrosenfrauen, wechselten sich mit lustigen Sketchen ab. Die Witznummer von Oma Berta und Oma Herta war ebenso zum Schießen, wie die spaßige Gesangsnummer von Peggy Fischer und Astrid Münster. Letztere, die im wahren Leben übrigens die Bürgermeisterin Bad Dübens ist, kam dann dank Zugabe innerhalb von nur zehn Minuten gleich zwei Mal nieder.

Delitzsch zieht es in die weite Welt

Mit dem DCV im Mittelmeer“ ist das diesjährige Motte der Karnevalisten aus der Loberstadt. Die Eintrittskarten wurden liebevoll als Reiseunterlagen gestaltet mit Prospekten, Landkarten und Bordtickets. Natürlich gab es für alle Gäste auch eine Sicherheitskontrolle und die Untersuchung des Gepäcks. Waren sie an Bord, so wurden die Männer aufgefordert sich als Damen zu verkleiden.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung mussten natürlich die Sicherheitsvorkehrungen erläutert werden: Luftballons gegen Atemnot unter Wasser und Rettungswesten aus Müllsäcken wurden gezeigt. Rettungsringe waren genügend vorhanden, auf Rettungsboote musste allerdings verzichtet werden – sie hätten nur die Aussicht behindert und schwimmen kann doch sowieso jeder oder etwa doch nicht?

In Nizza begann die Reise und führte über Palermo, Venedig, Athen kreuz und quer über das Mittelmehr. An jeder Station gab es kurze Sketche. Die Tanzgruppe Peppers stellte gleich zu Beginn der Reise die Stationen vor. Das Männerballett in Palermo sorgte für Begeisterung beim Publikum.

Auch eine Miss MS DCV wurde beim Delitzscher Weiberfasching gewählt. Aber nicht auf einem Laufsteg, sondern die Kandidatinnen malten – wie Leonardo Di Caprio in Titanic – ihre angebeteten Männer, wie sie sich auf einem Sofa räkeln. Bei der großen Polonaise am Ende der Veranstaltung waren dann alle 60 Gäste auf den Beinen. „Für einen Donnerstag in Delitzsch ist das gut besucht. Wir hatten einen fröhlichen, familiären Abend“, sagte DCV-Vizepräsident Ronny Kador.

Von Heike Nyari, Anke Herold, Axel Kaminski und Wolfgang Sens

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