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Eilenburg Zwillingsbrüder heuern mit Internet-Versand auf dem Eilenburger Schanzberg an
Region Eilenburg Zwillingsbrüder heuern mit Internet-Versand auf dem Eilenburger Schanzberg an
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11:16 18.08.2016
Blick auf die Halle der ehemaligen Bonbon-Fabrik Henri auf dem Schanzberg. Hier zieht ein Internet-Versandhandel für Sportartikel ein.  Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

 Vom Kinderzimmer auf den Eilenburger Schanzberg, und das in relativ kurzer Zeit. So lässt sich eine Karriere auf einen Nenner bringen, die ein innovatives junges Unternehmen jetzt ins Gewerbegebiet im Westen der Muldestadt führt. Die Zwillingsbrüder Jevgenij und Aleksandr Borisenko haben mit ihrer Sportspar GmbH den Kaufvertrag für das 55 000 Quadratmeter große Grundstück samt der 12 000 Quadratmeter großen ehemaligen Henri-Halle erst jüngst unter Dach und Fach gebracht, erzählt Jevgenij in dieser Woche. Und berichtet freimütig vom Werdegang seiner 2010 gegründeten Firma. Die will im sogenannten E-Business-Bereich weiter expandieren und zieht dafür vom Raum Aachen, vom Landkreis Heinsberg im westlichsten Zipfel Deutschlands, in den Norden Sachsens.

Für Eilenburgs Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) ein „Volltreffer“: Eines der führenden deutschen E-Commerce-Unternehmen im Bereich Outlet-Sportkleidung und -ausrüstung habe dank eines „Konstruktes von Netzwerken“ für Eilenburg gewonnen werden können. Alles habe gepasst, sind sich sowohl der Sportspar-Chef als auch das Stadtoberhaupt einig. Und während sich Scheler auf den Zuwachs an jungen Leuten und später vielleicht auch Interesse für die örtliche Wohnstandorortkampagne freut, sind die Borisenkos und ihr Team – von derzeit 30 Mitarbeitern kommen 13 vorwiegend junge Mitarbeiter von West nach Ost mit – auf die Mulderegion und den Wirtschaftsraum Leipzig gespannt. „Aus unserer Zeit in Suhl sind wir ja schon mit dieser Ecke Deutschlands bestens vertraut“, so Geschäftsführer Jevgenij Borisenko, der Sportspar gemeinsam mit Zwillingsbruder Aleksandr quasi schon am Kinderzimmer-Computer das Laufen lehrte.

Geboren in der ehemaligen Sowjetunion, erzählt der 26-Jährige, und aufgewachsen in Litauen, kamen die Borisenkos 1996 nach Deutschland und die Jungs hier in die erste Klasse. Bereits im elften Schuljahr, noch vor dem Abitur, gründeten die Jungunternehmer ihr Geschäft. Das kam über die Jahre so gut in Schwung, dass nunmehr ein Immobilien-Unternehmen beauftragt wurde, für die Expansion nach einem geeigneten neuen Standort zu suchen. Das habe eine Zeit lang gedauert und in verschiedene Bundesländer geführt, auch im Osten, so Borisenko. Die Liegenschaft der Firma Henri Süßwaren, die sich 2012 aus Eilenburg zurückzog, „ist ideal für uns“, so der Sportspar-Geschäftsführer.

Der Versandhandel soll nach Abschluss der Umbauarbeiten am 1. September in Betrieb gehen. Sportspar will hier rund 300 000 Euro investieren, unter anderem Brandschutzauflagen erfüllen und eine Versandstraße installieren. Für die 25 neuen Stellen, die in der Muldestadt geschaffen werden, sind vor allem Lagerfachkräfte, Kommissionierer und Bürokaufleute gefragt, ergänzt der junge Chef. Das inhabergeführte Handelsunternehmen spezialisierte sich auf den Versandhandel mit Sportartikeln, agiert europaweit und sieht seinen Schwerpunkt im Handel mit Restposten, Überhängen und Auslaufmodellen. Der Name ist Unternehmensphilosophie: beim Kauf von Sportartikeln sparen.

Weitere Infos über die Sportspar GmbH und neue Jobs im Internet unter www.sportspar.de/Jobs

Von Karin Rieck

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