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Eilenburg Zieht das Eilenburger Finanzamt ins alte Chemiewerk?
Region Eilenburg Zieht das Eilenburger Finanzamt ins alte Chemiewerk?
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00:34 22.10.2015
Blick auf das ehemalige ECW-Verwaltungsgebäude. Es steht seit Jahren leer, ein Käufer findet sich nicht. Quelle: Alexander Prautzsch
Eilenburg

Vom Charakter her handele es sich bei dem Objekt um ein klassisches Verwaltungsgebäude. Einige Konzepte ließen sich zudem aufgrund der nahen Wohnbebauung nicht umsetzen. Eilenburgs Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) brachte dieser Tage seine Gedanken ins Spiel, die sich mit der bis 2022 geplanten Fusion von Finanzämtern in Sachsen beschäftigen. Im Zuge des Umbaus der Struktur und des Zusammengehens der Behörden in Oschatz und Eilenburg könnte das Objekt durchaus ins Blickfeld geraten, zumal der Bau in der Walter-Rathenau-Straße für die dann bestehende Belegschaft zu klein würde. Ob sich diese Gedanken irgendwann mal praktisch umsetzen lassen, ist aber unklar. Auch was die Finanzierung der Sanierung des seit Jahren leerstehenden Gebäudes beträfe. "Ich könnte mir aber durchaus solch eine Konstellation vorstellen", so Scheler weiter, der sich vor Ort vor einigen Tagen selbst einen Eindruck verschaffte. Das Obergeschoss beherberge noch eine Bibliothek aus DDR-Zeiten mit Büchern über Chemie und Kunststoffe.

Der Versuch der Stadt Eilenburg, den Bau mit 3200 Quadratmeter Nettogeschoss-Fläche an den Mann zu bringen, geht bald ins zehnte Jahr. Die Immobilie, die zwischen den Jahren 1916 und 1918 errichtet wurde, diente bis Ende der 1990er-Jahre dazu, rund 2400 Mitarbeiter der Eilenburger Chemiewerke zu verwalten und anzuleiten. Im Oktober 2014 scheiterte der Verkauf des 5300 Quadratmeter großen Flurstücks in letzter Minute am Veto des Stadtrates. Das Konzept des Investors aus Markkleeberg, das Ganze zu einem Pflegeheim umzubauen, überzeugte nicht. Auch die Nutzung als Asylbewerberheim stand schon mal kurzzeitig zur Debatte. Nutzflächen-Größe, Gebäude-Struktur und Sanierungskosten gelten aber als Hinderungsgründe. Schelers Amtsvorgänger Hubertus Wacker (parteilos) hatte auch einen Abriss nicht ausgeschlossen, ihn aber stets als "letzte Möglichkeit" bezeichnet. Dies auch mit Blick auf bereits erfolgte Sanierungsarbeiten und den Fakt, dass dies "ein stadtbildprägendes Gebäude" sei.

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