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Eilenburg Zahl der Straftaten in der Eilenburger Region geht weiter zurück
Region Eilenburg Zahl der Straftaten in der Eilenburger Region geht weiter zurück
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15:00 17.06.2017
Eilenburgs Revierleiter Harald Schmich. Quelle: Wolfgang Sens
Eilenburg

Wenn Eilenburgs Revier-Leiter Harald Schmich über Zahlen und Fakten zur Kriminalitätsstatistik spricht, kommt er um diesen Satz nicht herum: Jede Straftat ist eine zu viel. Und dennoch kann er positiv vermerken: Der Polizeirevier-Bereich Eilenburg ist im Vergleich zu Delitzsch, Torgau und Oschatz im Landkreis Nordsachsen der mit dem geringsten Anfall an Straftaten. 1958 wurden im letzten Jahr erfasst, 1076 davon aufgeklärt. Die Aufklärungsquote liegt mit 55 Prozent in etwa im Bereich der beiden Vorjahre. Wie die Zahl einzuordnen ist, zeigt der Blick ins rund 30 Kilometer entfernte Leipziger Stadtzentrum, wo es die Beamten mit rund 32 000 Straftaten zu tun bekamen. Die Statistik im Revierbereich führt die Stadt Eilenburg mit 1106 Fällen (2015: 1166) vor Bad Düben mit 450 (437). In Gemeinden wie Doberschütz und Jesewitz bewegen sich diese Zahlen um die 100. Alles in allem sei aber zu verzeichnen, dass die Kriminalität weiter zurückgegangen ist. Damit setzt sich der Trend des Vorjahres weiter fort.

808 Tatverdächtige wurden ermittelt. „Es kann aber sein, dass einer mehrere Taten begangen hat“, so Schmich. Ausführende Personen sind in der Regel Erwachsene, 39 Kinder, 76 Jugendliche und 61 Heranwachsende zählten auch zur Tätergruppe. Der Anteil der nicht-deutschen Tatverdächtigen liegt weit unter zehn Prozent, 2016 waren es 41, im Jahr zuvor einer mehr. Das hieße aber nicht, das dieser Gruppe ausschließlich Asylbewerber zuzuordnen seien.

Weniger Fälle, aber noch immer viel zu viel Sorglosigkeit registriert die Polizei, wenn es um Diebstähle ohne erschwerende Umstände geht. Rad nicht angeschlossen, Tasche sichtbar im Auto, den Einkaufswagen mit Portemonnaie im Supermarkt unbeobachtet lassen – Einladungen dieser Art nehmen Diebe gern an. Dennoch deutlich rückläufig ist die Zahl der Ladendiebstähle: 2015 gab es 109, im letzten Jahr 65 Anzeigen. Ein weiterer Rückgang bei Wohnungseinbrüchen (26 statt 30) und bei Fahrrad-Diebstählen sei ebenso zu verzeichnen. Schmich macht für letzteren Bereich als einen Grund aus, dass es endlich gelungen sei, dass Täter für diese Vergehen auch mal zu Haftstrafen verurteilt werden. Die Zahl der Rauschgift-Fälle bewege sich in keinem nennenswerten Bereich. Drogendelikte aber sind Kontrolldelikte: Das Ergebnis hänge maßgeblich davon ab, wie häufig die Polizei neben gezielten Überprüfungen wie bei Unfällen kontrollieren könne. Der Revierleiter spricht deshalb auch von einer Dunkelziffer.

Von Kathrin Kabelitz

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