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Wohnstandort-Kampagne: 269 Leipziger sind bisher nach Eilenburg gezogen

Initiatoren ziehen erste Bilanz Wohnstandort-Kampagne: 269 Leipziger sind bisher nach Eilenburg gezogen

Diese Ziele sind erreicht: Eilenburg wird verstärkt in der benachbarten Schwarmstadt Leipzig wahrgenommen, manche ziehen bereits von der Großstadt hierher. Es gibt wieder mehr Einwohner. Michael Rücker von W+R-Immocom, dem Büro, das die Eilenburger Wohnstandkampagne betreut, zog jetzt im Stadtrat ein positives Zwischenfazit.

Vor einem Jahr ist die Standortkampagne gestartet.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Da habe sich der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sicher „verhaspelt“, als er jüngst öffentlich davon sprach, dass die Muldestadt mit „Leipzig, das Beste an Eilenburg“ wirbt. Schließlich lautet der Slogan der Wohnstandort-Kampagne korrekt „Lieblingsstadt Eilenburg – das Beste an Leipzig“. Doch Michael Rücker von W&R-Immocom, dem Büro, das die Kampagne betreut, leitete gerade mit dieser hübschen Anekdote seine Zwischenbilanz in der Sitzung der Stadträte am Montag ein. Denn egal wie – die Erwähnung macht’s und sie ist allein für sich das positive Signal: Eilenburg wird wahrgenommen.

Genau das ist nun mal eines der Ziele der Offensive, die vor einem Jahr startete. Eilenburg profitiert dabei von einer generellen Entwicklung im Speckgürtel der Schwarmstadt. Denn Jung hielt die erwähnte Rede, so berichtete Rücker, bei der Vorstellung des neuen Integrativen Stadt-Entwicklungskonzepts „Leipzig 2030“. Und das enthält inzwischen auch ein klares Statement für die Verbindung mit der Region. Das avisierte Wachstum der Messestadt um Hunderttausende Einwohner geht nicht ohne die Kooperation mit dem Umfeld. Im gleichen Atemzug habe Jung auch Delitzsch genannt, was nun mal zeige, in welchem Spannungsfeld sich Eilenburg zu bewähren hat. Aber dem Leipziger OBM seien„nicht zuerst Wurzen, Altenburg oder Borna“ eingefallen, stellte der W&R-Geschäftsführer mit Genugtuung fest. „Das heißt: Unsere Bemühungen tragen Früchte.“

269 neue Einwohner

Nun geht es aber nicht allein um eine kurze Erwähnung beim Auftritt eines prominenten Stadtoberhaupts. Die Eilenburg-Kampagne hat mit ihrem Internet-Auftritt und über ihre Facebook-Präsenz mittlerweile eine halbe Million Kontakte erreicht, erklärte Rücker. „1200 Personen folgen der Facebook-Seite direkt.“ Mittlerweile werde die Eilenburg-Aktion zudem von verschiedensten Publikationen aufgegriffen. Er nannte Zahlen: 269 Einwohner aus Leipzig sind inzwischen nach Eilenburg gezogen, sechs Leipziger Familien kauften Grundstücke in Eilenburg, seit dem Start der Kampagne wurden 42 Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser und für fünf Mehrfamilienhäuser erteilt. Drei Flächen im Eilenburger Zentrum werden von Bauträgern entwickelt: die Rollenstraße, die Marienstraße und am Jacobsplatz. Noch in diesem Jahr soll eine neue Herbstaktion starten. Näheres dazu wurde aber noch nicht verraten. Im November werden erneut 60 Leipziger Masterstudenten eine Exkursion nach Eilenburg unternehmen.

Start war im August 2016

Start der Kampagne war im August 2016. Im Mai wurde eines der Etappenziele erreicht. Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) konnte da verkünden: „Wir haben wieder 16 000 Einwohner.“ Er lässt ebenfalls keine Gelegenheit aus, sich für die Kampagne zu engagieren, ob als Gegner der Radio-Moderatorin Freddy bei einer Promi-Auto-Zug-Rallye oder als Teilnehmer bei einschlägigen Podiums-Diskussionen. Nun habe er ein weiteres Eisen im Feuer, machte er die Stadträte schon mal neugierig. Allerdings sei da noch nichts spruchreif.

Schwarmstadt Eilenburg

Natürlich hat Eilenburg das Glück, in der Nähe einer Schwarmstadt wie Leipzig angesiedelt zu sein. Michael Rücker verwies auf eine Studie des Verbandes der Deutschen Wohnungswirtschaft. Demnach würden diese in Deutschland aber gerade zu den Hotspots für Zuwanderer. Infolge dessen wollen die Großstädter am liebsten wieder aufs Dorf ziehen. Dort aber ist das Leben zu kompliziert. Mittelzentren wie Eilenburg dagegen bieten Infrastruktur wie Schulen, ärztliche Versorgung und ebenso ein überschaubares Stadtleben: „Alle Zeichen stehen für Eilenburg auf Grün.“

Von Heike Liesaus

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