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Eilenburg Wieland Schreinicke erinnert sich an seine Zeit als Eilenburger Landrat
Region Eilenburg Wieland Schreinicke erinnert sich an seine Zeit als Eilenburger Landrat
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12:43 13.10.2018
Wieland Schreinicke erinnert sich gern an die aufregenden vier Jahre als Eilenburger Landrat. Quelle: Ilka Fischer
Eilenburg

Der Landkreis Nordsachsen feierte vor Kurzem seinen zehnten Geburtstag. In ihm sind vier Nachwende-Landkreise vereint. Die LVZ blickt mit Wieland Schreinicke, von 1990 bis 1994 Landrat des Kreises Eilenburg, auf diesen zurück.

Für 50 000 Bürger eine Zukunft aufbauen

Wieland Schreinicke, der seit zwei Jahrzehnten auf dem Eilenburger Berg im Wohngebiet Leipziger Höhe lebt, verfolgt auch als Rentner interessiert das Geschehen per LVZ und vor Ort. Doch er erinnert sich noch heute sehr gern an seine Eilenburger Landratszeit: „Es war damals eine tolle Aufbruchszeit. Es gab anfangs noch kein Land Sachsen, und wir Landräte waren mit den Kreisräten auf uns allein gestellt.“ Alle Abgeordnete im Kreistag, mit dem Präsidenten Horst Wanjek an der Spitze, hätten unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit nur ein Ziel gehabt: Dem Landkreis und seinen rund 50 000 Einwohnern eine Zukunft aufzubauen.

Abfallentsorgung, Nahverkehr, Pflegeheim

„Da kam es“, so erinnert sich der heute 73-Jährige weiter, „nicht selten vor, dass der Kreistag bis Mitternacht tagte. Und um 6 Uhr waren die ersten Mitarbeiter im Landratsamt. Es gab einfach so viel zu tun.“

So hätten nicht nur die neu gewählten Bürgermeister bei ihrer Arbeit vor Ort unterstützt werden müssen, insbesondere bei der Vorbereitung und Planung von Gewerbegebieten. Es hieß auch, die Abfallentsorgung im Landkreis neu zu organisieren. „Zudem galt es, das Gesundheitswesen und den Krankenhausstandort zu sichern. Planungen zur Modernisierung in Auftrag zu geben.“ Doch darüber hinaus erinnert sich Wieland Schreinicke noch an eine ganze Palette weiterer Dinge. So war der öffentliche Nahverkehr durch die Bildung der Sax Bus GmbH zu privatisieren. Doch auch die Berufsausbildung musste mit dem Bau des neuen Berufsschulzentrum auf neue Beine gestellt werden. „Schade“, so bedauert es der Landrat a.D. noch heute, „dass wir es damals nicht geschafft haben, dieses in Eilenburg zu etablieren.“

Doch auch der Bau der Schule für geistig Behinderte, die Modernisierung des Pflegeheimes und die Ansiedlung neuer Unternehmen wie Stora Enso auf dem Eilenburger Schanzberg fielen in diese Zeit.

Es ging alles nur mit einem tollen Team

Wieland Schreinicke: „Ohne ein tolles Team wären viele der damaligen Prozesse nicht denkbar gewesen.“ Unbedingt und zumindest stellvertretend erwähnen möchte er daher den Vize-Landrat Dr. Werner Trümper, Vera Ehlich, die für die innere Verwaltung verantwortlich war sowie den Baudezernenten Joachim Koppatz und Horst Winkler erwähnen.

Nach den aufregenden ersten Nachwendejahren wechselte Wieland Schreinicke sein Tätigkeitsfeld. Er wurde Mitglied der Geschäftsleitung der Kreiswerke Delitzsch GmbH und übernahm die Geschäftsführung der Anlagenbau-Umweltprojekt GmbH. Mit Eintritt in den verdienten Ruhestand rückte der heute 73-Jährige sein Hobby Trompetenspiel wieder mehr in den Vordergrund. So wirkte er im Blasorchester „Die Muldentaler“ und im Musikverein Eilenburg mit. Seit vergangenem Jahr ist er nun Mitglied der Rinckart-Kantorei unter Leitung von Lena Ruddies und bereitet sich mit diesen Mitstreitern schon jetzt auf das Weihnachtsoratorium vor. Wieland Schreinicke ist verheiratet, hat eine Tochter und eine Enkelin.

Von Ilka Fischer

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