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Eilenburg Zwischen Sprotta und Eilenburg wechselt der Kiesbergbau die Straßenseite
Region Eilenburg Zwischen Sprotta und Eilenburg wechselt der Kiesbergbau die Straßenseite
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07:00 24.05.2016
Die Bandanlage über die Ortsverbindung Sprotta-Eilenburg zeigt an: Auch nördlich der Straße wird demnächst Kies gefördert. Quelle: Wolfgang Sens
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Sprotta

Wie weiter nach dem Kiesbergbau links und rechts der Ortsverbindung von Sprotta nach Eilenburg? Einmal mehr hat sich der Ortschaftsrat Sprotta mit dieser Thematik beschäftigt. Zwei Kiesbetriebe, Niemeier und Berger, teilen sich linkerhand Uferbereiche. Beide arbeiten an Abschlussbetriebsplänen. „Dieser Tage gab es dazu Abstimmungen“, erklärte Michael Pieper von der Heinrich Niemeier GmbH auf Nachfrage. In einer Vorabstimmung des Unternehmens mit der Gemeinde Doberschütz, zu der Sprotta gehört, sei es auch um die Nachnutzung der Sprottaer Bucht gegangen, ergänzte Bürgermeister Roland Märtz (CDU). Bekanntlich wollen Ortschaftsrat und Bürger auch eine Fläche für Freizeitangebote, vor allem eine Badestelle an der genannten Verbindungsstraße. In den Abschlussbetriebsplan einfließen könne eine entsprechende Uferprofilierung, so Pieper. Nach den üblichen Planverfahren – öffentlichen Anhörungen, Stellungnahmen, Freistellung durchs Bergamt – würde das Kieswerk danach aus der Haftung entlassen und etwaige Badebereiche in öffentliche Trägerschaft abgegeben. Doch das ist Zukunftsmusik.

Die Firma Niemeier hat zunächst eine Verlängerung des Hauptbetriebsplanes für das Baufeld II im Blick. Bis spätestens 31. Juli 2017 wäre damit Zeit, die jetzige Abbaufläche auf der linken Straßenseite fertigzustellen. Das sei möglicherweise bis zum Jahresende schon möglich, so Pieper. Wie berichtet, soll dann nördlich der Kreisstraße nach Eilenburg auf 100 Hektar weiter Kies gefördert werden. Eine Genehmigung für zunächst zehn Hektar liegt bereits vor. Das Förderband über die Straße ins Aufbereitungswerk steht ebenfalls seit einigen Monaten. Die Einschwimmgrube für die neue Fördertechnik wird gerade vorbereitet. „Auch Teile des neuen Baggers, der geräuschärmer arbeiten wird, sind schon da“, ergänzte der Bergbauingenieur, bei der Niemeier GmbH für die Betriebsplanung zuständig.

Bei der Abschlussbetriebsplanung durch Berger gäbe es Probleme mit der Standsicherheit der Böschungen an der Paschwitzer Landstraße und an der Bahn“, wusste Märtz. Dieses Areal sei ausschließlich für Natur und Landschaft vorgesehen, im Randbereich vielleicht teilweise Stücke als Angelgewässer. Illegale Badegäste würden auf dem Eigentum der Firma Berger Risiken eingehen.

Von Karin Rieck

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