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Winterdienste in Bad Düben und Eilenburg meistern die ersten Einsätze

Schneefall Winterdienste in Bad Düben und Eilenburg meistern die ersten Einsätze

Pünktlich mit dem ersten Advent schüttelte Frau Holle schon mal probeweise die Betten aus. Während sich die Weihnachtsmarktbesucher in Bad Düben uneingeschränkt über das winterliche Flair gefreut haben dürften, bedeutet es für andere den Verzicht aufs Wochenende. Die LVZ gibt einen Überblick, wie die Winterdienste in Bad Düben und Eilenburg jetzt agieren.

Thomas Zeh fährt für die Firma Garten- und Landschaftsbau Noack im Winterdienst-Einsatz.Foto: Steffen Brost

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben/Eilenburg. Mit den ersten Schneeflocken pünktlich zum ersten Advent hat der Winterdienst in Bad Düben begonnen. Die ersten Einsätze sind am Samstag und Sonntag in der Nacht gefahren worden. Daniela Noack blickt diesen Winter ein ganzes Stück gelassener entgegen als dem vor einem Jahr. 2016 hatte ihre Firma Garten- und Landschaftsbau den Winterdienst von der Stadt übertragen bekommen. „Damit kamen zum Streuen und Schieben, das wir ja bis dahin ohnehin für die Wohnungsgenossenschaft, die Wohnungsbaugesellschaft, aber auch für Diakonie, Awo und Privatpersonen übernommen haben, auf einen Ruck 41 Kilometer Straße dazu“, erzählt sie. Doch das habe erstaunlich gut geklappt. „Meine Leute haben das einfach super gemacht“, lobt sie.

Ein Lob, das Astrid Seydewitz, die bei der Stadt für den Winterdienst verantwortlich zeichnet, bekräftigt. „Wir haben mit der Firma von Daniela Noack einen guten Partner gefunden.“ Das gelte übrigens auch für die anderen langjährigen Mitstreiter. Dabei handelt es sich neben der Firma Alba Zschornewitz GmbH, welche die Fußwege in städtischer Obhut räumt, um den Glauchaer Landwirt Dieter Schreiber, der in Wellaune, Schnaditz und Tiefensee auf fast 13 Kilometern den Schnee beiseite kehrt.

Nachts im Einsatz

„Am 28. November haben wir als Stadt den Winterdienst ausgerufen, s dass die entsprechenden Verträge nun aktiviert sind“, sagt Astrid Seydewitz. Was das bedeutet, erklärt Daniela Noack: „Für uns beginnt der Dienst dann immer schon am Abend zuvor.“ Der Wetterbericht werde genau verfolgt, auch wenn man sich darauf allein nicht verlasse. Jede Nacht werde auch mal rausgegangen, um zu prüfen, ob losgefahren werden muss. Insbesondere Thomas Zeh, sozusagen der oberste Straßenkehrer im Noack-Team, handele hier sehr selbstständig. „Das hilft enorm“, freut sich die zweifache Mutter. 14 Leute seien nach einem Anruf sofort startklar, auf den 41 Kilometer Straßen der Stadt zu schieben und zu streuen. Dank eines extra angeschafften Unimog-Räumfahrzeuges sowie eines Radladers mit Räumschild und Streuer würde man bis spätestens 6 Uhr einmal durch sein, wobei die 16 Kilometer, die als sogenannte A-Straßen klassifiziert sind, Vorrang genießen. Rund 1,5 Tonnen Splitt werden dabei für einen kompletten Durchgang benötigt. Beim Salz hält man sich so weit es geht zurück. „Da wir dem Trockensalz eine Lauge zuspritzen, erhöht sich der Wirkungsgrad. Wir brauchen damit weniger.“ Doch insbesondere bei überfrierender Nässe sei Salz das erste Mittel der Wahl.

Um im Falle eines harten Winters Lieferengpässe auszuschließen, hat das Unternehmen in einer Halle am alten Gymnasium 60 Tonnen eingelagert. Vom Splitt liegen 50 Tonnen bereit. „Hier klappt die Nachlieferung erfahrungsgemäß ganz unkompliziert.“ Und wo die Technik wann zum Einsatz kommt, das wissen die Einsatzkräfte noch vom vorigen Winter.

Auch Eilenburg ist gewappnet

Die Stadt Eilenburg, wo die Stadtwirtschaft für die Stadt den Kampf mit dem Schnee aufnimmt, ist auf den Winter vorbereitet. Dem ersten Schneefall folgte am Sonntag der erste Großeinsatz in Sachen Winterdienst. Am Montag schlossen sich Kontrollfahrten an neuralgischen Stellen an. Wie Simone Georgi, Assistentin der Geschäftsleitung auf Nachfrage informierte, schiebt, kehrt und streut im Ernstfall bis zu ein Dutzend Mitarbeiter alle kommunalen Straßen und Gehwege im Stadtgebiet sowie in sämtlichen Ortsteilen. „Zwei Unimogs, drei Multicars, zwei Traktoren und zwei Transporter stehen bereit.“

Die Straßen hat die Stadt in drei Dringlichkeitsstufen eingeteilt. Der Winterdienst soll bei Straßen der Stufe I, zu denen beispielsweise der Fischerweg, die Bahnhofsstraße oder die Ernst-Mey-Straße gehören, bis 7 Uhr erfolgt sein und gegebenenfalls bis 20 Uhr wiederholt werden. Die Stufe II folgt im Anschluss. Straßen der Stufe III, wozu sämtliche Wohngebietsstraßen gehören, werden dagegen nur bei sehr starkem Schneefall und bei extremer Eisglätte geräumt und gestreut.

Die Winterdienstbereitschaft selbst besteht bis 31. März. Unabhängig davon ist auf den überregional bedeutsamen Straßen die Straßenmeisterei unterwegs. Zudem haben, wie in Bad Düben auch, die Grundstückseigentümer ebenso ihre Anliegerpflichten zu erfüllen.

Von Ilka Fischer

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Landkreis: Nordsachsen

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