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Geithain AfD-Stadtrat in Bad Lausick setzt sich für Thälmann-Denkmal ein
Region Geithain AfD-Stadtrat in Bad Lausick setzt sich für Thälmann-Denkmal ein
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07:00 18.03.2017
Das von Gustav Tschech-Löffler in Bad Lausick geschaffene Thälmann-Denkmal vor Beginn der neuen Vegetationsperiode. Quelle: privat
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Bad Lausick

Vor 40 Jahren wurde in Bad Lausick ein Denkmal errichtet, das sich seit der Wende Stück für Stück den Blicken entzog: Das Monument aus rotem Porphyr, das an den von den Nazis ermordeten Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands, Ernst Thälmann, erinnert und das der Bad Lausicker Bildhauer Gustav Tschech-Löffler schuf, wurde 1967 auf einem Schmuckplatz an der Bahnhofstraße/Ecke Wilhelm-Pieck-Straße aufgestellt.

Das Denkmal mit dem markanten Schriftzug befindet sich auf einem privaten Grundstück. Die einst gepflegte Anlage wächst seit den Neunzigerjahren zu. Der Bauhof der Stadt nahm sich gelegentlich des Zurückschneidens der Büsche an und versuchte, die Kosten dafür dem Eigentümer in Rechnung zu stellen. Inzwischen ist der Denkstein den Blicken Vorübergehender fast gänzlich entzogen, zumindest während der Zeit üppiger Vegetation.

Zu jenen, die sich an dem verwahrlosten Zustand des Areals stoßen, gehört der Bad Lausicker AfD-Stadtrat Horst Juhlemann. „Das Denkmal ist für die Bürger kaum mehr sichtbar, befindet sich allerdings in einem sehr guten baulichen Zustand. Lediglich die mit Blattgold belegte Inschrift bedarf einer Restaurierung“, sagt Juhlemann, der sich mit der Aufforderung, sich um „dieses wichtige Denkmal der DDR-Geschichte“ zu kümmern, an die Stadt und an die Denkmalbehörde des Landkreises wendet.

Juhlemann verweist auf das Beispiel Geithains, wo der Ortsverband der Partei Die Linke eine Thälmann zugeeignete Stele betreue. „Ich möchte erreichen, dass man bewusster mit der Denkmalsubstanz umgeht“, sagt Juhlemann. Dazu gehöre auch die Wiederaufstellung jenes Findlings an der neuen Sporthalle, den die Bad Lausicker Turner vor mehr als einem Jahrhundert zur Weihe des Vorgängerbaus gestiftet hatten. Er hoffe, das dieser Stein nach der Fertigstellung des Sportplatzes endlich dorthin zurückkehre. Zum anderen aber sei es ihm als Stadtrat wichtig zu klären, wer die Kosten für den Winterdienst und die Grünpflege am Areal des Thälmann-Denkmals trage.

„Das Thälmanndenkmal wird derzeit auf seinen Denkmalwert hin überprüft. Das Ergebnis steht noch aus“, erklärt Brigitte Laux, Sprecherin des Landratsamtes. Die Antwort der Stadt Bad Lausick auf die Frage, was aus der Fläche werden soll und was die Stadt zur Klärung der Sache bisher unternommen hat, fiel sehr kurz aus. „Das Denkmal befindet sich auf Privatgelände und war bis zum Schreiben von Herrn Juhlemann zu meiner Amtszeit noch kein Thema“, ließ Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) wissen.

Von Ekkehard Schulreich

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