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Geithain Allgemeinmediziner bleibt in Langenleuba-Oberhain vor Ort
Region Geithain Allgemeinmediziner bleibt in Langenleuba-Oberhain vor Ort
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18:08 17.06.2010
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Die Praxis wird dritte Außenstelle des Medizinischen Versorgungszentrums Rochlitz.

„Die Patienten können beruhigt sein. Nach dem 1. Juli gehen die Sprechstunden zu den gewohnten Zeiten in Langenleuba-Oberhain weiter", sagt Horst Bartel. Der Diplommediziner, der seit 1976 vor Ort ist, verhehlt nicht, dass ihm damit ein Stein vom Herzen fällt. Die bisherige Praxis wird künftig von der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH – unter ihrem Dach sind die Krankenhäuser Rochlitz, Mittweida und Frankenberg vereint – betreut. Bartel selbst wechselt in ein Angestellten-Verhältnis und übernimmt vorerst an drei Tagen in der Woche die Sprechstunde. An den beiden anderen Tagen kümmert sich Internist Toralf Schneider um die Patienten. Für Bartel, der im Sommer 68 Jahre alt wird und der gerne schon in den Ruhestand gegangen wäre, eine sinnvolle Lösung. Sie ermögliche es, den Nachfolger sukzessive einzuarbeiten und den eigenen Rückzug vorzubereiten.

„Der Fortbestand der Praxis wird gesichert und die wohnortnahe Versorgung der Patienten aufrecht erhalten", freut sich Marlies Sedlaczek, Geschäftsführerin der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH. Ein Aspekt, der auch im Peniger Rathaus gewürdigt wird. Immerhin hatte die Kommune in den vergangenen Monaten Horst Bartel bei der Suche nach einem Nachfolger unterstützt. „Die Grundversorgung in unserem größten Ortsteil ist sichergestellt, das ist das Entscheidende", sagt Stadtsprecherin Manuela Engelhardt. Dass der Übergang gleitend erfolge, sei von Vorteil, denn: „Medizin ist immer auch eine Vertrauensfrage."

Das sieht Horst Bartel nicht anders. Er ist froh, dass die Entscheidung endlich gefallen ist. Denn schon sei spürbar, dass sich einige seiner Patienten anderweitig orientierten. Er spricht von einem leichten Rückgang wegen der bisherigen Unsicherheit; jetzt gebe es dafür aber keinen Grund mehr. Nicht nur die Patienten, die unter anderem aus Oberhain, Obergräfenhain, Wernsdorf, Niedersteinbach und Jahnshain kommen, ist die Lösung praktikabel; die drei Mitarbeiterinnen der Bartel’schen Praxis werden nahtlos weiterbeschäftigt. Am 1. Juli treten Horst Bartel und Toralf Schneider regulär erstmals vor ihre Patienten.

„Jede Lösung , die zur Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung der Patienten beiträgt, ist positiv zu bewerten", sagt Dr. Ingo Mohn, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS), die den Wechsel in Langenleuba-Oberhain genehmigen musste. Die Übernahme von Hausarztpraxen durch Krankenhäuser könne punktuell helfen, so Mohn: Sie sei aber kein überall praktikables Modell. Die personelle Besetzung der Stellen sei erfahrungsgemäß schwierig und erfolge – wie in Oberhain – meistens anteilig mit dem bisherigen Praxisinhaber und stationär tätigen Ärzten. Die KVS lege Wert darauf, dass in Langenleuba-Oberhain auch künftig eine Vollversorgung angeboten werde. Die Situation in der ländlichen Region zwischen Leipzig und Chemnitz nennt Mohn nicht unproblematisch. Prekär sei die Lage allerdings im Altkreis Döbeln mit nur 92,5 Prozent Versorgungsgrad, so der Sprecher: „Trotz Fördermaßnahmen gelang es bislang nicht, Hausärzte in diese Region zu lenken."

Ekkehard Schulreich

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