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Eilenburg Windhundclub startet mit Puggle-Rennen in die Saison
Region Eilenburg Windhundclub startet mit Puggle-Rennen in die Saison
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14:16 19.05.2015
Ohne Herrchen oder Frauchen müssen die Puggles die 50-Meter-Strecke absolvieren. Die Zuschauer feuern die niedlichen Vierbeiner kräftig an. Quelle: Steffen Brost

Da treten beispielsweise Schäferhunde gegen Doggen und Riesenschnauzer gegen Dackel an. Auch ein Mopsrennen gab es bereits.

Der Verein um Vorsitzende Anke Bott hatte diesmal eine neue Idee für die traditionell originelle Eröffnung der Rennsaison: ein sogenanntes Pugglerennen. "Besitzer von Puggles traten im vergangenen Jahr beim Mopsrennen an uns heran, ob wir denn nicht einmal ein reines Rennen mit diesen Vierbeinern organisieren könnten", erzählte Bott.

Puggles sind sogenannte Designerhunde, eine Kreuzung zwischen Mops und Beagle. Der Name setzt sich deshalb zusammen aus der englischen Bezeichnung für Mops (pug) und der Endung von Beagle (gle). Diese Vierbeiner standen somit am Maifeiertag erstmals im Blickpunkt eines Wettbewerbes. Mit dabei war die Schkeuditzerin Madlen Emmrich. Sie hat einen Hobbyhof und ist seit 2011 Besitzerin von Pugglehündin Jetta. Ihrem Bruder sei es zu verdanken, dass Jetta auf die Welt kam. "Mein Bruder hatte einen Mops und ich einen Beagle. Da ist es eben zwischen den beiden passiert. Herausgekommen ist Jetta", erzählt sie. Puggles seien sehr liebenswerte Hunde: Ihr Fell ist kurz, glatt und glänzend. Alle Wesenszüge der beiden Ausgangsrassen könnten zum Vorschein kommen: Die Hunde seien verträglich, verspielt, intelligent, gesellig sowie liebebedürftig und "verstehen sich absolut mit Kindern oder anderen Haustieren. Der Jagdtrieb eines Puggle ist von den Charaktereigenschaften des Mops geprägt und daher stark eingeschränkt oder nicht vorhanden", beschreibt die Besitzerin die Rasse.

Bisher hatten Puggle keine eigenen Veranstaltungen in der Region. Schon deshalb folgten mehr als 30 Vierbeiner mit ihren Herrchen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt dem Ruf des Eilenburger Windhund-Clubs. In zwei Kategorien, unter 35 Zentimeter Schulterhöhe und darüber, wurden die Hunde eingeteilt. Zweimal mussten die Tiere eine 50 Meter lange Strecke so schnell wie möglich zurücklegen. Das beste Ergebnis kam in die Endwertung.

So schnell, wie ihre kurzen Beine laufen konnten, sprinteten die Vierbeiner über die staubige Bahn. Manche zielstrebig in Richtung Herrchen oder Frauchen, die schreiend hinter der Ziellinie standen, andere im gemütlichen Tempo mit neugierigem Blick nach rechts und links, wo die Zuschauer klatschten. Wer wollte, konnte seinen Hund mit einem mobilen Hasen motivieren, mit einem Stück Fell, das am Seil vor dem Hund hergezogen wird, um dessen Jagdtrieb zu stimulieren, und das zur Windhundrennbahn-Ausstattung gehört. Doch die meisten ließen sich vom falschen Hasen nicht groß beeindrucken. Eher von kleinen Leckerlis, mit denen ihre Besitzer lockten.

Nach zwei Läufen standen die Sieger fest. In der Kategorie unter 35 Zentimeter Schulterhöhe gewann Pugglehündin Lotte in 7,0 Sekunden vor ihren Konkurrenten Joda und Leyla. Über 35 Zentimeter Schulterhöhe siegte Rüde Barney in 6,5 Sekunden vor Brady und Toady. Im nächsten Jahr soll dieser Wettbewerb wieder stattfinden. Dann wahrscheinlich sogar mit einer Ausstellung. Steffen Brost

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.05.2014
bro

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