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17.000 Gäste haben Burg Gnandstein in dieser Saison besucht

Kohren-Sahlis 17.000 Gäste haben Burg Gnandstein in dieser Saison besucht

Die Museumssaison auf Burg Gnandstein ist beendet. „Wir befinden uns mit den Besucherzahlen auf dem Level des vergangenen Jahres“, zieht Museologe Falk Schulze eine erste Bilanz. Rund 17.000 Besucher haben die mittelalterliche Burg besichtigt oder die Sonderausstellung zum Einsiedel’schen Briefwechsel 1916 gesehen.

Burg Gnandstein gilt als die besterhaltene romanische Burganlage in Sachsen.

Quelle: Burg Gnandstein

Kohren-Sahlis/Gnandstein. Die diesjährige Museumssaison auf Burg Gnandstein endete am Reformationstag. „Wir befinden uns mit den Besucherzahlen auf dem Level des vergangenen Jahres“, zieht Museologe Falk Schulze eine erste Bilanz. Rund 17 000 Besucher wollten demnach die mittelalterliche Burg besichtigen, die Sonderausstellung zum Einsiedel’schen Briefwechsel 1916 „…kämst Du doch bald wieder, ich hab’s satt, so allein zu regieren“ sehen, auf verschiedenen Führungen die Geschichte des Bauwerks mit vielen Facetten erkunden. Allein zum Familientag unter dem Motto „Ritter, Jungfrauen, geheime Gemächer“ seien 300 Gäste gekommen: „Wir planen deshalb, diese Veranstaltung im nächsten Jahr an zwei Tagen anzubieten.“

Die Winterpause des Museums werde genutzt, um den Veranstaltungsplan für die kommende Saison zu komplettieren. Die Sonderschau zu den Briefen, die die Burg-Eigner Elfriede und Hanns von Einsiedel in den Jahren des Ersten Weltkrieges tauschten, soll um den Blick auf das Jahr 1917 erweitert werden.

Das Museum der mittelalterlichen Burg, die zu einer der reizvollsten in Sachsen zählt, wird durch die gemeinnützige Landesgesellschaft Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen betrieben. Für den Erhalt der historischen Mauern trägt der Staatsbetrieb SIB Verantwortung. Allein im zu Ende gehenden Jahr habe man in Gnandstein 800 000 Euro investiert, sagt SIB-Sprecherin Andrea Krieger. In den zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnten seit der Wende habe der Freistaat sogar rund 17,3 Millionen Euro in die schrittweise Sanierung der Burg investiert. Das Ergebnis sei weithin sichtbar; wirklich abgeschlossen sei ein solcher Prozess aber nie.

Der Sicherung des Westflügels habe 2016 besondere Aufmerksamkeit gegolten, so Krieger. Desolate Gebäudeteile habe man stabilisiert, Beräumungen vorgenommen, statische Untersuchungen veranlasst. Die gingen einher mit archäologischen Erkundungen etwa auf der Terrasse des bisher als Hotel genutzten Gebäudes. „Wir wollen perspektivisch den historischen Verbindungsgang zwischen unterer und oberer Terrasse wiederherstellen“, so Krieger. Deshalb müsse man möglicherweise eine bruchgefährdete Linde auf der Westterrasse fällen lassen, da sie durch ihr Wurzelwerk den Verbindungsgang aus gotischer Zeit stark schädige. An ihrer Stelle komme eine junge Linde in den Boden.

Was die Burg selbst betrifft: Die Felder-Dielung im Kaisersaal – er befindet sich im Südflügel – wurde konserviert. Öffnungen des Burgfrieds wurden mit Netzen verschlossen, um Tauben den Zugang zu verwehren. Vorbereitet wurde zudem der Neubau einer Heiztrasse, die im kommenden Jahr im Burghof verlegt werden soll.

Investiert wurde ebenfalls im Ritterguts-Komplex, der sich an die eigentliche Burg anschließt. Die Sanierung des südlichen Pächterhauses wurde abgeschlossen. Saniert sind die Fassaden der Scheune Nord und des Backhauses. Die oberirdische Stromversorgung wurde durch Erdkabel ersetzt. Die Orangerie erhielt neue Strom- und Wasseranschlüsse.

Die Sicherung der Westwehr, in den Jahren 2009 bis 2012 begonnen, dann aber unterbrochen, sollen nun eine Fortsetzung erfahren. Dafür wurden Vorarbeiten getroffen. Im östlichen und nördlichen Burggarten wurden Gehölze zurückgeschnitten, ebenso am südlichen Treppenaufgang zur Burg. Auf dem Vorplatz fand zudem eine archäologische Grabung statt. „Burg Gnandstein ist auch ein bedeutendes archäologisches Denkmal. Bei den Bodeneingriffen sind daher auch Mitarbeiter des Landesamtes für Archäologie zugegen, um eventuelle Funde zu dokumentieren und zu bergen“, so Christoph Heiermann, der Sprecher der Landesbehörde.

Für 2017 stellt der Freistaat weitere Baumittel von rund 700 000 Euro bereit. Die Museumssaison im kommenden Jahr beginnt am 1. April und dauert bis zum 5. November.

Von Ekkehard Schulreich

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