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Geithain A 72: Lückenschluss auf der Muldenbrücke
Region Geithain A 72: Lückenschluss auf der Muldenbrücke
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19:48 28.02.2011
Beton fließt in die Schalung des Troges, der die Fahrbahn tragen wird. Quelle: Jens Paul Taubert
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Penig

Die Fahrbahnplatte selbst folgt in anderthalb Wochen. Bis zur Fertigstellung des 710 Meter langen Bauwerks bleibt dennoch allerhand zu tun.

„Für uns ist der Gesamtfortschritt des Autobahnbaus notwendig", kommentiert Burkhard Zscheischler, der Sprecher des Autobahnamtes Sachsen, den Lückenschluss in der Brücke hoch über der Mulde eher emotionslos. Und da seien noch etliche Schritte zu gehen, um den zwölf Kilometer langen Abschnitt von Niederfrohna über Penig nach Rochlitz/Rathendorf wie geplant im Herbst für den Verkehr freigeben zu können. Der Winter habe dem Zeitplan zugesetzt, noch immer stecke der Frost tief im Boden. „Interessant ist für uns eher, kommen sich die Unternehmen, die in den nächsten Wochen und Monaten hier bauen werden, auch nicht in die Quere", sagt Zscheischler. Schwerpunkt sei der Trassenbau selbst, aber auch ein Regenrückhaltebecken müsse noch entstehen. Ungeachtet dessen sei die Muldenbrücke das Herzstück der A 72 zwischen Chemnitz und Leipzig: „Und es ist die zweitgrößte Autobahnbrücke, die wir in Sachsen haben."

Als die Bauleute des Frankenhainer Unternehmens Arlt in aller Frühe loslegten, war die Luft noch frostig. „Wir hatten alles abgedeckt, geheizt und die Baustelle auch über das Wochenende eisfrei gehalten", erklärt Geschäftsführerin Kerstin Arlt. 370 Kubikmeter Beton flossen in den 60 Meter langen Hohlkasten. Die Richtungsfahrbahn Leipzig ist damit baulich geschlossen. Die Platte für die Fahrbahn folgt Ende nächster Woche; bis dahin sind Spannstähle zu montieren und ähnliches. Die Platte wird vorerst nur 52 Meter messen. Durch die verbleibende Öffnung werden Entwässerungsrohre verlegt und die Schalung heraufgeholt, ehe die Fahrbahn danach tatsächlich in Gänze geschlossen ist. Die Arlt GmbH kümmert sich außerdem um die Ausrüstung der Brücke von der Leitplanke bis zur Lärmschutzwand, bringt am Ende die Schwarzdecke auf der Brücke selbst und bis 50 Meter vor dem Bauwerk auf.

„Die Brücke ist die größte, die wir als Unternehmen bisher gebaut haben", sagt Arlt. Das Besondere seien die beiden unterschiedlichen Technologien, die zum Einsatz kamen: das Taktschieben vom Nordufer her, die Vorschubrüstung von Süden. Nicht weit entfernt von der Muldenquerung arbeitet die mittelständische Firma an der Brücke über das Lochmühlental. Für das Autobahnamt Chemnitz baut man zudem an der Ortsumfahrung von Gornau. Verschiedene Projekte treibe die Firma parallel voran, verweist Arlt auf gut gefüllte Auftragsbücher: „Aber erst mal müssen wir an den beiden Brücken bei Penig noch jede Menge tun."

Ekkehard Schulreich

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