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Eilenburg Zschepplin verkauft umstrittenes Grundstück am Schlosspark Hohenprießnitz
Region Eilenburg Zschepplin verkauft umstrittenes Grundstück am Schlosspark Hohenprießnitz
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08:42 28.04.2018
Viele Wege führen in den Hohenprießnitzer Park. Quelle: privat
Hohenprießnitz

Sachlich und unspektakulär endet die Aufregung um rund 500 Quadratmeter Bauland in der Nähe des Schlosses Hohenprießnitz. Dr. Manfred Moßman hatte bereits in der Gemeinderatssitzung im März zu bedenken gegeben, dass man sich mit dem Verkauf eine potenzielle Zugangsmöglichkeit zum Schlosspark vergebe. Durchsetzen konnte er sich mit dieser Überlegung, die teilweise auch in der LVZ hohe Wellen schlug, aber nicht.

Mehrheitlich sprachen sich die Gemeinderäte jetzt zunächst dagegen aus, dass der Hohenprießnitzer dazu noch einmal ein Statement in der Bürgerfragestunde abgeben könne.

Ausschreibung ist keine Pflicht

Als der Verkauf dann selbst auf der Tagesordnung stand, erklärte Michael König,Vorsitzender des Verwaltungsverbandes Eilenburg-West, dass eine Ausschreibung laut der Verwaltungsvorschrift kommunnale Grundstücksveräußerung in diesem Fall nicht notwendig sei. Konkret sagte er: „Eine solche ist nicht vorgeschrieben, wenn Mieter, Pächter oder Erbbaupächter kaufen wollen. In diesem Fall liegt ein Antrag des Pächters vor.“

Dieser, so führte er weiter aus, habe sich zudem bereit erklärt, den vollen Bodenrichtwertpreis für Bauland zu bezahlen. Nach LVZ-Recherche handelt es sich dabei um 35 Euro pro Quadratmeter. Auf eine durchaus mögliche Abminderung wegen einer durch das Grundstück führenden Regenwasserleitung beziehungsweise wegen einer alten verfüllte Klärgrube habe er verzichtet.

Dr. Manfred Moßmann will Wogen glätten

Bei sieben Enthaltungen ging der Verkauf am Ende mit fünf Ja-Stimmen über die Bühne. Nach der Gemeinderatssitzung versuchte Manfred Moßmann die Wogen der Auseinandersetzung zu glätten. Er meinte jedenfalls gegenüber der Presse: „Da ist einiges zu sehr hochgekocht worden. Ich sehe das Ganze nicht als Streit, sondern es handelte sich lediglich um einen Vorschlag. Dass die Gemeinde nicht darauf angesprungen ist, tut mir leid, akzeptiere ich aber.“

Von Ilka Fischer

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