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Geithain Alte Mittelschule wird Hort: Geithain will Narsdorfer Gebäude sanieren
Region Geithain Alte Mittelschule wird Hort: Geithain will Narsdorfer Gebäude sanieren
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18:11 25.09.2017
In der ehemaligen Narsdorfer Mittelschule (hinten) soll ein Hort entstehen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Geithain/Narsdorf

Die Stadt Geithain ist entschlossen, die einstige Narsdorfer Mittelschule auf Vordermann zu bringen, um hier zusätzliche Hortplätze, ja eine separate neue Horteinrichtung zu schaffen. Der Stadtrat traf jetzt einstimmig eine Grundsatzentscheidung. „Wir sollten uns zu diesem Ausbau bekennen“, hatte zuvor Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) dafür geworben. Das Vorhaben sei notwendig, und es stehe im Einklang mit der mit Narsdorf geschlossenen Eingliederungsvereinbarung. In der sei die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten im seit dem Sommer zu Geithain gehörenden Gemeindegebiet festgeschrieben.

„Mit den vorhandenen Kapazitäten sind wir längst an der Obergrenze angekommen“, sagte Rudolph mit einen Blick auf die aktuellen Zahlen. Das betreffe vor allem die Narsdorfer Kindertagesstätte „Rasselbande“, wo man nur dank Ausnahmegenehmigung auf 39 Plätze habe aufstocken können. Das führe in der Einrichtung selbst aber zu einer angespannten räumlichen Situation, die weder den Erzieherinnen noch den Eltern gefalle (die LVZ berichtete). Für diese befristete Erweiterung müsse die Stadt außerdem kleinere Investitionen vornehmen.

In Geithain sieht man für die Schaffung zusätzlicher Hort-Betreuungsmöglichkeiten zwei Varianten. Zum einen könnten Teile der einstigen Gemeindeverwaltung, der „Rasselbande“ unmittelbar benachbart, umgenutzt werden. Die Kosten werden allerdings auf 200 000 Euro veranschlagt. Für dieselbe Summe, so hofft man, ließe sich ein Hort auch in der einstigen Mittelschule schaffen, die in einem Dornröschenschlaf ruht. Die Räume seien betriebstechnisch erschlossen, es gebe viel Platz und die unmittelbare Nähe zur Grundschule – das spreche für diese Variante, so die Verwaltung nach Abwägung aller Sachverhalte.

Dem folgte der Stadtrat. Könne die Stadt denn mit Fördermitteln beim Schulumbau rechnen, wollte Sören Petzold (Wählergemeinschaft Narsdorf-Ossa-Rathendorf) wissen. Davon gehe man aus, antwortete Kerstin Jesierski von der Bauverwaltung. Um aber einen Förderantrag für das Leader-Programm im Land des Roten Porphyrs überhaupt stellen zu können, brauche man nach dem Grundsatzbeschluss einen Planer, der die nötigen Unterlagen erstelle. „Das machen wir jetzt Schritt für Schritt.“

Mit der Erweiterung der Hort-Kapazität befasste sich auch der Narsdorfer Ortschaftsrat. „Ich denke, der Stadtrat hat einen guten Beschluss gefasst. Ein Hort an der Schule ist auf jeden Fall besser“, sagte Steffen Harzendorf (Wählervereinigung). Ob das gesamte Schulgebäude saniert werde, wollte Fraktionskollege Reinhard Gräfe wissen. Das werde es, bestätigte Bürgermeister Frank Rudolph: „Es bleiben aber Räume übrig, die die Vereine wie bisher nutzen können.“ Rudolph bezifferte die Kapazität auf 60 bis 65 Plätze. Die seit nötig, um eine kleine Reserve vorzuhalten.

Von Ekkehard Schulreich

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