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Eilenburg Zweite Auflage des Hohenprießnitzer Schlossfestival geplant
Region Eilenburg Zweite Auflage des Hohenprießnitzer Schlossfestival geplant
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17:00 28.10.2018
Zwölf Musiker des Taurida State Symphony Orchestra of Leningrad begeisterten in der Hohenprießnitzer Kirche mit ihrem Spiel. Sie opferten ihren freien Tag während einer Deutschlandtour, die das Orchester derzeit unternimmt. 2019 werden sie wieder hier sein, wenn das Orchester zu den Schlossfestspielen gastiert. Quelle: Bärbel Schumann
Hohenprießnitz

„Das war einfach Spitze!. Wir freuen uns schon heute drauf, wenn die Musiker im nächsten Jahr zu den Schlossfestspielen wieder nach Hohenprießnitz kommen“, sagt Rosita Dörn, die gemeinsam mit ihrem Mann Ernst das Benefizkonzert von zwölf Musikern des Taurida State Symphony Orchestra of Leningrad Region in der Dorfkirche zu Hohenprießnitz erlebten.

Rund 50 Gäste hören das Konzert

Werke von Tschaikowski, Vivaldi und Utjosov erklangen meisterlich gespielt unter der Leitung von Michael Golikov. Besonders die Solisten, Streicher und ein Bläser faszinierten die etwas mehr als 50 Konzertbesucher besonders. Schade, dass es nur so wenige waren, doch wer kam, bereute das nicht. Geweckt wurde vielmehr die Vorfreude bei manchem Musikfreund auf ein mögliches Gastspiel im Rahmen der Schlossfestspiele im nächsten Jahr, wenn die an diesem Abend im Kirchenrund spielenden Akteure mit ihren Musikerkollegen wieder kommen. „Ja, das Orchester kommt zu den Schlossfestspielen im nächsten Jahr“, erklärte der Leiter der Festspiele Fjodor Elesin an diesem Abend. Elesin begleitet das Orchester auf seiner derzeitigen Tour durch Deutschland und tritt auch mit ihm auf.

Schlossfestspiele 2019 finden statt

Mit diesem Satz ist nun öffentlich, dass es 2019 die zweite Auflage der Schlossfestspiele in Hohenprießnitz geben wird. Die Vorbereitungen, so Schlossmanager Robert Schmidt, laufen längst. Erste namhafte Künstler sind verpflichtet oder man steht kurz vor dem Abschluss eines Vertrages. „In die Öffentlichkeit mit dem Programm werden wir aber nicht vor Januar gehen können, weil das als Forderung Vertragsbestandteil von einigen der Verpflichteten ist“, sagt Robert Schmidt und lächelt verheißungsvoll. Auch der Festspielleiter lässt sich nicht hinreißen, etwas preiszugeben. „Leider werden es nur zwei Wochen Festival sein“, erklärt er noch vor Beginn seiner Eröffnung des Benefizkonzertes.

Künstler standen im Stau

Zunächst entschuldigt sich Fjodor Elesin, für den verspäteten Konzertbeginn. Die Künstler standen aus Hamburg kommend mit ihrem Bus im Stau. Doch böse sein konnte ihnen keiner, nachdem er von Elesin erfuhr, dass die Musiker an ihrem freien Tag vor dem nächsten Konzerttermin Zwischenstation in Hohenprießnitz gemacht haben, um das Bemühen der Orgelsanierung zu unterstützen. Es wäre einfach zu schön, wenn bei einem der Weihnachtskonzerte 2019 oder beim den Schlossfestspielen hier auch dieses Instrument bespielt werden könnte. „Zu einhundert Prozent stellen wir die Spenden heute für die Orgel zur Verfügung“, so Elesin. Diesmal landeten 480 Euro in der Spendenbox.

Ja, das Königsinstrument kostet viel Geld, um wieder zu erklingen. Aber es sei ein lohnendes Ziel, versichert Ernst Dörn, der sich auch in der Kirchgemeinde engagiert. Immerhin stamme das Gehäuse aus der Zeit um 1785, gehöre zu einer Orgel von Johann Christian Friedrich Flemming. Nikolaus Schrickel aus Eilenburg baute dann rund 100 Jahre später um 1880 eine neue Orgel in das Gehäuse ein. Die ist größtenteils erhalten, jedoch schon lange nicht mehr spielbar. Rund 50 000 Euro wurden für die Restaurierung veranschlagt.

Von Bärbel Schumann

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