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Geithain 8000 Besucher kommen pro Jahr in die Kohrener Museen
Region Geithain 8000 Besucher kommen pro Jahr in die Kohrener Museen
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18:03 21.02.2016
Basteln im Töpfermuseum: Petra Sporbert (l.) zeigt den Mädchen und Jungen, wie Frühlingsmänchen aus Löffeln und Filz entstehen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Kohren-Sahlis

Mit der Ausstellung über Alt-Kohrener Keramik gibt das Töpfermuseum in Kohren-Sahlis derzeit einen weiteren Einblick in die Historie des Töpferhandwerks. Außerdem bietet es Kindern die Möglichkeit, gestalterisch aktiv zu werden. So bereichern Bastelnachmittage und Porzellanmalerei das Angebot.

Die Porzellanmalerei bringt Kindern den Umgang mit dem Material näher. „Wir bieten diese gestalterische Art schon seit einigen Jahren an, es ist inzwischen ein fester Bestandteil im Angebotsreigen geworden“, sagte Museumsleiterin Corinne Schulze. „So haben nicht nur die Kinder Freude daran, die Keramik nach eigenen Vorstellungen oder in traditioneller Weise mit Farbpunkten zu verzieren, sondern es nehmen mitunter sogar ganze Familien die Gelegenheit wahr, gemeinsam etwas zu erleben.“

Ein Museum lebt von seinen Besuchern, auch organisierte Besuchergruppen würden häufig kommen. Neben dem Töpfermuseum können sie weitere Orte in Kohren-Sahlis kennen lernen wie die Hofmannsche Sammlung am Marktplatz und den Schwind-Pavillon in Rüdigsdorf. „Bei Bedarf führen wir auch außerhalb der Saison Interessenten an beide Orte, um ihnen deren Geschichte näher zu bringen“, erklärte die Museumsleiterin.

Die Besucherzahlen haben sich für alle drei Objekte auf etwa 8000 Gäste im Jahr eingepegelt. Ihrer Meinung nach könnten es noch mehr sein. Als es die Autobahn noch nicht gab und die Leute über die Landstraße fahren mussten, waren sie näher an Kohren-Sahlis dran und haben dadurch eher einen Impuls bekommen, der Region einen Besuch abzustatten. „Als die neue Autobahn den Verkehrsfluss auf sich zog, verzeichneten wir tatsächlich einen Rückgang“, sagte Corinne Schulze. Ein Werbeschild an der Autobahn vermisse sie, ihrer Meinung nach könnte es den einen oder anderen ins Töpfermuseum nach Kohren-Sahlis locken.

Dennoch ist Corinne Schulze guten Mutes, dass viele Gäste auch in diesem Jahr dem Haus und anderen Kleinoden in der Umgebung einen Besuch abstatten. „Bereits vor der Ausstellungseröffnung der Alt-Kohrener Keramik hatten wir Anfragen, wann diese zu sehen sein wird“, sagte die Leiterin. Nun hofft sie, dass das Interesse daran weiter anhält. Die Saison habe erst begonnen und da sei die Resonanz noch verhalten.

Das älteste Stück im Töpfermuseum ist aus dem 16. Jahrhundert. Aber auch Keramiken aus der jüngsten Vergangenheit, welche die Kohrener Töpferei Müller als Leihgabe zur Verfügung stellt, spannen den Bogen der Töpfergeschichte im Kohrener Land von den Anfängen bis zur Gegenwart. Zudem ist in diesem Jahr eine Ausstellung zur Töpferinnung hinzugekommen.

Von René Beuckert

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