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40 Mal rückte die Bad Lausicker Feuerwehr zu Einsätzen aus

Jahreshauptversammlung 40 Mal rückte die Bad Lausicker Feuerwehr zu Einsätzen aus

Allein zu Bränden wurden die ehrenamtlichen Bad Lausicker Feuerwehrleute in diesem Jahr schon zwei Dutzend Mal gerufen. Allerdings erwies sich die Hälfte dieser Einsätze als Fehlalarmierungen. Kurz vor Weihnachten zog die Wehr Jahresbilanz.

Klaus Bräuer (Zweiter von links) wurde für 60 Jahre Feuerwehr geehrt. Wehrleiter Tomy Klisch, Bürgermeister Michael Hultsch und Lutz Delling gratulierten.

Quelle: Wolfgang Müller

Bad Lausick. Bis Mitte Dezember wurden die Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr Bad Lausick in diesem Jahr zu 40 Einsätzen gerufen. Das bilanzierte Wehrleiter Tomy Klisch auf der Jahreshauptversammlung. 25-mal wurden die Ehrenamtlichen zu Bränden und 15-mal zu anderen Hilfeleistungen gerufen. Allerdings war die Hälfte aller Alarmierungen durch fehlerhafte Brandmeldeanlagen verursacht. Neben drei schnell gelöschten Kleinbränden gab es einen Heckenbrand, der auf ein Wohnhaus überzugreifen drohte, sowie eine Unterstützung bei einem Wohnhausbrand in Kitzscher. Die technischen Hilfeleistungen beziehen sich auf zwei Verkehrsunfälle, dreimal musste ausgelaufenes Öl beseitigt werden. Bei Sturm- und Wasserschäden gab es fünf Einsätze; Hilfe zur Rettung einer Person sowie bei Ausfall des Aufzuges am Bad Lausicker Bahnhof gehören ebenfalls dazu. Insgesamt waren die Kameradinnen und Kameraden 57 Stunden im Einsatz. Bei 16 Einsätzen waren andere Ortsfeuerwehren beteiligt.

Zur Bad Lausicker Wehr gehören 69 Mitglieder, davon sind 43 in der aktiven Abteilung. Insgesamt wurden bei Einsätzen, Ausbildungsdiensten, Schulungen 5914 freiwillige Stunden geleistet. Die Dienstbeteiligung betrug 62 Prozent. Der Wehrleiter berichtete über einen kostenaufwendigen Schaden an der Drehleiter, der – auch durch die Unterstützung von Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) – behoben werden konnte. Der im Vorjahr neu gewählte Feuerwehrausschuss und die neue Wehrleitung leisteten Klisch zufolge eine gute Arbeit. Klisch kritisierte allerdings die mangelnde Bereitschaft, außerhalb des Dienstes etwas gemeinsam zu unternehmen. Nur wenige hätten sich an einer Schlauchboottour beteiligt; die geplante Ausfahrt habe wegen geringer Beteiligung ausfallen müssen. Im Feuerwehrhaus kann man sich neuerdings an bestimmten Tagen sportlich betätigen, was rege genutzt werden sollte. Gut gelungen nannte er die Veranstaltung zum 50-jährigen Bestehen des Gerätehauses. Im April nahm die Wehr an einer Katastrophenschutzübung im Colditzer Forst teil. Der Wehrleiter würdigte auch die Bereitschaft der Kameraden bei der Durchführung des Grundlehrganges, die Versorgung durch die Küche und die Arbeit der Geräte- und Atemschutzwarte, der Jugendwarte und der Altersabteilung.

Jugendwart Michael Manthey berichtete über die Jugendfeuerwehr. Drei Kinder konnten in diesem Jahr neu aufgenommen werden. Die nun 18 Kinder und Jugendlichen, darunter zwei Mädchen, besuchten regelmäßig die Ausbildungsdienste. Die Höhepunkte waren der Besuch in einem Kletterwald und das Zeltlager in der Jugendherberge Buchheim zusammen mit der dortigen Jugendfeuerwehr. Manthey bedankte sich bei den Helfern, würde sich aber über mehr Aktivitäten freuen. Bürgermeister Michael Hultsch zollte den Feuerwehrmitgliedern für die ehrenamtliche Arbeit Respekt: „Gut, dass bei allen Einsätzen keiner zu Schaden gekommen ist.“ Die Stadt stellte 12 000 Euro für die Beschaffung von Kleidung bereit. In diesem Jahr begonnen soll die Schadensbeseitigung am Gerätehaus 2017 fortgesetzt werden. Lobende Worte für die Arbeit der Wehr und die Unterstützung der Stadt fand Stadtwehrleiter Tim Barczynski. Die Ausbildung gelte es ernst zu nehmen, und auch außerhalb dieser könne man sich Feuerwehrwissen aneignen.

Mit einer Gedenkminute zu Beginn der Jahreshauptversammlung gedachten die Kameradinnen und Kameraden ihres verstorbenen Alterskameraden Horst Hofmann. Für 60 Jahre Feuerwehrdienst wurde Klaus Bräuer, für 50 Jahre Feuerwehrdienst Bernd Bertram geehrt. Mit der Gottfried-Becker-Medaille für gute Feuerwehrarbeit wurde Ines Fiedler ausgezeichnet. Als neue Anwärter wurden Julia Sanne und Denny Schwarz vom Bürgermeister Michael Hultsch und Wehrleiter Tomy Klisch in die Bad Lausicker Wehr aufgenommen.

Von Wolfgang Müller

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