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Zschettgauer Landwirte werben witzig und mit Erfolg in eigener Sache

Plakate Zschettgauer Landwirte werben witzig und mit Erfolg in eigener Sache

Seit gut einem Jahr wirbt das Landgut Zschettgau mit einer witzigen Idee für ihre Branche. Die Traktorenzüge des Unternehmens sind mit flippigen und coolen Sprüchen an ihren Anhängern bei der Ernte unterwegs.

Die Traktoren fahren mit witziger Werbung umher.

Quelle: Steffen Brost

Zschettgau. Landwirtschaft ist in aller Munde – oder besser Augen. Zumindest, was die Region angeht. Seit gut einem Jahr wirbt das Landgut Zschettgau mit einer witzigen Idee für die grüne Branche. Die Traktoren des Unternehmens sind mit flippigen und coolen Sprüchen an ihren Anhängern bei der Ernte unterwegs. Ein wahrlicher Hingucker.

Die Zschettgauer haben in Zusammenarbeit mit einem Kreativbüro vier verschiedene Motive erstellt, auf große Tafeln gedruckt und dazu jeweils einen lustigen und lockeren Slogan entwickelt. So zum Beispiel „Unsere tägliche Arbeit ist euer täglich Brot“, „Kuhle Milchmädels“ und „Landleben find ich voll scha(r)f“.

2000 Mal im Netz geklickt

Die Idee hatte die ehemalige sächsische Erntekönigin Tina Kissmann, die aus der Region stammt und hier auch ihre Ausbildung absloviert hat. Das ist jetzt ein Jahr her. Immer noch prangen die bunten Werbetafeln an den Trakoren. „Die Resonanz ist sehr gut. Allein der LVZ-Bericht von damals wurde in den sozialen Medien über 2000 Mal angeklickt. Das ist für unsere Verhältnisse immens“, freute sich Kissmann.

Ernster Hintergrund für die Aktion

Doch die Aktion hatte auch einen ernsten Hintergrund. Die Landwirtschaft ist immer wieder in der Kritik. Betriebe werden dabei als Massentierhalter und Umweltvergifter betitelt. „Vieles wird aber auch sehr verallgemeinert. Mit dieser eher ungewöhnlichen Werbeaktion wollten wir unseren Anteil bringen, solche Vorurteile abzubauen. Und wir hatten die Hoffnung, dass auch andere Unternehmen auf diese Kampagne aufspringen.

Andere Betriebe dafür zu begeistern ist aber nur bedingt gelungen. Oftmals sind finanzielle Gründe die Ursache. „Doch wer nichts fürs Image tut, der ist irgendwann von der Bildfläche verschwunden. Trotzdem finde ich die Aktion erfolgreich. Es wird darüber gesprochen. Das ist ein erster guter Ansatz“, so Kissmann weiter. Die 26-Jährige arbeitet im Agrarmanagement für Systemlösung in einem Betrieb in Gerichshain. Immer, wenn es die Zeit erlaubt, schaut die junge Frau bei Vater Tino im Landgut Zschettgau vorbei und hat so manchen guten Tipp auf Lager.

Schulklassen kommen oft vorbei

In den vergangenen Wochen hatten sie aber auch auf anderem Metier gut zu tun. Wenn es in Richtung Sommerferien geht, besuchen vermehrt Schulklassen die Unternehmen in der Region. Und dabei sehen sich die Landwirte oftmals mit völlig falschen Vorstellungen von Schülern aber auch Lehrern von Berufen in der Landwirtschaft konfrontiert. „Viele wissen beispielsweise nicht, dass man auch für solche Berufe einen guten Abschluss braucht und wir heutzutage keine Fünfer-Schüler mehr nehmen können. Die Bewerber brauchen gewisse Voraussetzungen gerade auch in Mathematik und Chemie. Denn, wenn Felder gedüngt werden müssen, kommt es auch auf das Einmaleins an“, weiß Tina Kissmann aus Erfahrung.

950 Hektar Fläche

Das Landgut Zschettgau betreut derzeit rund 950 Hektar in der Region, baut unter anderem Gerste, Roggen, Weizen, Mais und Raps an. Neu ist dabei die sogenannte „Durchwachsene Silphie“. Das ist eine in Nordamerika beheimatete Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler. Sie ist eine ausdauernde und mehrjährige Pflanze, die aufgrund ihrer großen Biomasseproduktion als Energiepflanze angebaut wird. „Wir nutzen das Gewächs als Energiepflanze für unsere Biogasanlage. Wir haben damit vor über drei Jahren begonnen, sie anzubauen. Probeweise auf 3000 Quadratmeter. Auch die Umwelt profitiert von solche Arten, weil sich in der Blühphase eine Menge an Fluginsekten darin wohlfühlen“, erklärt Tina Kissmann.

Von Steffen Brost

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