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Geithain 24. Töpfermarkt in Kohren-Sahlis lockte hunderte Besucher in die Stadt
Region Geithain 24. Töpfermarkt in Kohren-Sahlis lockte hunderte Besucher in die Stadt
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11:32 09.05.2016
Schwimmkeramik aus Waalsrode von der Keramikwerkstatt Helmut Gorlewski (re.). Quelle: Foto: Jens Paul Taubert
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Kohren-Sahlis

Obstfliegenfallen aus Keramik und als Apfel, Birne oder Zwerg gingen besonders gut über die Standtheke. Auch Blüten für Pflanztöpfe und Milchkrüge fanden zahlreiche Abnehmer. Der 24. Töpfermarkt am Wochenende in Kohren-Sahlis stimmte nicht nur die Händler zufrieden, sondern auch etliche Besucher, die mit Tüten bepackt und meist erst nach mehreren Stunden die Innenstadt verließen.

Aus Altenburg zog es Familie Weis am Sonnabend in die Töpferstadt. „Das ist doch gerade bei diesem Wetter ein traumhafter Ausflug“, sagt Enrico Weis. Der Tag würde sich perfekt zum Bummeln eignen, etwas Bestimmtes suchen sie jedoch nicht. „Aber wenn wir was finden, das uns gefällt, schlagen wir zu.“

Großes Gedränge herrschte unter anderem am Stand der ortsansässigen Töpferei Arnold. Zahlreiche weiße Schafe aus Keramik fanden einen neuen Besitzer, auch das ein oder andere schwarze Schaf wurde adoptiert. „Wer weiße Schafe anbietet, muss auch schwarze haben“, sagt Simone Döhler von der Töpferei. Besonders begehrt waren bei ihr und ihrer Kollegin auch Zaunfiguren. „Man merkt doch deutlich, dass die Gartensaison angefangen hat. Viele suchen jetzt noch Deko“, erklärt Kerstin Andrä.

Nebenan hat Annett Fischer gut zu tun. Ihre Töpferei im Bornaer Stadtteil Zedtlitz feiert im kommenden Jahr ihren 20. Geburtstag, von Anfang an präsentiert sie ihre Kunstwerke auf dem Töpfermarkt in Kohren-Sahlis. „Wir sind in der Region ansässig und wollen natürlich präsent sein“, macht sie deutlich. Am Wochenende gingen bei ihr vor allem Milchkrüge, Weinbecher und Blütenstecksteine über den Ladentisch.

Während es an den Keramikständen allerhand an den zwei Tagen zu kaufen gab, wurde es am Stand der Partnerstadt Montottone zunehmend leerer. Die Besucher kauften den Italienern sozusagen die Haare vom Kopf. Am Sonnabendnachmittg war weder vom Olivenöl noch vom Weißwein etwas übrig. „Wir sind restlos ausverkauft“, sagt Nicole Lepke vom Partnerschaftsverein. Mit 100 Litern Öl und rund 250 Litern Wein waren die Italiener angereist, mit leerem Bus fuhren sie wieder nach Hause. „Jedes Jahr kommen Freunde aus Montottone zum Töpfermarkt, und jedes Jahr sagen wir ihnen, dass sie mehr mitbringen müssen“, sagt Lepke. Doch je mehr mitgebracht werde, desto schneller sei auch das wieder weg.

So manche Warteschlange bildete sich auch am Stand der DRK-Werkstätten aus Geithain. Hier konnten Keramik-Tiere in allen Formen und Farben gestaltet werden. Vor allem Katzen wurden knapp. „Die gehen wirklich gut weg“, sagt daher Veronika Jahn-Steglich von den Werkstätten. Die Figuren würden sich vor allem gut für den Garten eignen. Sie seien bei 1000 Grad Celsius gebrannt und würden dann mit Acrylfarben bemalt werden können. Viele Kinder nutzten diese Gelegenheit, für ihre Mütter noch ein Muttertagsgeschenk zu gestalten. So auch Abdelsalam. Die Elfjährige hatte sich auch eine Katze ausgesucht, „weil Mama die Tiere so sehr mag“, wie sie begründete.

Hans-Jürgen Vollertsen und seine Frau Elke kamen aus Leipzig, um vor allem das „einmalige Flair“ des Marktes zu genießen. Auch sie suchten nichts Bestimmtes, wurden aber dennoch bei Kleinigkeiten fündig. „Die ganze Atmosphäre hier ist toll, dazu Musik und richtiges gutes Wetter - mehr braucht es nicht für einen gelungenen Tag.“

Von Julia Tonne

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