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A 72-Anschluss Frohburg: Bund pocht auf Änderung – Ampel statt Kreisverkehr

Autobahn A 72-Anschluss Frohburg: Bund pocht auf Änderung – Ampel statt Kreisverkehr

Die Anschlussstelle Frohburg an die Autobahn 72 soll anders gebaut werden als zuletzt geplant. Die Zufahrt zur Autobahn sollte mittels eines Kreisverkehrs mit der alten B 95 – jetzt Staatsstraße 51 – und der neu zu bauenden B 7 Richtung Thüringen eingebunden werden. Nun ist eine Ampel im Gespräch.

Die A 72 wächst in Richtung Rötha. Wann die Autobahnanschlussstelle Frohburg entsteht, scheint derzeit offen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg. Die Anschlussstelle Frohburg, die die Stadt endlich an die Autobahn 72 anbinden soll, soll anders gebaut werden als zuletzt geplant. Die Zufahrt zur Autobahn sollte mittels eines Kreisverkehrs mit der alten B 95 – jetzt Staatsstraße 51 – und der neu zu bauenden B 7 Richtung Thüringen eingebunden werden. „Nicht nur wir haben diese Lösung sehr begrüßt“, sagt der Frohburger Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW): „auch die fachliche Begründung der Deges mit Verweis auf die besondere Streckencharakteristik und die besonderen Rahmenbedingungen in Frohburg wohlwollend zur Kenntnis genommen.“

Ein Wohlwollen und eine Lageeinschätzung, die das Bundesverkehrsministerium offenbar so nicht teilt. Das erfuhr Hiensch auf einer Beratung in der vergangenen Woche, bei der der Autobahn-Bauer Deges zugegen war, das sächsische Wirtschaftsministerium hingegen abgesagt hatte. In dieser Runde ging es nicht nur um die Anschlussstelle Frohburg, um die die Kommune seit Jahren kämpft, sondern auch um die Neutrassierung der Bundesstraße 7 von dort nach Altenburg.

Ministerium: Bruch im Verkehrsfluss

„Die Anlage eines Kreisverkehrsplatzes hätte in der Streckencharakteristik hinsichtlich des Verkehrsflusses der noch zu bauenden B 7 neu zwischen der Landesgrenze Thüringen/Sachsen und der A 72 zu einem Bruch geführt“, erfuhr die LVZ aus der Pressestelle des Bundesverkehrsministeriums. Deshalb habe man Sachsen aufgefordert, „den Knotenpunkt als lichtsignalgeregelten Knoten auszubilden“. Das Ministerium habe den nach der erfolgreichen Klage der Osterland Agrar GmbH erfolgten Plankorrekturen von Anschlussstelle und B 7 neu schon im Juni vergangenen Jahres zugestimmt. In der Frage des Bauzeitraumes verweist das Ministerium auf den Freistaat.

Wolfgang Hiensch kann da nur mit dem Kopf schütteln. „Seit Monaten bemühe ich mich über die Deges um die schriftliche Begründung aus dem Bundesverkehrsministerium, warum die Planungen mit dem Kreisverkehr wieder geändert werden müssen. Die Deges konnte mir bisher aber nur mitteilen, dass es hierzu keine schriftliche Begründung aus dem Bundesministerium gibt und ich mich diesbezüglich direkt an das Bundesverkehrsministerium wenden müsste“, sagt er. Andererseits habe der Autobahn-Bauer auf besagter Beratung erneut betont, „ dass der Kreisverkehr aus vielerlei Sicht die sinnvollste Lösung für die Anbindung der alten B 95 und der Anschlussstelle Frohburg“ sei.

Agrar GmbH lehnt Bau der neuen B7 ab

„Wir Landwirte haben die Varianten der Anbindung noch nicht gesehen“, sagt Siegfried Runkwitz, Geschäftsführer des Unternehmens, das vor dem Bundesverwaltungsgericht erfolgreich war. „Wir unterstützen, dass eine vernünftige Anbindung an die Autobahn endlich passiert. Was wir aber ablehnen, ist der Bau der neuen B 7. Die ist absolut nicht notwendig.“ Der Bau einer Südumfahrung von Borna mit Anschluss an die A 72 in Borna-Süd sei für die Anbindung des Altenburger Raumes viel sinnvoller. Statt dessen aber versuche Thüringen, „auf Teufel komm raus die B 7 bis zur Landesgrenze zu bauen“. Dagegen wehre man sich, nicht aber gegen eine Anschlussstelle Frohburg.

Von Ekkehard Schulreich

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