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Eilenburg Wie die Jugend in Mockrehna halten?
Region Eilenburg Wie die Jugend in Mockrehna halten?
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10:32 19.02.2018
Thomas Wejda. Quelle: Wolfgang Sens
Mockrehna

Wie attraktiv ist die Gemeinde Mockrehna für die Jugendlichen? Den Audenhainer Thomas Wejda beschäftigt diese Frage schon seit einiger Zeit. Zu Beginn des Jahres hatte Wejda, Betriebsleiter der Schulz-Systemtechnik GmbH Doberschütz, deshalb bei Bürgermeister Peter Klepel (parteilos) ein Ideenpapier angeschoben, das jetzt im Gemeinderat ein Thema war. Hauptanliegen ist die Frage: Wie kann die Jugend in der Region gehalten werden? Dazu hatte Wejda verschiedene Denkanstöße gegeben, so die Ausbildungsmöglichkeiten in der Gemeinde Mockrehna und dem näheren Umfeld online anzubieten und dazu mit der Oberschule zusammenzuarbeiten. Ein zweiter Punkt: die Wünsche der Jugendlichen aufzunehmen, dabei Verantwortliche der Jugendklubs und Bürgermeister einbeziehen. Zudem geht es zusammen mit der Schule um eine Plattform, die Schülern Gelegenheit gibt, sich zu ihrer Gemeinde zu äußern. Auch der Stichpunkt W-Lan in Schulbussen fiel – wird aber wegen technischer Hindernisse derzeit nicht weiter verfolgt.

Jugendklubs, Arbeitsplätze, Bauland

Bisher sei in Sachen Jugend in der Gemeinde nicht viel gelaufen, sagte Thomas Wejda, doch es müsse gelingen, die Jugend im Dorf zu halten. Wichtig sei es, zu erforschen, was klappt und wo es hapert: „Jugendliche suchen sich irgendwann ein Ventil, wenn sie keine Plattform haben, auf der sie ihre Ideen festhalten können.“ Das Spektrum, das sich rund um das Hauptthema Jugend rankt, ist groß: Jugendklubs – in den kleinen Ortsteilen wie beispielsweise in Wildenhain, wie Ortsvorsteher Robert Schübel sagte, laufen sie ganz gut. In Mockrehna scheiterte es bisher am passenden Grundstück. Oder Ausbildungs- und Arbeitsplätze, die Schulleiterin Rosemarie Krieglsteiner ansprach und Firmen ermunterte, offensiv Ausbildungsmöglichkeiten im Schulalltag vorzustellen, auch wenn die Schule bereits zahlreiche Angebote in puncto Berufsorientierung offeriere. Aber auch das Thema Bauplätze, so Langenreichenbachs Ortsvorsteher Detlef Bölke, sei wichtig, um junge Familien zu halten.

Jugendliche sollen Wünsche äußern

Einfach so beim Diskutieren soll es nicht bleiben. Klepel regte an, dass zunächst mit Hilfe eines Fragekatalogs die Wünsche der Jugendlichen erfasst und dann in lockerer Runde in den Klubs mit den Ortsvorstehern diskutiert werden sollen. Das von Thomas Wejda angeregte Förderprogramm „Jugend bewegt Kommune“ wird sich für dieses Jahr allerdings nicht nutzen lassen, an einem eventuellen Nachfolgeprogramm werde die Gemeinde dranbleiben.

Von Kathrin Kabelitz

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