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Geithain Achtklässler haben schon Berufswahl im Blick
Region Geithain Achtklässler haben schon Berufswahl im Blick
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15:46 16.09.2010
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Bad Lausick

Berufsorientierung ist deshalb vor allem in der 8. und 9. Klasse ein ganz wichtiges Feld. Von Bad Lausick aus kümmert sich Silke Hempel um die Heranwachsenden mehrerer Schulen. Die AWO-Jugendberatungsstelle „Dreieck" kümmert sich aber auch um andere Themen, die jungen Leuten wichtig sind.

Vor zwei Jahren wollte Rebecca Zollbeamtin werden. Oder Hebamme. Oder Kinderkrankenpflegerin. Ideen und Wünsche hatte die damals 14-Jährige viele. Doch sie stand vor der großen Frage: Was passt wirklich zu mir? Anworten suchte und fand die Bad Lausickerin Bei Silke Hempel. Die Diplom-Sozialpädagogin leitet seit elfeinhalb Jahren die Jugendberatungsstelle „Dreieck", die im Obergeschoss des AWO-Kinder- und Jugendzentrums untergebracht ist. Berufsorientierung mache inzwischen gut drei Viertel ihrer Arbeit aus; vor allem in den letzten drei, vier Jahren hätten viele Heranwachsende den Wert solcher Projekte für sich entdeckt. „An vier Tagen in der Woche bin ich inzwischen an Schulen unterwegs", sagt Hempel. Dabei seien ihre Angebote - abgesehen von der Lernförderschule in Grimma - nicht Bestandteil des Unterrichts, sondern fakultativ. Ein Projekt zur Berufsfrühförderung richtet sich an Achtklässler. Das absolvieren in dieser und der nächsten Woche die beiden Achten der Bad Lausicker Mittelschule. Einblicke in verschiedene Berufszweige, aber auch Einblicke in die eigenen Ressorcen wolle man damit aufzeigen, sagt Hempel: „Das ist wichtig, um Fehlentscheidungen zu vermeiden und auch den passenden Platz zu finden, wenn es in Klasse 9 ins Berufspraktikum geht." Der Traumberuf war in einer Collage zu gestalten, in verschiedenen Bereichen von der Holzbearbeitung bis zur Gastronomie gab es Mitmach-Angebote, Lutz Naake von der Arbeitsagentur Grimma stand den Schülern Rede und Antwort.

Für Neuntklässler gibt des das Assessment-Center; hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich ein vielschichtiger Test, der junge Leute fit machen soll für ihre Berufsentscheidung. Als „kurze, intensive Zeit" hat das Rebecca empfunden, als sie dieses Projekt durchlief: „Es hat Spaß gemacht und mich bestärkt. Ich weiß jetzt, was ich will." Nämlich Fachangestellte für Innere Medizin und Lungenheilkunde. Ins Auge gefasst hat sie eine Berufsschule in Leipzig und eine Arztpraxis für die praktische Ausbildung. Sie ist zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen. „Spätestens im Dezember schicke ich die ersten Bewerbungen los", sagt die Zehntklässlerin. Dass die die Einschätzungen aus dem Berufsorientierungs-Projekten anfügen kann, freut sie: „So etwas ist für einen potenziellen Arbeitgeber bestimmt aussagekräftig."

Seit 2004 bietet Silke Hempel das Assessment-Center für Bad Lausicker Mittelschüler an, ist damit auch in Thümmlitzwalde und Grimma unterwegs; ab November kommt die Mittelschule Colditz hinzu. Stärker in den Bornaer Raum zu gehen, kann sie sich vorstelle, hatte schon Anfragen aus Borna selbst. „Ab Januar habe ich bestimmt wieder ein bisschen Luft, aber bis dahin... Ich bin Einzelkämpferin." Deshalb ist sie in ihrer Beratungsstelle in Bad Lausick zurzeit nur zu den Sprechzeiten dienstags und donnerstags zwischen 15 und 18 Uhr zu erreichen. Andere Beratungsfelder - Konflikte mit den Eltern oder in der Schule, Hilfe bei Antragstellungen und der Wohnungssuche - müssen aber nicht auf der Strecke bleiben. „Vieles ergibt sich aus den Gesprächen an den Schulen", sagt Hempel. Und dann suche man gemeinsam nach Lösungen.

Ekkehard Schulreich

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