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Geithain ASB-Mitarbeiter in Borna stark verunsichert
Region Geithain ASB-Mitarbeiter in Borna stark verunsichert
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16:31 19.05.2015
Alltäglicher Anblick: Notfall-Rettungsfahrzeuge passieren die Ein- und Ausfahrt der Heliosklinik in Borna. Quelle: Thomas Kube

In der Region Geithain fährt weiter der DRK-Kreisverband Geithain die Rettung, für den Bereich der Rettungswache Borna kann der Zuschlag noch nicht erteilt werden.

Per Fax trafen gestern früh die offiziellen Schreiben bei den einzelnen Bietern ein, unterzeichnet von Landrat Gerhard Gey (CDU). "Dass der Zuschlag nur an örtliche Unternehmen erteilt wurde, zeigt dass diese kosten- und qualitätsbewusst arbeiten und gut im Wettbewerb bestehen können", so der Vorsitzende des Rettungszweckverbandes.

Das Los für den Bereich Borna ist als einziges noch nicht vergeben. Hier sei ein Vergabenachprüfungsverfahren anhängig, erklärte Kreissprecherin Brigitte Laux, denn ein unterlegener Bieter habe bei der Vergabekammer in Leipzig Rechtsschutz beantragt. Im Stadtgebiet Borna fährt derzeit der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) die Rettung. "Wir haben den Nachprüfungsantrag gestellt und hoffen auf Akteneinsicht", bestätigte gestern Marion Zimmermann, Geschäftsführerin des ASB-Regionalverbandes Leipzig. Sie erinnerte an die Insolvenz der DRK-Rettungsdienst, Krankentransport und Hilfsdienste im Leipziger Land gGmbH Borna, die ihre Leistungsfähigkeit nicht unter Beweis gestellt habe. Laut Zimmermann soll nun eine andere Tochter des DRK Leipzig-Land den Zuschlag erhalten, darüber sei man schon erstaunt, so die ASB-Geschäftsführerin. "Wir sind nach der Insolvenz 2008/2009 angetreten und haben den Rettungsdienst in Borna qualitativ sehr hochwertig aufgebaut - nun sieht es so aus, dass wir den Zuschlag nicht erhalten sollen." Dafür habe man kein Verständnis, und die Mitarbeiter des Rettungsdienstes seien in höchstem Grade verunsichert. Starke Auswirkungen würde so eine Entscheidung auch auf den Katastrophenschutz haben, erklärte Zimmermann.

Im Bornaer Umland fährt die Johanniter-Unfallhilfe derzeit die Rettung. "Wir müssen das Ergebnis des Verfahrens abwarten", erklärte Julian Rosig, Pressesprecher der Johanniter in Sachsen. "Wir hoffen darauf, dass nicht allein der Preis die entscheidende Rolle spielt, sondern auch die Qualität des Angebotes maßgeblich einfließt", betonte er.

Für fünf der sechs Rettungswachenbereiche des Verbandes konnte der Zuschlag gestern erfolgen. Der Bereich Döbeln geht an den DRK-Kreisverband Döbeln-Hainichen, die Region Geithain an den DRK-Kreisverband Geithain und der Bereich Zwenkau an die DRK-Rettungsdienst und Krankentransport Leipzig und Umland gGmbH.

Die Vergabe der beiden Lose für die Rettungswachenbereiche Wurzen und Grimma erfolgt an die DRK-Rettungsdienst, Krankentransport und Hilfsdienste im Muldental GmbH. "Das ist für uns eine sehr große Freude", bestätigte Jens Stiller, Geschäftsführer der GmbH, die seit 2008 die Rettungsdienste der ehemaligen DRK-Kreisverbände Grimma und Wurzen vereinigt. Bei der Erarbeitung des Angebotes habe man viel Schweiß und Kraft gelassen. "Die Mühe hat sich gelohnt, immerhin hängen daran 65 Arbeitsplätze im Rettungsdienst", so Stiller, der auch Vorstand des DRK-Kreisverbandes Muldental ist. Die GmbH wird nun weiter die Rettung in dem Gebiet fahren, wo sie bislang tätig war. Gern erinnert sich Stiller an den Abend des 20. Juni, als in der Wurzener Geschäftsstelle ein großes Helferfest nach dem Hochwasser stattfand, genau an diesem Abend trafen die Faxe mit der Ankündigung der Vergabe ein. "Da war der Jubel groß", so der Geschäftsführer.

Freude auch in Geithain: "Wir sind erleichtert, dass wir den Zuschlag für unser Los erhalten haben", erklärte gestern Heidrun Naumann, die amtierende Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Geithain. Das Angebot in hoher Qualität zu erarbeiten, sei eine große Kraftanstrengung gewesen. "Viele Rettungsdienstmitarbeiter haben sich hier engagiert, allen herzlichen Dank." Die Unsicherheit der zurückliegenden Monate sei für alle Mitarbeiter des Rettungsdienstes eine starke Belastung gewesen. Naumann: "Nun können wir ihnen für die kommenden Jahre eine klare Perspektive bieten."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.07.2013

Inge Engelhardt

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