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Eilenburg Wie weiter mit den alten Häusern in der Eilenburger Ziegelstraße?
Region Eilenburg Wie weiter mit den alten Häusern in der Eilenburger Ziegelstraße?
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08:26 23.05.2018
Für das marode Gebäude in der Ziegelstraße 1 gibt es noch immr keine Lösung. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Seit Jahren sorgen zwei Gebäude an der Ziegelstraße in Eilenburg für Gesprächsstoff – zum einen das leerstehende ECW-Verwaltungsgebäude, zum anderen die unweit davon gelegene, ungenutzte Haus-Ruine. Eine Lösung gibt es in beiden Fällen nicht, auch wenn es immer mal wieder Ansätze gibt, die Hoffnung wecken.

ECW-Verwaltungsgebäude: Momentan ist die Verwaltung mit einem Projektentwickler und potenziellen künftigen Eigentümer im Gespräch, der Strategien für Nutzung und Vermietung der rund 3000 Quadratmeter Nutzfläche entwickelt. „Wir sind verhalten optimistisch“, sagt Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) zum Verhandlungsstand. Eine Entscheidung gäbe es noch nicht. Positiv in puncto Nachfrage habe sich der Auftritt der Invest Region GmbH auf der Immobilienmesse im März im französischen Cannes ausgewirkt, wo das Objekt mittels eines interaktiven Planungstisches, an dem mit einer App über Smartphones und Tablets virtuell als 3D-Modelle erlebbar wurde. Seit über zehn Jahren versucht die Stadt, das restaurierungs- und sanierungsbedürftige sowie denkmalgeschützte Objekt an den Mann zu bringen. Immer wieder gab es Interessenten, im Oktober 2014 scheiterte der Verkauf in letzter Minute, weil der Stadtrat vom Konzept nicht überzeugt war.

Weniger Hoffnung gab es in all den Jahren, was die Haus-Ruine schräg gegenüber betrifft. Schwarze, verkohlte Balken prägen nach einem Brand das Haus, das Dach fällt in sich zusammen, Müll und Dreck liegt herum. Wiederholt hatte OBM Scheler Kontakt mit dem Eigentümer aufgenommen, telefonisch, per Post und Mail – ohne Erfolg. Von einem Kaufinteressenten war schon die Rede, daraus geworden ist aber nichts. Die Stadt will lieber heute als morgen, dass der Schandfleck verschwindet, hatte mehrfach angeboten, das Objekt zu kaufen, um die Fläche zu begrünen. Bei einer Versteigerung hatte sich die Kommune um Zuschlag bemüht, war aber überboten worden. Eine gültige Baugenehmigung, so Heiko Leihe vom OBM-Bereich, gäbe es nicht, sie müsste neu beantragt werden. Ebenso seien erschließungstechnisch Fragen zu klären. Wäre Gefahr im Verzug, könnte die Stadt wirksam werden. Mittlerweile muss der Eigentümer jährlich einen Nachweis über die statische Sicherheit des Gebäudes in Muldenähe bringen.

Von Kathrin Kabelitz

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