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Eilenburg Zufriedene Aussteller aus Nordsachsen auf Leipziger Messe
Region Eilenburg Zufriedene Aussteller aus Nordsachsen auf Leipziger Messe
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07:00 18.02.2017
Sascha Seiffert enthüllt auf der Leipziger Messe die aktuellen Trends im Gartenbau. Für die Ausstellung hat er mit seiner Firma extra eine große Gartenlandschaft gestaltet.   Quelle: Dirk Knofe
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Nordsachsen

 Lebhaftes Gedränge in den Gängen, zufriedene Gesichter bei den Ausstellern. Dieses Bild bietet sich zurzeit auf dem Gelände der Neuen Messe in Leipzig. Vom 11. bis 19. Februar haben dort die Messe „Haus, Garten, Freizeit“ und die „Mitteldeutsche Handwerksmesse“ ihre Pforten geöffnet – eine Kombination, die den Veranstaltern zufolge bereits am ersten Besucherwochenende 41 500 Menschen angelockt hatte.

Mehr als 1100 Aussteller aus 17 Ländern präsentieren sich auf den beiden Leistungsschauen. Nutzen damit die Gelegenheit, um über ihre Produkte und Dienstleistungen rund um Bauen, Wohnen, Gartengestaltung und Freizeit zu informieren. Mit dabei sind auch zahlreiche Aussteller aus Nordsachsen. Einigen von ihnen haben wir einen Besuch abgestattet.

Schönwölkauer Gartenbauer zeigen Trends

Am Stand von Sascha Seiffert, Geschäftsführer von Seifferts Gartengestaltung und Grundstücksservice GmbH aus Schönwölkau, bildet eine imposante, insgesamt 100 Quadratmeter große Gartenlandschaft den Blickfang für Besucher: „Die haben wir extra für die Messe angelegt. Unter anderem 500 Primeln sind hier gepflanzt.“ Seiner Meinung nach bilden aktuell grau-anthrazite Pflastersteine den Trend im Gartenbau. „Außerdem wollen die Leute einen pflegeleichten Garten, wo sie entspannen können und am Wochenende nichts machen brauchen.“ Über den bisherigen Messeverlauf weiß Seiffert zu berichten: „Wir können uns nicht beschweren, haben mehr Interessenten als im vergangenen Jahr. Vor allem Stammkunden waren bislang hier. Einige Beratungstermine sind bereits fix.“ Termine vereinbaren, Angebote erstellen – das steht für Seiffert in erster Linie auf dem Programm. Inwiefern sich die Leistungsschau für das Schönwölkauer Acht-Mann-Unternehmen tatsächlich gelohnt hat, lasse sich jedoch erst im Sommer sagen.

Rackwitzer Technik schützt Hab und Gut

Sowohl bei der „Haus, Garten, Freizeit“ als auch bei der „Mitteldeutschen Handwerksmesse“ steht in diesem Jahr vor allem die Sicherheit in den eigenen vier Wänden im Mittelpunkt. Ein Thema, das in aufgewühlten Zeiten besonders viele Menschen zu beschäftigen scheint. Türenbauer, Glaser und Anbieter von Alarmanlagen finden sich deshalb zuhauf auf dem Ausstellungsgelände. Der Stand von Andreas Pfeifer gehört ebenfalls in diese Kategorie: „Wir bieten Technik, die Gebäude sowie Hab und Gut zuverlässig schützt.“ Der Geschäftsführer der Tür- und Sicherheitssysteme Rackwitz GmbH meint damit vorrangig Automatiktüren. Seine Fünf-Mann-Firma vertreibt diese und baut sie beim Kunden ein. „Jede Tür ist einzigartig, wird individuell hergestellt.“

Andreas Pfeifer zeigt eine Schiebetür, die mit einem Rollgitter kombiniert ist. Quelle: Dirk Knofe

Ein außergewöhnliches Modell hat Pfeifer gleich mit nach Leipzig gebracht: eine Schiebetür, die mit einem Rollgitter kombiniert ist, erstmals vorgestellt auf der BAU München. „Das ist eine große Novität. Bislang gab es beides nur separat“, erläutert der Unternehmer. Angedacht sei die neuartige Vorrichtung in erster Linie für Geschäfte mit höheren Sicherheitsanforderungen wie Apotheken und Getränkemärkte. Neben dem Aspekt Sicherheit hat der Rackwitzer Montagepartner auch barrierefreies und komfortables Wohnen im Blick. So umfasst sein Angebot unter anderem auch Holz- und Stahl-Innentüren, die sich automatisch per Handsender oder Taster öffnen lassen. Gut geeignet für ältere und körperlich eingeschränkte Personen. „Darüber habe ich mich auf der Messe bereits mit mehreren Krankenkassen unterhalten, die sich daran beteiligen wollen“, freut sich Pfeifer. „Jetzt bin ich bei ihnen als Lieferant gelistet. Das ist ein großer Erfolg. Ich bin sehr optimistisch.“

Oschatzer Metallbauer knüpfen Kontakte zu Leipziger Kunden

Karsten Pietzsch: 60 bis 70 Prozent unserer Kunden kommen aus Leipzig. Quelle: Dirk Knofe

