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Eilenburg Zscheppliner sperren ihre Hühner weg – Delitzscher Sperrbezirk aufgehoben
Region Eilenburg Zscheppliner sperren ihre Hühner weg – Delitzscher Sperrbezirk aufgehoben
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13:49 16.12.2016
Christian Brandt vom Dezernat Bau und Umwelt der Straßenmeisterei Eilenburg belädt Fahrzeuge mit den Warnschildern für den Sperrbezirk Zschepplin. Quelle: Wolfgang Sens
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Zschepplin/Delitzsch

Der Vogelgrippe-Fall in Zschepplin beschäftigt die Geflügelhalter in der Region. Rudolf Bischoff vom Gut Noitzsch zeigt sich froh: „Bei uns ist das bestellte Geflügel für die Festtage schon längst geschlachtet und bei den Stammkunden“, so der Landwirt. „Da haben wir wohl alles richtig gemacht“, reagiert er auf die aktuellen Nachrichten.

Ein toter Schwan in der Kiesgrube Zschepplin, bei dem das Virus nachgewiesen wurde, bedeutet nunmehr für die Gemeinde mit den Dörfern, Rödgen, Steubeln, Zschepplin sowie Hohenprießnitz einen Sperrbezirk-Status mit Auflagen für Geflügelhalter. Der Ort Noitzsch gehört zum sogenannten Beobachtungsgebiet, das auf weitere sieben Kilometer vom Fundort des Schwans ausgedehnt wurde.

Geflügelhalter verstimmt

„Überall nimmt die Veterinärbehörde jetzt Kontakt mit den Haltern auf, um die aktuellen Bestände zu erfassen“, erfuhr Tina Kissmann. Die Studentin der Agrarwissenschaft, in Zschepplin auch als frühere sächsische Erntekönigin bekannt, lebt bei ihren Eltern. „Wir haben unsere zwei Hände voll Hühner im Stall untergestellt, seit wegen einer infizierten Stockente in Delitzsch im Landkreis schon mal ein Geflügelpest-Sperrbezirk festgesetzt wurde. Die 26-Jährige, die gerade ihre Masterarbeit schreibt und im nächsten Jahr in Gerichshain eine Stelle bei einem Landmaschinen-Vertrieb antritt, berichtete: Größere Tierhalter gebe es im aktuell akuten Gefährdungsbereich nicht. „Einige Familien halten Hühner für den Eigenbedarf. Das werden aber immer weniger.“ Ein weiterer Zscheppliner, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, schimpfte: All die Aufregung sei „maßlos übertrieben“. Habichte und Eulen würden mehr Schaden auf den kleinen Hühnerhöfen anrichten.

Delitzscher Sperrbezirk aufgehoben

Unterdessen wurde am Freitag bekannt: Der nach einem Vogelgrippe-Fall im November in Delitzsch eingerichtete Sperrbezirk ist aufgehoben worden. Seit dem 24. November seien keine Infektionen mit dem gefährlichen Virus H5N8 bei Wildvögeln oder Nutzgeflügel mehr nachgewiesen worden, teilte das Landratsamt Nordsachsen am Freitag mit. Somit gelten für Delitzsch und das Umland nur noch die Maßnahmen für Beobachtungsgebiete.

Das bedeutet, dass von Menschen gehaltene Vögel nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden dürfen. Auch ist die Jagd auf Federwild weiterhin untersagt. Das Beobachtungsgebiet könnte den Angaben zufolge am 1. Weihnachtstag aufgehoben werden, wenn bis dahin keine neuen Vogelgrippe-Fälle nachgewiesen werden. Die landesweit verordnete Stallpflicht für Nutzgeflügel bleibt weiterhin bestehen.

Von Karin Rieck

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