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Zahl der Straftaten geht in Eilenburg und Bad Düben zurück

Statistik Zahl der Straftaten geht in Eilenburg und Bad Düben zurück

Sachsenweit sind die Straftaten im vergangenen Jahr zurückgegangen. Und Eilenburg und Bad Düben schwimmen in diesem Strom mit. Zumindest formell kann Revierleiter Harald Schmich diese Aussage mit einem Rückgang an Delikten um 261 Fälle – 2014 wurden 2455 Straftaten registriert, 2015 waren es 1993 – bestätigen.

Eilenburgs Revier-Chef Harald Schmich.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg/Bad Düben. Sachsenweit sind die Straftaten 2015 zurückgegangen. Eilenburg und Bad Düben schwimmen in diesem Strom mit. Zumindest formell kann Revierleiter Harald Schmich diese Aussage mit einem Rückgang an Delikten um 261 Fälle – 2014 wurden 2254 Straftaten registriert, 2015 waren es 1993 –  bestätigen. Ganz ausschließen könne er nicht, dass die hohe Einsatz-Belastung der Polizei und ein geändertes Anzeige-Verhalten gerade bei Diebstählen oder Sachbeschädigungen Einfluss hatten. Die Aufklärungsquote liegt mit 55,3 Prozent leicht unter dem Vergleichswert 2014.

Von 846 ermittelten Tatverdächtigen sind 64 Nicht-Deutsche. 2015 waren es 60 von 945. Diese Personengruppe schließe neben hier lebenden Flüchtlingen durchreisende Täter aus Osteuropa ein, die unter anderem im Bereich der Kfz-Kriminalität agieren. Die Zahlen, so Schmich, widersprechen damit dem in der Öffentlichkeit diskutierten Eindruck, dass mit der steigenden Zahl von Asylbewerbern die der Straftaten ansteigt. Die Zahlen im Bereich des Reviers Eilenburg, insbesondere in Eilenburg und Bad Düben, belegen: „Der Anteil der nicht-deutschen Täter liegt weit unter 10 Prozent.“

Der Blick in die Statistik zeigt, dass es die Beamten in der Region weniger mit Gewalt-Delikten wie Mord, Totschlag, Vergewaltigung zu tun bekommen. Leicht gestiegen ist die Zahl der gefährlichen und schweren Körperverletzungen. 55 waren es 2015. Außer sechs konnten alle aufgeklärt werden. Im Bereich Straßenkriminalität, zu dem neben Körperverletzungen auch Handtaschen-Diebstähle, Sachbeschädigungen oder Diebstahl aus Kiosken zählen, ragt keine Sparte heraus. Dennoch, räumt Schmich ein, hänge hier der Aufklärungs-Erfolg entscheidend von Zeugen-Hinweisen ab. Und das erfordere nicht selten Zivilcourage. „Wenn jemand an einen Autospiegel tritt und einer oder mehrere beobachten dies, melden es aber nicht, wird es für die Polizei schwierig.“

Weniger geworden sind die Fälle von Rauschgift-Kriminalität. Ein Indiz für Entspannung sei dies nicht. Das Ergebnis hänge maßgeblich davon ab, wie häufig die Polizei neben gezielten Überprüfungen wie bei Unfällen  kontrollieren könne. Gerade 2015 waren Eilenburger Beamte verstärkt in das Einsatzgeschehen der Polizeidirektion Leipzig wie bei Legida-Demos oder Fußballspielen eingebunden. 72 Feststellungen traf die Polizei 2015, im Vergleichsjahr waren es 99 Fälle. In diesem Zusammenhang sind auch die Fallzahlen bei Diebstahlsdelikten und der sogenannten Beschaffungskriminalität zu sehen. In diese Rubrik ordnet die Polizei auch Fahrrad-Diebstähle ein, die Anzahl der Fälle beläuft sich auf 171, 12 weniger als im Jahr zuvor. Die Besitzer geben zwar in der Regel an, dass die Räder gesichert gewesen waren. Bei Kontroll-Gängen in der Stadt, auf Schulhöfen oder am Bahnhof zeige sich oft ein anderes Bild. Gestohlen wird querbeet, vom einfachen Rad bis zum hochwertigen Modell. Mit einer geänderten Aufgaben-Verteilung innerhalb des Reviers hatte die Polizei auf die gestiegenen Zahlen reagiert. Mit Erfolg: 20,5 Prozent betrug die Aufklärungsquote gegenüber 12,6 Prozent  2014.

77 Fälle weniger, aber zu viel Sorglosigkeit registriert die Polizei, wenn es um Diebstähle ohne erschwerende Umstände geht. Rad nicht angeschlossen, Tasche sichtbar im Auto, den Einkaufswagen mit Portemonnaie im Supermarkt unbeobachtet lassen – Einladungen dieser Art nehmen Diebe gern an. In einem Einkaufsmarkt auf dem Berg gab es  letzte Woche zwei Fälle, die gemeldet wurden. „Oft wird nur Geld rausgenommen, die Börse ins Regal gelegt.“ Die Dunkelziffer ist höher, Betroffene sind froh, wenn die Papiere da sind, zeigen den Fall nicht an.

Von Kathrin Kabelitz

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