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Geithain 300 Rassekaninchen zeigen sich von bester Seite
Region Geithain 300 Rassekaninchen zeigen sich von bester Seite
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12:44 24.02.2019
Stolze Züchterinnen: Inka Hähle (l.) und Ines Bachmann mit einem Zwergwidder weiß Blauauge. Quelle: Bert Endruszeit
Bad Lausick

Treffpunkt für die Freunde der Mümmelmänner: Rund 300 Tiere aus Sachsen und Thüringen konnten am Wochenende zur 52. Allgemeinen Rassekaninchenausstellung in der Turnhalle der Bad Lausicker Grundschule bewundert werden. Als Ausrichter zeichnete der bereits 1896 gegründete Kaninchenzuchtverein S 15 Bad Lausick verantwortlich. „Ohne unsere zahlreichen Helfer wäre eine solche Schau kaum zu stemmen“, sagte die Vereinsvorsitzende Inka Hähle. Und damit meinte sie nicht nur die Vereinsmitglieder, denn das sind gerade mal 16 Leute. „Auf diese 16 sind wir aber sehr stolz, denn es gibt mittlerweile Zuchtvereine, die nur noch drei Leute zählen.“ Und so griffen den Bad Lausickern bei der Vorbereitung der Schau auch Kaninchenzüchter aus Großbothen und Colditz unter die Arme.

Erste Frau an der Spitze in über 100-jähriger Vereinsgeschichte

Inka Hähle leitet den Bad Lausicker Verein seit 2013 und ist damit die erste Frau auf diesem Posten in der mehr als 100-jährigen Vereinsgeschichte – eine Seltenheit in der noch immer von Männern beherrschten Welt der Kaninchenzucht. „Ich bin durch meine Tochter Jessica zur Kaninchenzucht gekommen. Die gewann damals auf einer Tombola einen Zwergwidder. Das war der Startschuss.“ Heute züchtet sie „Zwergwidder weiß Blauauge“. Eine Rasse, die mittlerweile selten ist. „Ich habe arge Probleme, neue Zuchttiere zu bekommen. Es wird wohl an der Farbe liegen, denn weiße Tiere machen mehr Arbeit, die sind schmutzempfindlicher.“

Es müssen nicht immer lebende Tiere sein: Isabella Ludwig bot Plüschtiere an. Quelle: Bert Endruszeit

Verein verzichten auf Verlosung von Tieren

Ihre Tätigkeit für den Verein möchte sie nicht missen. „Trotz der aufwendigen Arbeit macht es mir viel Spaß.“ Stichwort Tombola: Auf die Verlosung von Tieren wird mittlerweile verzichtet, schließlich sei nicht jeder auf die Haltung der Tiere vorbereitet. „Kaninchen sollte man nicht in der Wohnung halten. Denn auch in einer beheizten Wohnung bekommen die Tiere ihr Winterfell. Wir sitzen ja auch nicht mit dem dicken Anorak in der Stube.“

Sponsorenakquise ist Hauptarbeit des Vereins

Auch wenn es keine lebenden Tiere zu gewinnen gab – die Tombola konnte sich auch so sehen lassen. „Wir haben hier immer sehr hochwertige Preise“, betonte Vereinsmitglied Ines Bachmann. Der diesjährige Hauptgewinn war beispielsweise eine komplette Sitzgruppe für die Terrasse. Zahlreiche Sponsoren unterstützen den Verein mit Tombolagewinnen. „Doch das ist kein Selbstläufer, dafür müssen wir Kontakte pflegen, Gespräche führen, Firmen besuchen. Die Gewinnung von Sponsoren ist die Hauptarbeit vor so einer Ausstellung“, so Bachmann. Bereits jetzt hat der Verein die nächste Schau im Blick: In einem Jahr ist man Gastgeber für die Muldental-Kreisschau – eine ganz große Nummer.

Zur Ausstellung gab es natürlich viele Preise – eine ganz besondere Auszeichnung erhielt Vereinsmitglied Siegfried Lori. Mit der großen goldenen Ehrennadel wurde seine Mitarbeit im Verein gewürdigt, Lori ist schon seit einem halben Jahrhundert dabei.

Von Bert Endruszeit

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