„Man wird gesehen, präsentiert sich. Viele Besucher nehmen Infoblätter mit. Manche kommen auch gezielt hierher und bitten um eine konkrete Beratung.“ So beschreibt Karsten Pietzsch einige der Ziele, die Aussteller wie er auf der Leipziger Messe verfolgen. Seine Firma, die Pietzsch Metallbau GmbH aus Oschatz, hat sich unter anderem auf Wintergärten, Markisen, Überdachungen, Glasbau sowie Pavillons spezialisiert. „Die Kunden sind bereit, zu uns in die Döllnitzstadt zu fahren. Obwohl die meisten davon in Leipzig und Dresden wohnen“, so der Geschäftsführer, der insgesamt vier Mitarbeiter beschäftigt. Aufträge erhalte er von Privatpersonen, aber auch von kommunalen Unternehmen. Denn als zweites Standbein haben sich die Reparatur von Glasfassaden und die Gebäudeenergieberatung entwickelt. „Hier sind es zum Beispiel Stadtverwaltungen, die sich an uns wenden“, erläutert Pietzsch, der auf ein gutes erstes Messewochenende zurückblicken kann: „Wir hatten viele Kontakte. Wenn die Ausstellung vorbei ist, werden wir ganz schön viel zu tun haben, um alles aufzuarbeiten.“ Damit dann alles geordnet abläuft, behilft sich der Unternehmer mit einem eigenen Symbolsystem: „Ich setze zum Beispiel zwischen eins und drei Ausrufezeichen hinter jede Kundenanfrage. So erstelle ich mir eigene Prioritäten, von ,hat etwas Zeit‘ bis hin zu ,besonders wichtig‘. Diese Liste kann ich dann einfach abarbeiten.“

Barrierefreie Naturstein-Bäder aus Wildschütz

Falko Breitkreuz wirbt für barrierefreie Bäder. Quelle: Dirk Knofe

Die Firma Breitkreuz Naturstein aus Wildschütz, einem Ortsteil der Gemeinde Mockrehna, ist das Familienunternehmen von Falko Breitkreuz. Dieser macht seit vielen Jahren der Leipziger Messe seine Aufwartung, wirbt dort unter anderem für Marmorböden, Treppen und Fensterbänke, Waschtische sowie Duschbecken. „Bei uns steht der Innenausbau mit Naturstein im Fokus, hautsächlich im Bereich Bäder“, erzählt der Firmeninhaber. Schwerpunkt sei dabei der Umbau zu möglichst barrierefreien und pflegeleichten Sanitärräumen. „Wir wollen alles ein bisschen ,wellnessmäßig‘ gestalten. Unsere Duschen sind ebenerdig, haben im Idealfall keine Türen. Um Fugen zu vermeiden, verwenden wir große Natursteinplatten. Die sind zwei Zentimeter stark. Außerdem wollen wir, so gut es eben geht, auf Metallbeschläge verzichten.“ Hergestellt werde im Fünf-Mann-Betrieb alles in der hauseigenen, mehrere hundert Quadratmeter messenden Werkstatt. Denn Katalogware gebe es keine.

Mit dem diesjährigen Messeauftritt zeigt sich Breitkreuz zufrieden: „Es läuft wirklich gut. Vor allem am Wochenende war der Andrang sehr groß. Viele Gäste waren da, haben Informationen eingeholt oder sich gleich einen Termin für eine Beratung in ihrem Hause geben lassen.“

Wellerswalder Tischlerei bringt Treppe mit

„Das erste Wochenende ist immer sehr gut. An den Werktagen verfolgen die Leute aber andere Ziele. Trotzdem: Man muss die neun Tage zusammen sehen, dann passt das alles.“ So beurteilt Rita Winkler die Resonanz auf der Messe. Die Bürokauffrau gehört zum Team der Tischlerei Winkler aus der Gemeinde Liebschützberg, Ortsteil Wellerswalde. Das Handwerksunternehmen, in dem ihr Mann Lutz die Geschäfte führt, habe sich auf die Konstruktion, Fertigung und Montage maßgefertigter Massivholztreppen fokussiert. „Alles, was aus Holz besteht, stellen wir selbst her“, so Rita Winkler. Ein besonderes Schaustück kann an ihrem Stand besichtigt werden. Es handelt sich um eine hochwertige Krümmlingstreppe mit reicher Verzierung. „Wir produzieren auch die Geländer. Nur wenn diese aus Metall oder Glas bestehen sollen, bekommen wir sie geliefert.“ Auf Anfrage fertigen die fünf Mitarbeiter der Tischlerei sogar Holzmöbel an, die für den Treppenunterraum bestimmt sind. „Das können zum Beispiel Schuhschränke oder Garderoben sein“, schildert Winkler.

Oschatzer Bau-Firma setzt auf Anfragen nach der Messe

Tino Kutscher verspricht eine fachkundige Beratung. Quelle: Dirk Knofe

Altbausanierung, Einblasdämmung, Gebäudeenergieberatung, Lehmbau. Das sind die Themen, zu denen Tino Kutscher gut gelaunt Auskunft erteilt. Der junge Mann ist Mitarbeiter bei der Pfennig Bau GmbH & Co. KG. Die in Oschatz ansässige Firma, in der rund 25 Personen beschäftigt sind, verrichte vor allem Maurer- und Betonarbeiten, betreibe zudem einen Internet-Fachhandel für hochwertige Bau- und Dämmstoffe. „Wir haben einen relativ großen Namen im Raum Leipzig.“ An der Leistungsschau der Handwerker nehme die Firma bereits seit mehreren Jahren teil. „Präsent sein, den Namen vertreten. Das sind unsere Ziele auf der Messe“, erläutert Kutscher. Das erste Wochenende sei gut verlaufen. Unter der Woche sei alles hingegen etwas ruhiger. Aber: „Entscheidend sind die Anfragen nach der Messe. Wenn ich gut berate, kommen die Kunden auch noch ein halbes Jahr später auf uns zu.“

Von Matthias Klöppel

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