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Geithain 25 Jahre Alemannia Geithain: Fußballverein lädt Pfingsten zum Fest
Region Geithain 25 Jahre Alemannia Geithain: Fußballverein lädt Pfingsten zum Fest
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07:00 11.05.2016
Der FSV Alemannia Geithain feiert Pfingsten sein Jubiläum. Quelle: Andreas Döring
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Geithain

Das Eula-Hochwasser, das im Juni 2013 Teile des Henning-Frenzel-Stadions flutete und schwere Schäden hinterließ, zwang den FSV Alemannia Geithain, den 25. Geburtstag des Vereins zu verschieben. Jetzt, da die Plätze und das Vereinsgebäude instandgesetzt sind, wird nachgeholt, was laut Kalender im vergangenen Jahr bereits zu feiern gewesen wäre: Am 13. und 14. Mai lädt der Verein, der mit 176 Mitgliedern zu den größten der Stadt zählt, ein zu Fußball und Kaffeekonzert, zu Familienprogramm und Livemusik mit der Band „Leiseschrei“.

Die Hochwasserschäden an den Sportanlagen von Alemannia waren enorm, alle Plätze hinüber. „Es gab ein gutes Zusammenspiel von Stadt und Verein“, sagt Philipp Rüffert, Vereinsvorstand und von 1994 bis 2008 aktiver Kicker. Die beiden neuen Kunstrasenplätze seien für das Training und für den Spielbetrieb ein großer Gewinn. Dem Nachwuchs komme eine besondere Bedeutung zu, der sich Thomas Wilde als Nachwuchsleiter verschrieben hat. Seit ein paar Jahren ist Alemannia dabei, sich von Grund auf neu aufzubauen. Trainiert wird in den Altersklassen F, E, D und A und ab der neuen Saison gäbe es wieder eine C-Jugend auf dem Großfeld. Selbst die Bambini (G-Jugend), Kinder im Vorschulalter, trainieren regelmäßig und absolvieren Testspiele „Ohne Nachwuchs können wir keine Herrenmannschaft auf Dauer am Leben erhalten“, sagt Rüffert mit Blick auf die 1. Männermannschaft, die in der Kreisoberliga Muldental/Leipziger Land agieren – eine Ebene, die der einstigen Bezirksklasse entspricht, in die der Verein 1993 erstmals aufgestiegen war, ehe er zwei Jahre später mit der Bezirksliga den Zenit erreichte.

Apropos Zenit: „Die Neunzigerjahre waren für uns die erfolgreichsten – bisher“, sagt Philipp Rüffert, der damals noch als Jugendspieler aktiv war. Die Wurzeln des Vereins reichen zurück bis 1920, als sich der Sport- und Turnverein gründete. In 40 Jahren DDR hatte die BSG Motor das Sagen, aus der in der Wendezeit die SG Agro wurde, deren Zweite Mannschaft wiederum 1990 Keimzelle des FSV Alemannia und seiner Ersten Männermannschaft wurde. Sie und die zahlreichen Nachwuchsteams, auf Bezirksebene setzten Maßstäbe in der Region, ehe der Verein nach der Jahrtausendwende in schwieriges Fahrwasser geriet, Auflösungserscheinungen immer deutlicher wurden.

Dass Alemannia den Weg aus der Krise fand, sei dem neuen Vorstand um Uwe Schiener, seit 2005 Präsident, zu danken, vor allem aber den Trainern, Ordnern, Schiedsrichtern, Sponsoren und den vielen anderen Ehrenamtlichen, die sich für den Verein bis heute einsetzten, sagt Rüffert. Deshalb sei das Jubiläum ein trefflicher Grund, um gemeinsam zu feiern, um zurück und vor allem nach vorn zu schauen.

Ob Henning Frenzel, der Lok-Stürmer und Nationalspieler, der in Geithain erste Ballerfahrungen sammelte und dessen Name seit 2011 über dem Eingang zum Stadion zu lesen ist, zum Fest kommt, sei nicht sicher, sagt Philipp Rüffert: „Wir würden uns freuen. Eingeladen ist er auf jeden Fall.“ Eingeladen wie ehemalige Aktive, langjährige Unterstützer und alle, denen Alemannia am Herzen liegt.

Den Auftakt am 13. Mai markiert 18 Uhr ein Spiel der Alten Herren gegen Union Milkau, es gibt ein Skatturnier und ein Abendprogramm mit DJ im Festzelt. Mit Freundschaftsspielen beginnt der 14. Mai (ab 9 Uhr). Der SV Narsdorf richtet ab 9.30 Uhr ein Volleyballturnier aus. Ganztags gibt es ein sportliches Familienprogramm mit Tischtennis-Simulator, Fahrrad-Parcours, Torwandschießen, DRK-Wasserwacht, Feuerwehr und natürlich Fußball. 15 Uhr spielt die Bigband des Musikvereins Geithain zum Kaffeekonzert. 16 Uhr schließt sich ein Staffelwettbewerb der Vereine an. In den Abendstunden gehört der Band „Leiseschrei“ das Zelt; bereichert wird das Abendprogramm durch eine Tanzeinlage des GCC. Der Eintritt zum Fest ist frei.

Von Ekkehard Schulreich

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