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AZV Wyhratal baut ab 10. April in Narsdorf

AZV Wyhratal baut ab 10. April in Narsdorf


Narsdorf. Rund eine halbe Million Euro investiert der Abwasserzweckverband Wyhratal (AZV) in die Abwasserentsorgung in Narsdorf.

. Der Bau soll am 10. April beginnen und bis Ende September über die Bühne sein. Die Submission erfolgte am Dienstag. Der Verband will in der kommenden Woche einem der 14 Bieter den Zuschlag erteilen. Rund 110 Einwohner werden dann neu an die Abwasserentsorgung angeschlossen, dafür müssen sie Geld bezahlen.

Anfang April soll in Narsdorf eine Einwohnerversammlung zu dem Bauvorhaben stattfinden, kündigt Peter Hiensch, Betriebsleiter Technik beim AZV, an. Denn auf die Bürger, deren Grundstücke angeschlossen werden, kommen erhebliche Kosten zu. Die Eigentümer haben für den Anschluss einen Abwasserbeitrag zu entrichten, berechnet wird dieser nach der baulich nutzbaren Grundstücksfläche sowie der Geschosshöhe des Hauses. „Jedes Grundstück ist oftmals ein Einzelfall", sagt Hiensch und schätzt, dass auf die meisten Eigentümer voraussichtlich Kosten zwischen 1000 und 5000 Euro zukommen.

Jeder könne sich bereits jetzt beim AZV melden und seine Summe erfragen, bietet der Betriebsleiter Technik an. Ansonsten gibt es eine schriftliche Vorinformation über die Kosten, sobald der Bau gestartet ist. Nach seinem Abschluss kommt der Abwasserbeitragsbescheid ins Haus, für den jeweiligen Betrag sei auch eine Ratenzahlung möglich. „Wir haben bis jetzt für jeden eine Lösung gefunden. Wichtig ist, immer das Gespräch mit uns zu suchen", so Peter Hiensch.

Der Verband wird die Leitungen jeweils bis rund einen Meter in die Grundstücke verlegen, steht das Haus hinter dem Bach, übernimmt der AZV auch dessen Durchörterung. Vom jeweiligen Übergabepunkt bis zum eigenen Haus muss der Eigentümer den Anschluss dann jeweils auf eigene Kosten bauen. Die entsprechenden Anschlusspunkte würden in der Regel vor Ort gemeinsam mit den Eigentümern festgelegt, so Hiensch.

Bauen wird der AZV in der Oberen Dorfstraße von der Nummer 4 bis etwa zur Hausnummer 18 und außerdem im Bereich der Siedlung von der Dorfstraße bis zum Unternehmen Seggewiss. In den Straßen verlegen Bauleute insgesamt 1240 Meter Abwasserkanal. Dann werden die Hausanschlüsse gebaut und die Straßen wieder in Ordnung gebracht. Andere Versorgungsträger sind nicht mit einbezogen. Auch ein Pumpwerk entsteht, es wird das Abwasser, übrigens auch von den beiden kommunalen Wohnblöcken in diesem Bereich, zum 2005 modernisierten Klärwerk an der Siedlung befördern.

Zurückgebaut wird dagegen die Kläranlage, an der derzeit unter anderem das ehemalige Gemeindeamt angeschlossen ist. Sie steht auf fremdem Grund und müsste ohnehin erst ertüchtigt werden. Wer bislang eine Kleinkläranlage hat, leitete von dort jeweils in den Ossabach ein. „Unser Bauvorhaben wird zu einer erheblichen Verbesserung der Qualität des Gewässers führen", erwartet Peter Hiensch.

Alle Grundstückseigentümer, die der AZV nicht neu an die Abwasserentsorgung anschließt, müssen ihre Kleinkläranlage bis Jahresende auf Vollbiologie umrüsten. Die Sanierungsbescheide kommen in den nächsten Wochen ins Haus.

Der AZV wollte sein Bauprojekt eigentlich in drei Jahresscheiben über die Bühne bringen. Doch das hätte zu Schwierigkeiten mit dem zinslosen Darlehen vom Freistaat gebracht, das etwa 60 Prozent der Gesamtkosten von rund 500 000 Euro abdeckt. Den Rest schießt der Verband aus Eigenmitteln zu. Er zieht nun das ganze Vorhaben in den kommenden sechs Monaten durch, kann dafür 2012 kaum in anderen Orten investieren.

Baustart soll am 10. April in der Oberen Dorfstraße sein. Beantragt wird eine Vollsperrung für die jeweiligen Baubereiche, „weil das schnelles und sicheres Arbeiten ermöglicht", erklärt der Betriebsleiter Technik. Umleitungen müssten für die Bauphase damit jeweils in Kauf genommen werden.

Kontakt zum Abwasserzweckverband Wyhratal über die Telefonnummer 034348/8 10 20.

Inge Engelhardt

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