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Eilenburg Winterarbeiten auf den Wöllmener Apfelplantagen
Region Eilenburg Winterarbeiten auf den Wöllmener Apfelplantagen
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00:38 09.03.2018
Jakub Piatek und Christian Zappe (rechts) bei Baumschmittarbeiten auf den Apfelplantagen in Wöllmen. Circa 400 Bäume werden an einem Tag verschnitten. Quelle: Wolfgang Sens
Wöllmen

Emsiges Treiben herrscht an diesem Vormittag auf dem Obsthof von Dieter Dottermusch in Wöllmen. Am Rande einer großen Halle stehen leere Obstkisten. In Nachbarschaft parken Autos. Es sind nicht jene der Mitarbeiter, sondern die der Kunden des Hofladens. Denn der wird von vielen in den Orten zwischen Taucha, Delitzsch, Bad Düben und Torgau lebenden Menschen angesteuert. Vor allem frisches Obst und Säfte kaufen sie hier ein, schätzen aber auch das übrige Angebot und die regelmäßig hier vorfahrenden anderen Direktvermarkter mit ihren Verkaufswagen. „Freitags steppt hier der Bär“, meint ein junger Mann, der sich am Fleischerstand bei den Wartenden eingereiht hat.

Baumverschnitt auf den Plantagen

Firmenchef Dieter Dottermusch betrachtet das Geschehen mit Freude. An diesem eisigen Vormittag ist er ausnahmsweise nicht wie ursprünglich geplant mit einem Teil der Mitarbeiter auf den zum Obsthof gehörenden Plantagen zu finden. „Wir waren schon gestern nicht draußen“, bemerkt er. „Aber bei Minus acht Grad kann man schon die Bäume verschneiden. Jetzt ist es zu kalt und der eisige Wind noch dazu, ist nicht gut“, so Dottermusch. Ein Teil der Apfel- und Pflaumenbäume erhielten ihren Schnitt bereits. Nicht nur an den Bäumen selbst wird Hand angelegt. Arbeit fällt auch beim Häckseln der ausgeschnittenen Äste an.

In der im vergangenen Frühjahr auf rund einem Hektor großen Neuanpflanzung der Sorte Rubinette gibt es dagegen kaum etwas zu tun. Beim Holunder steht ebenso nicht ganz so viel Arbeit wie in den vergangenen Jahren an, da hier auf rund dreiviertel Hektar neu gepflanzt wurde. Mit dem Anbau von Holunder bedient Dieter Dottermusch ebenso wie mit dem Anbau von Quitten eine Nische. Diese Beeren und Früchte werden durch Partner weiter verarbeitet und manches davon findet sich in den Regalen des Hofladens später als Gelee, Saft oder Marmelade wieder.

Sorte Rubinette geht gut bei Kunden

Zu tun haben die Mitarbeiter des Obsthofes derzeit ebenso mit der Werterhaltung ihrer Technik, Obstkisten müssen aussortiert oder repariert werden. Und auch in den fünf Kühlzellen gibt es mit dem Abpacken der eingelagerten Äpfel für den weiteren Verkauf allerhand Arbeit. 400 Tonnen Lagerkapazität sind hier vorhanden. Auch bei solch einer Kapazität ist dann aber nicht garantiert, dass bis weit in das Frühjahr hinein alle auf den Plantagen des Wöllmener Obsthofes geernteten Sorten zum Verkauf bereit stehen. „Dieses Jahr haben wir die Sorte Rubinette sehr schnell abverkauft“, so der Chef. Eine bei den Kunden beliebte Sorte, weshalb sich Dieter Dottermusch auch zu den Neuanpflanzungen entschloss.

In der kalten Jahreszeit bleibt dem Firmenchef aber auch etwas mehr Zeit, um sich mit Planungen, mit strategischen Entscheidungen oder auch mit neuen Dingen auf den Gebieten der Züchtung, der Technik, der Düngung oder mit dem Thema Schädlinge zu beschäftigen. Und nebenbei bewegt den 64-Jährigen dabei natürlich auch, was aus seinem 1991 gegründeten Familienbetrieb einmal wird. Noch aber ist das kein Tagesthema.

Von Bärbel Schumann

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