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Geithain Ärgerlich: Krippe muss erneut geräumt werden
Region Geithain Ärgerlich: Krippe muss erneut geräumt werden
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16:05 19.05.2015
Zum zweiten Mal steht durch Pfusch am Bau ein Umzug der Kinderkrippe "Storchennest" Frohburg ins Haus. Quelle: Jens Paul Taubert

Pfusch am Bau, eine erneute undichte Abwasserleitung erfordern wiederum eine Trockenlegung des Fußbodens und von Wänden im gesamten Gebäude an der Webergasse.

Nicht nur Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch ist ob dieser Entwicklung sauer, wie er jüngst zur Stadtratssitzung deutlich machte. "An einigen Stellen wurden kleinere Schadstellen bereits vor Jahren festgestellt. Doch Ausführungsbetriebe, Planer, Bauleitung sowie deren Versicherungen und Gutachter konnten oder wollten die Ursachen für diese erneuten Schäden nicht finden, beziehungsweise lehnten die Verantwortung ab", berichtete er. Man schob die Schäden auf die nach deren Meinung nicht ausreichende Bauwerks-trocknung nach dem ersten Schadensfall im Jahr 2009. Die von der Versicherung der Stadtverwaltung und der damals beauftragten Fachfirma zur Schadensbeseitigung angestellte eigene Untersuchung kam jedoch zum Ergebnis, dass ein Abflussrohr der Waschmaschine in einer leichten Trennwand nicht ordnungsgemäß angeschlossen war und von dort Abwasser auf die Bodenplatte lief. Nach anfangs nur kleinen, kaum sichtbaren Schäden über den Fußbodenleisten vor allem außerhalb der Aufenthaltsträume von Kindern, zeigen sich nun aber auch Schadstellen in Bereichen, die weit vom undichten Abwasseranschluss entfernt liegen. Nach Beprobung und weiteren Untersuchungen muss davon ausgegangen werden, dass sich das Abwasser auf der gesamten Bodenplatte ausgebreitet hat. "Zur Verhinderung weiterer Schäden und vor allem auch Schimmelbildung müssen daher die gesamte Bodenplatte und der Fußbodenaufbau schnellstens wiederum getrocknet, Küche und Möblierung aus- und wieder eingebaut und betroffene Fußböden und Wände saniert werden. Das geht nur bei Verlagerung der gesamten Krippe für voraussichtlich drei Monate", so Hiensch.

Positiv sei, dass die Versicherung der Stadt alle Kosten für die Sanierung und Verlagerung in ein bestehendes Gebäude übernehme, um sich dann mit den Verursachern und deren Versicherungen auseinander zu setzen. Die Kosten für eine zwischenzeitliche Containerlösung jedoch würde sie nicht tragen. Da dafür nach Hienschs Worten die Stadt zudem erhebliche Vorleistungen erbringen müsste und Mehrkosten von über 50 000 Euro zu erwarten wären, hat die Verwaltung gemeinsam mit Vertretern der Kindereinrichtungen nach einer anderen schnellen und kostengünstigen Lösung gesucht und gestern Abend den Eltern vorgestellt. Sie heißt: Der Hort "Die Einsteins" wird für drei Monate aus seinem Domizil in der von-Falkenstein-Straße in das Gebäude der Grundschule Frohburg umziehen; die Kinderkrippe in dessen Gebäude. Das war bereits 2009 beim ersten "Zwangsumzug" infolge vom Baumängeln der Fall. "So einfach diese Lösung klingt: Sie erfordert sehr viel Verständnis und Unterstützung von den betroffenen Kindern, Eltern, Erziehern und Lehrern", weiß dabei auch Hiensch. Das Landratsamt, Jugendamt und Gesundheitsamt haben der Verlagerung dorthin bereits zugestimmt. Die ist für etwa 30.August geplant. Etwa zehn Krippenkinder müssen aber in anderen Krippen von Frohburg untergebracht werden. Denn entgegen der Situation 2009 ist die Krippe "Storchennest" inzwischen mit 48 Mädchen und Jungen vollständig belegt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.08.2013

Thlang

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