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Eilenburg Weihnachten im Schloss Hohenprießnitz – so feiert der neue Schlossherr
Region Eilenburg Weihnachten im Schloss Hohenprießnitz – so feiert der neue Schlossherr
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00:27 26.12.2015
Familie Obermüller hatte den Tisch für den heiligen Abend schon am zweiten Advent festlich dekoriert. Quelle: Foto: Heike Nyari
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Hohenprießnitz

Der Tisch war schon am zweiten Advent-Wochenende festlich dekoriert worden, erntete bei den Besuchern des Schlossweihnachtsmarktes in Hohenprießnitz allgemeine Bewunderung. Heiligabend wird Familie Obermüller mit Verwandten und Freunden daran Platz nehmen, um den ersten ganz privaten heiligen Abend im eigenen Schloss zu feiern.

Hausherr Konrad Obermüller kann sich noch gut daran erinnern, als er vor etwa drei Jahren zuerst die Eingangstür zum Haupthaus mit dem Pinsel bearbeitete, um den ersten Eindruck vom damals noch arg geschundenen Wahrzeichen für seine Frau Susanne so erträglich wie möglich zu gestalten. „Alle Kritiker, die an der Sanierung des Schlosses gezweifelt haben, dürften nun vom Gegenteil überzeugt sein“, darf sich Obermüller nach einigen Millionen Euro, die er seit dem ins barocke Kleinod gesteckt hat, dem Mut, diesen Schritt gegangen zu sein, sowie etlichen schlaflosen Nächten durchaus auch ein gutes Stück selbst loben. Denn als vor drei Wochen zum zweiten Mal wieder Tausende Gäste zum vorweihnachtlichen Trubel aufs historische Schlossgelände nach Hohenprießnitz strömten, war auch da viel Anerkennung zu vernehmen, wie Obermüllers und ihre Helfer das Schloss zu neuem Leben erweckt haben.

„Wir sind so weit durch. Jetzt kommt noch der Feinschliff. Auch für 2016 planen wir im Weihnachtsschloss wieder einige Überraschungen“, macht der Investor aus Bayern nicht nur eine kleine Bilanz auf, sondern blickt optimistisch in die Zukunft. Denn es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass die renovierten und geschmackvoll eingerichteten barocken Räume für diverse private Feste, Jubiläen und Höhepunkte gemietet werden können. Auch mit namhaften Firmen aus dem Leipziger Raum konnte der Schlossherr Kontakte knüpfen, die im besonderen Ambiente zudem Tagungen und Konferenzen ausrichten möchten. Dafür, lässt Obermüller durchblicken, soll noch die ehemalige Turnhalle der früheren Bildungsstätte neu hergerichtet werden. Auch Gästezimmer sind geplant. Damit Besucher, die hier zu verschiedenen Gelegenheiten zusammenkommen, nicht immer alle zu den Beherbergungsstätten pendeln müssen.

Doch ehe weitere Pläne geschmiedet werden, gönnen sich Obermüllers und ihre Gäste eine besinnlich Auszeit. Die Katholiken wollen in der benachbarten evangelischen Kirche das Krippenspiel besuchen, am Weihnachtsbaum Lieder singen und das selbst zubereitete viergängige Menü genießen: Maronensuppe, Feldsalat mit Lachs- und Matjes-Tatar, Entenbrust mit Rotkraut und Knödel sowie Panacotta. Und ins Gebet auch Dankbarkeit für das gelungene Werk einschließen.

Von Karin Rieck

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